Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Gesellschaft & Teilhabe
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Zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele debattiert die Öffentlichkeit über Wagners Antisemitismus und die NS-Verstrickung der Festspiele; Publizist Michel Friedman hält nach zwischenzeitlicher Absage am 26. Juli eine Gedenkrede im Festspielhaus.
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Bedürftige Kinder in Bayern erhalten staatliche Teilhabe-Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket seltener als im Bundesschnitt, weil bürokratische Hürden, komplexe Anträge und mangelnde Aufklärung den Zugang erschweren.
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Das Langzeitprojekt „NS-Verfolgung und Musikgeschichte" der Universitäten Hamburg und München rekonstruiert Biografien verfolgter Musikerinnen und Musiker der NS-Zeit und pflegt ein Online-Lexikon mit inzwischen 5.600 Einträgen, ergänzt durch geplante Konzerte und eine digitale Karte der Exil-Musikgeschichte.
Große deutsche Opernhäuser – darunter die Hamburgische Staatsoper und die Semperoper Dresden – haben die Gedenkplattform „Verstummte Stimmen" gestartet, die an rund 300 in der NS-Zeit verfolgte Bühnenkünstler erinnert.
Ein Jugendlicher aus dem Kreis Augsburg steht unter Verdacht, einen Anschlag auf eine Synagoge geplant zu haben. Schon zuvor nutzte er Sprengstoff.
Die Václav-Havel-Bibliothek in Prag war ein Ort für Gespräche mit Dissidenten und Bürgerrechtlern aus aller Welt. Nun droht die Schließung. Ausgerechnet in dem Jahr, in dem Havel 90 geworden wäre.
Gloria von Thurn und Taxis hat sich von der exzentrischen „Punk-Prinzessin" der 1980er Jahre zur Vernetzerin zwischen katholischem Traditionalismus und internationalem Rechtskonservatismus entwickelt, mit Kontakten zu Steve Bannon, AfD-Politiker:innen und Viktor Orbán.
Am Sonntag kam ein Sattelzug auf der A8 bei Irschenberg aufgrund des strömenden Regens ins Schleudern. Er krachte gegen die Mittelschutzplanke.
Der Teenager aus dem Landkreis Augsburg steht unter Terrorverdacht. Er soll Sprengstoff gehortet und auch eine Probeexplosion herbeigeführt haben.
Hannelore Bach aus der Münchner Goethestraße gilt den Nazis als „jüdischer Mischling 1. Grades“. Während des Kriegs versteckt die Mutter das Kind bei einem Mann, der selbst NSDAP-Mitglied ist.
Das KZ-Außenlager Ganacker bestand von Februar bis April 1945 als Flossenbürg-Außenlager, wo über 1000 Häftlinge unter katastrophalen Bedingungen eine Startbahn bauten; mindestens 138 starben, bevor US-Truppen das Lager am 29. April 1945 befreiten.
Laut einer Bertelsmann-Stiftung-Studie erhalten mehr als 80 Prozent der anspruchsberechtigten Kinder im Bürgergeld-Bezug den monatlichen Teilhabebetrag von 15 Euro aus dem Bildungs- und Teilhabepaket nicht, hauptsächlich wegen komplizierter Antragsverfahren.
Eine Studie des Instituts für Kulturelle Teilhabeforschung (IKTf) belegt, dass jeder in Berliner Kulturförderung investierte Euro 3,50 Euro Rückfluss in die Stadt erzeugt und Kulturbesuche das individuelle Wohlbefinden signifikant steigern.
Rund 100 Akteure demonstrierten bei der „Zeitreise" auf der Veste Coburg mit Vorderladern und Geschützen mittelalterliche Waffen und deren Handhabung; die Kunstsammlungen luden dabei in die Epochen des 15. und 17. Jahrhunderts ein.
Der Heimatverein Pfarrweisach begeht sein 30-jähriges Bestehen in Lichtenstein, wo Vorsitzender Hermann Weidner die neu erstellte Vereinschronik vorstellt.
H. G. Adlers soziologisches Standardwerk über die bürokratische Organisation der Judendeportation im Nationalsozialismus, erstmals 1974 erschienen, wird 2026 mit einem neuen Vorwort von Götz Aly im S. Fischer Verlag neu aufgelegt.
Das UNESCO-Welterbekomitee tagt in Busan und berät über 33 Nominierungen, darunter Deutschlands Antrag zur Berliner Waldsiedlung Zehlendorf als Erweiterung der Welterbestätte „Siedlungen der Berliner Moderne".
Maren Kroymann beschreibt Frauenfeindlichkeit und Sexismus als langjährigen Alltag im deutschen Fernsehen und wirkt am Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht" mit, der die Rolle von Frauen im deutschen Unterhaltungsfernsehen beleuchtet.
Erst verbringt Sorela Barati stressvolle Jahre in einem Flüchtlingsheim, dann entdeckt er die Leidenschaft fürs Boxen – und kämpft sich bis zum großen Titel.
Jahrelang prägte Verena Peck die Jugendarbeit im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen – nun steht sie hinter dem Tresen ihres eigenen Cafés. Anfang Juli eröffnete sie das Bistro „Buongiorno Principessa“ in Bad Tölz.
Die 1964 in Bukarest geborene Lyrikerin verarbeitet den frühen Tod der Mutter, einen prügelnden Vater und eine Herzoperation im Kindesalter. Die Gedichte beginnen in der Nazi-Zeit und führen über Flucht und Ceaușescu-Diktatur bis zum Erdbeben 1977 in Rumänien.
Die Gruppe Freie Künstler Prien zeigt vom 18. Juli bis 13. September 2026 ihre erste Ausstellung mit Werken von Christa Biere, Christa Bock-Köhler und Brigitte Mücke in der petite galerie in Prien.