Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Gesellschaft & Teilhabe
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Der Zentralrat der Juden verleiht dem Kabarettisten Dieter Nuhr den Leo-Baeck-Preis 2026 für seinen Einsatz gegen Antisemitismus und Doppelstandards in der Medienberichterstattung über Israel.
Kabarettist Dieter Nuhr hält anlässlich der Verleihung des Leo-Baeck-Preises eine Rede, in der er Antisemitismus in Kultur und Linkskreisen scharf kritisiert und Solidarität mit Israel bekundet.
Das Münchner Projekt „DreiMahl" bringt ab Juli 2026 Menschen bei einem interreligiösen Running Dinner an muslimischen, jüdischen und christlichen Orten zusammen, um Vorurteile abzubauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Ein unbekannter Täter hat in der Würzburger Augustinerkirche eine Goldwand mit Herzen und Liebesschriftzügen beschmiert und damit einen Sachschaden von rund 2.000 Euro verursacht. Die Polizei sucht Zeugen.
In der israelischen Botschaft in Berlin werden vier Personen für ihre Projekte zur deutsch-israelischen Verständigung ausgezeichnet und als „kleine Botschafter" gewürdigt, die durch Delegationsreisen nach Israel persönliche Brücken zwischen beiden Ländern bauen.
Der „Chor der Strawanzer" bietet obdach- und wohnungslosen Menschen in München regelmäßige Sing-Sessions in der Stadtbibliothek an, organisiert von Sophia Rieth und der Hidalgo Werkstatt, mit Fokus auf Gemeinschaft statt musikalischer Exzellenz.
Yad Vashem eröffnet innerhalb der nächsten drei Jahre sein erstes Bildungszentrum außerhalb Israels am Münchner Karolinenplatz, eine weitere Außenstelle entsteht in Leipzig.
Ein Hotel im Bayerischen Wald verweigerte einem israelischen Gast per Booking.com die Unterkunft mit der Begründung, keine Juden zu beherbergen – der Fall lenkt den Blick auf antisemitische Ressentiments im ländlichen Bayern, die bislang kaum wissenschaftlich untersucht sind.
Die Unterlimpurger Synagogenvertäfelung von 1738/39, bemalt vom Wanderkünstler Elieser Sussmann mit Tieren, Ranken und Hebräischtext, gilt als bedeutendes Zeugnis jüdischer Volkskunst und ist im Hällisch-Fränkischen Museum Schwäbisch Hall zu sehen.
Kabarettist Dieter Nuhr erhält den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden und kritisiert im Interview den wachsenden Antisemitismus, den er auch in Teilen der politischen Linken verortet.
Theologin Ursula Roth verteidigt das Angebot „einfach heiraten" der bayerischen evangelischen Landeskirche gegen Kritik: Es ersetze keine reguläre Trauung, sondern ergänze sie als niedrigschwelliges Zusatzangebot ohne Abstriche am christlich-religiösen Profil.
Pfarrer Karl Alt begleitete Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst am 22. Februar 1943 in Stadelheim seelsorgerlich bis zu ihrer Hinrichtung durch die Guillotine und beerdigte sie zwei Tage später auf dem Friedhof am Perlacher Forst.
Floridas Senator Rick Scott fordert die Tampa Sports Authority auf, Kanye Wests geplante Konzerte im Raymond James Stadium abzusagen, da öffentliche Steuergelder keinen Künstler mit antisemitischer Vorgeschichte finanzieren sollten.
Der Münchner CSD wächst dieses Jahr: Straßenfest und Hauptbühne ziehen vom Marienplatz in den Bereich zwischen Odeonsplatz und Siegestor um, und über 200 Gruppen nehmen an der Politparade teil.
Das Künstlerpaar Lohmeyer veranstaltet im rechtsextremen Dorf Jamel das Festival „Jamel rockt den Förster", das Bands wie Die Ärzte, Fantastische Vier und Kraftklub als Zeichen der Solidarität gegen Neonazis und für eine offene Gesellschaft nutzen.
Journalist Nicholas Potter stellte sein Buch *Die neue autoritäre Linke* im Jüdischen Gemeindezentrum München vor und analysierte, wie linke Machtkritik als Bindeglied zwischen solidarischem Selbstverständnis und Antisemitismus fungiert.
In Bayern stieg die Zahl queerfeindlicher Vorfälle 2025 auf 413, gegenüber 289 im Vorjahr. Der CSD München vom 26. bis 28. Juni setzt mit einer Polit-Parade und über 300.000 erwarteten Gästen ein Zeichen für Vielfalt.
Initiativen aus Südniedersachsen planen Proteste gegen einen AfD-Parteitag des Kreisverbands Northeim, der am 19. Juni in der Moringer Stadthalle – zehn Meter vom ehemaligen KZ-Gelände entfernt – stattfinden soll.
Die evangelische Kirchengemeinde Nähermemmingen feiert das 600. Weihejubiläum der Marienkirche mit einem ökumenischen Gottesdienst, an dem Landesbischof Christian Kopp und Bischof Bertram Meier teilnehmen, sowie einem Festwochenende mit Konzerten und Führungen.
Die Beratungsstelle Strong! hat für 2025 in Bayern 413 queerfeindliche Vorfälle registriert – ein deutlicher Anstieg gegenüber 289 im Vorjahr. Der CSD München (26.–28. Juni) soll mit rund 300.000 Teilnehmenden ein politisches Gegenzeichen setzen.
In Köln hat sich der „Verband der jüdischen Lehrkräfte und in Bildung und Erziehung Tätiger in Deutschland" gegründet, um jüdische Fachkräfte bundesweit zu vernetzen, jüdische Perspektiven im Bildungswesen zu stärken und Unterstützung gegen Antisemitismus zu leisten.
Der Lernort Obersalzberg zeigt ab 12. Juni die Wanderausstellung „Rechtsterrorismus. Verschwörung und Selbstermächtigung 1945 bis heute" des Memorium Nürnberger Prozesse, die historische und aktuelle Formen rechtsterroristischer Gewalt beleuchtet und Opferperspektiven in den Mittelpunkt stellt.
Die Jesus-Biker starten am 12. Juni mit 60 Teilnehmenden ihre dritte Friedensfahrt von Schaafheim nach Wien, wo sie am 15. Juni Arnold Schwarzenegger beim „Austrian World Summit" treffen wollen.
Der Lions Club Kronach Festung Rosenberg hat Kinder bis 14 Jahre eingeladen, Friedensplakate zu gestalten, um zu erkunden, was Frieden für Kinder und Jugendliche bedeutet.