Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Gesellschaft & Teilhabe
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Rosenheim hat an zwei Fußgängerampeln nahe dem Herbstfestgelände die klassischen Ampelmännchen durch Wiesntrommler ersetzt. Die neuen Motive sollen dauerhaft installiert bleiben.
Der Kutscher ist ein scharfer Schnaps mit geheimem Rezept aus der Würzburger Musikkneipe Tscharlie, der als Mutprobe und inoffizielles Initiationsritual für Würzburg-Neulinge gilt.
Das neue „Schwarzbuch der Denkmalpflege" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz dokumentiert für 2024/25 bundesweit über 1.000 Denkmalpflege-Verluste, darunter mehrere bayerische Baudenkmale. Die Stiftung fordert bundesweite Bestandserfassung, mehr Förderung und transparente Veröffentlichung von Abrissen.
Céline Dion nahm vor Auftritten zeitweise bis zu 90 Milligramm Valium täglich, um unkontrollierbare Muskelkrämpfe zu bekämpfen – fast doppelt so viel wie die Höchstdosis. Die Abhängigkeit endete nach ihrer SPS-Diagnose 2022 durch ein medizinisches Therapieprogramm.
Das restaurierte Wilhelmine-von-Hillern-Denkmal in Aschau wurde im August 2026 ökumenisch gesegnet. Es erinnert an die Schriftstellerin und Schauspielerin, die durch „Die Geier-Wally" bekannt wurde und ihre letzten Lebensjahre in Hohenaschau verbrachte.
Herbert Grönemeyer, Badmómzjay und weitere Künstler:innen traten drei Wochen nach dem tödlichen Anschlag auf den Berliner CSD bei einem ausverkauften Benefizkonzert in der Columbiahalle auf; die Einnahmen fließen in queere Beratungsangebote.
Die katholische City-Seelsorge eröffnet in Augsburg den „moritzpunkt" – einen Safe Space in der Maximilianstraße, der jungen Menschen im Nachtleben freitags und samstags von 22 bis 2 Uhr Schutz, Ruhe und Unterstützung bietet.
Zum 100-jährigen Jubiläum des Pottensteiner Felsenbads ist eine Festschrift erschienen, die Geschichte, Baudetails und persönliche Erinnerungen mit historischen Fotos vereint und für 5 Euro in Pottenstein erhältlich ist.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz meldet im „Schwarzbuch der Denkmalpflege" den Verlust von mindestens 1.077 Denkmalen in den Jahren 2024 und 2025 und warnt vor sich verschlechternden Rahmenbedingungen für den Denkmalschutz.
Charlotte Knobloch, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München, vergleicht die AfD mit der NSDAP vor deren Machtübernahme und fordert die Prüfung eines Verbotsverfahrens gegen die derzeit stärkste Partei in bundesweiten Umfragen.
In seinem neuen Schwarzbuch listet die Denkmalstiftung zahlreiche historische Bauten im Freistaat auf, die in den vergangenen zwei Jahren abgerissen oder zerstört worden sind.
Die Israelis Yael Tarasiuk und Golan Rice haben mit „The Way to Jerusalem" (W2J) den ersten Pilgerweg Israels geschaffen, der auf 111 Kilometern von Jaffa nach Jerusalem führt und interreligiöse Begegnungen zwischen jüdischen, arabischen und christlichen Gemeinschaften ermöglichen soll.
Unbekannte haben das Deportationsmahnmal an der Berliner Putlitzbrücke in Moabit mit dem Wort „Asrael" besprüht. Der Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt; das Denkmal erinnert an über 30.000 deportierte Juden der NS-Zeit.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz meldet im zweiten „Schwarzbuch der Denkmalpflege", dass 2024 mindestens 561 Denkmale verloren gingen – mehr als im Vorjahr. Vorstand Steffen Skudelny warnt vor verschlechterten politischen Rahmenbedingungen und sinkendem öffentlichem Bewusstsein für den Denkmalwert.
Dokumentaristin Annekatrin Hendel porträtiert in ihrem Dokumentarfilm „Hiddensee" die Ostsee-Insel als Rückzugsort für Künstler und Außenseiter und zeichnet anhand ihrer Geschichte ein Jahrhundert deutsche Geschichte nach – von antisemitischen Ausgrenzungen in den 1920ern bis zur DDR-Ära.
Berlin-Kreuzberg ehrt die erste ordinierte Rabbinerin der Welt, Regina Jonas (1902–1944), am 28. August mit einem Gedenkzeichen an der Kottbusser Straße/Ecke Regina-Jonas-Straße.
Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München, hält die Laudatio auf Philippe Sands, der am 11. Oktober den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält. Der Menschenrechtsanwalt wird für seinen Einsatz für Völkerrecht und Gerechtigkeit geehrt.
Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München, hält die Laudatio auf Menschenrechtsanwalt Philippe Sands, der am 11. Oktober mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wird.
Augsburg bereitet für 2030 ein internationales Festprogramm zum 500. Jubiläum der Confessio Augustana vor, koordiniert von Maral Zahed und Hanns Hoerschelmann für die bayerische Landeskirche, mit Schwerpunkten auf Ökumene, Dialog und Frieden.
In der Jesuitenkirche Sankt Michael in München entsteht ein neuer Gedenkort für den seligen Pater Rupert Mayer: Der Eisengusskopf des NS-Widerstandspredigers wird unterhalb der Kanzel neu aufgestellt und durch ein Öllicht ergänzt; das Projekt kostet 25.000 Euro.
Annelies Herrmann feierte in Warmensteinach ihren 85. Geburtstag und prägte jahrzehntelang einen Verein durch ihre Liebe zur Musik.
In Mehlmeisel fanden am Wochenende zwei Traditionsfeste statt: der Hammricher Frauentag und das 130-jährige Jubiläum des Katholischen Burschenvereins Unterlind, verbunden mit einem Kirchenzug und Gedenken an verstorbene Mitglieder.
Die Landjugend Schreez feierte ihr traditionelles Kellerfest in Bocksrück, einem abgelegenen Weiler, der seit über 50 Jahren Austragungsort des Fests ist. Der Verein besteht seit 76 Jahren und zieht jährlich zahlreiche Besucher an.
Das Family Fun Festival findet am 13. September 2026 zum letzten Mal auf dem Kulmbacher Mönchshof-Gelände statt. Kreisjugendpfleger Jürgen Ziegler sucht nach mehr als drei Jahrzehnten einen neuen Standort für das Familienfest.