Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Gesellschaft & Teilhabe
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Die Besitzer der Burg Pottenstein fordern, eine Gedenktafel für das frühere KZ-Außenlager direkt an der Magerscheune anzubringen, und protestieren per offenem Brief gegen den geplanten Standort auf der gegenüberliegenden Flussseite.
Drei Kruzianer des Dresdner Kreuzchores flüchteten 1988 während einer Japan-Tournee über die bundesdeutsche Botschaft in Tokio in den Westen und lösten damit eine deutsch-deutsche Staatsaffäre aus; Jahrzehnte später berichten die Männer über ihre Beweggründe.
BTS-Mitglied V hat in einem Livestream erstmals öffentlich einen seit zweieinhalb Jahren bestehenden Hörverlust auf dem rechten Ohr offenbart, der nur noch 30 Prozent Hörfähigkeit aufweist – mitten in der laufenden Arirang World Tour.
Musiker Heinz Rudolf Kunze und Aktivistin Malca Goldstein-Wolf streiten öffentlich über Dieter Hallervordens Auftreten bei einer CDU-Veranstaltung: Kunze verteidigt das Recht auf eine Bühne trotz kritischer Israel-Aussagen, Goldstein-Wolf sieht darin eine Verharmlosung antisemitischer Positionen.
Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma seit 1982, wird am 20. August 80 Jahre alt und warnt vor wachsendem Hass gegen Minderheiten durch Rechtspopulisten, lehnt ein AfD-Verbot derzeit jedoch als unglaubwürdig ab.
Manchmal überschlägt sich beim Volksfest nicht nur das Fahrgeschäft. Pfarrer Martin Fuchs kümmert sich dann um das Auf und Ab bei Wirten, Schaustellern und Standlern und reist ihnen dafür in ganz Bayern hinterher. Ein Tag auf dem Gäubodenvolksfest.
Wo sind die Lichtgestalten des politischen Widerstands? Rockstars, Filmgrößen und Intellektuelle sind an den vordersten Fronten der demokratischen Bewegungen selten geworden. Es ist die Zivilgesellschaft selbst, die jetzt die Führung übernommen hat.
Im Ariowitsch-Haus Leipzig ist die Ausstellung „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945" zu sehen, die Fotografien von NS-Deportationen zeigt und auf dem Forschungsprojekt #LastSeen der Arolsen Archives basiert.
Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus fordert der Deutsche Kulturrat, die Berliner Mauer und das Grüne Band als UNESCO-Welterbestätte anzuerkennen und die Erinnerung an die Opfer der deutschen Teilung dauerhaft zu sichern.
Die Stadtwerke Bamberg erweitern zur Sandkerwa ihr Busangebot mit verlängerten Nachtlinien und ausgedehnten P+R-Shuttles; zudem gelten ab 18. August Umleitungen mehrerer Linien wegen Sperrungen im Stadtgebiet.
Das Wohnhaus von Jürgen Habermas steht nun unter Denkmalschutz. Was macht es so besonders? Und lässt sich auch die Aura des Philosophen erhalten? Ein Gespräch mit Bayerns oberstem Denkmalschützer, Mathias Pfeil.
Kolumbianische Musikstars wie Shakira, J Balvin und Maluma rufen nach dem Erdbeben der Stärke 7,4 zu Spenden auf und nutzen ihre Reichweite in sozialen Netzwerken, um bei der Suche nach Vermissten zu helfen.
Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt starten Kulturinstitutionen wie die Stiftung Bauhaus Dessau unter dem Motto „Stolz auf Vielfalt" eine Kampagne für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Offenheit.
Das Budapester Sziget-Festival erlebt nach dem Regierungswechsel in Ungarn laut Festivalchef Tamás Kádár eine deutliche Entspannung, nachdem es unter der 16-jährigen Orbán-Regierung mit gesperrten Fördermitteln und erschwerten Genehmigungen zu kämpfen hatte.
Jan „Monchi“ Gorkow ist zurück in sein Heimatdorf gezogen und hat ein politisches Buch geschrieben. Ein Gespräch über Abfuck vor der Landtagswahl, die heilende Kraft von Skateparks und warum er glaubt, dass Brandmauern nicht funktionieren können.
Die jüdische Aktivistin Malca Goldstein-Wolf kritisiert Musiker Heinz Rudolf Kunze in einem offenen Brief, weil er Dieter Hallervorden trotz dessen israelfeindlicher Aussagen als „Riesenvorbild" bezeichnete und die CDU Sachsen-Anhalt ihn als Wahlkampf-Testimonial einsetzt.
210 der 320 goldfarbenen Mozart-Plastiken von Konzeptkünstler Ottmar Hörl wurden aus dem Salzburger Mirabellgarten gestohlen; Hörl spricht von organisiertem Diebstahl und bricht die Ausstellung ab.
Tel Aviv benennt den Platz vor dem Kunstmuseum offiziell in „Geiselplatz" um, nachdem er seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 inoffiziell als Versammlungsort der Geiselfamilien diesen Namen trug.
Kloster Seeon und der Freundeskreis Leuchtenberg e. V. veranstalten am 16. August den Leuchtenberg-Gedenktag mit kostenlosen Führungen und einer ökumenischen Gedenkandacht in der Kirche St. Walburg zum Gedenken an die Herzöge von Leuchtenberg.
Eine partielle Sonnenfinsternis über Teilen Europas fällt zeitlich mit dem Beginn des jüdischen Monats Elul zusammen. Der Talmud deutet Sonnenfinsternisse als schlechtes Omen, während Elul traditionell der Selbstprüfung und Umkehr vor den Hohen Feiertagen gewidmet ist.
Die Berliner Volksbühne bietet ihren Pop-up-Pool für ein paar Stunden ausschließlich für Schwarze an. Und erntet dafür Kritik.
Beim Promischießen am Schießstand München auf dem Gäubodenvolksfest in Straubing wurde Geld für den guten Zweck gesammelt; der Erlös geht ans Haus für das Leben in Straubing.
Die Berliner Volksbühne plante für ihr mit 300.000 Euro gefördertes „Volksbad" einen exklusiven Badetag für „schwarze Communitys", änderte die Formulierung nach Kritik, hält aber an der Sondernutzung für den Verein EOTO fest.
Unbekannte haben 210 von 320 goldfarbenen Mozart-Kunststofffiguren aus dem Salzburger Mirabellgarten gestohlen; Künstler Hörl geht von organisiertem Diebstahl aus und beziffert den Schaden auf rund 20.000 Euro.