Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Kulturpolitik & politische Debatten
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Der Filmverband Südwest kritisiert den SWR scharf, weil dieser Showproduktionen wie „Sag die Wahrheit" und den „Tigerenten-Club" nach Leipzig und Köln auslagert, statt Produktionsfirmen aus Baden-Württemberg zu beauftragen.
WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni bezeichnet Georg Restles unkommentierten X-Post, der eine Verschwörungsthese über ein US-israelisch-marokkanisches Netzwerk hinter der Flüchtlingskrise in Ceuta verbreitete, als Fehler, weist aber Antisemitismusvorwürfe gegen ihn zurück.
Das Auswärtige Amt schließt eine Schließung des Russischen Hauses in Berlin trotz Geheimdienstvorwürfen aus, da bilaterale Abkommen dies verhindern – die auch das Goethe-Institut in Moskau absichern.
Die Europäische Rundfunkunion schließt künftig Länder in bewaffneten Konflikten oder mit instabiler geopolitischer Lage als ESC-Gastgeber aus — eine Regelung, die Israel als möglichen Ausrichter des ESC 2026 betrifft.
Der Sächsische Kultursenat kritisiert den Regierungsentwurf für den Doppelhaushalt 2027/28 als „fatales Signal" und warnt vor Kürzungen bei der Kulturstiftung um bis zu 50 Prozent, die die freie Kulturszene und den ländlichen Raum gefährden.
PEN Berlin fordert die Bundesregierung auf, angesichts des Todesurteils gegen den iranischen Rapper Mahnam Navab Safavi mehr Druck auf den Iran wegen Menschenrechtsverletzungen auszuüben und ihr Schweigen zu Repressionen zu beenden.
Der Deutsche Musikrat startet mit zahlreichen Partnerverbänden die Kampagne „Demokratie sowieso!", um im Vorfeld der Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ein Zeichen für Kunstfreiheit und kulturelle Vielfalt zu setzen.
WDR-Journalist Georg Restle löste eine Beschwerde aus, nachdem er auf X ein Zitat geteilt hatte, das die Migrationskrise in Ceuta als Ergebnis eines „US-israelisch-marokkanischen Bündnisses" darstellte. Der WDR räumte einen Fehler ein, weist Antisemitismus-Vorwürfe gegen Restle jedoch zurück.
WDR-Journalist Georg Restle teilte auf X eine These, wonach die Flüchtlingskrise in Ceuta auf ein Komplott eines „US-israelisch-marokkanischen Netzwerks" zurückgehe. WDR-Rundfunkratsmitglied Felix Schotland reichte daraufhin eine formelle Beschwerde bei der Programmdirektion ein.
Viel Kulturkampf, wenig Ertrag: Der Start von Wolfram Weimer als Kulturstaatsminister verlief holprig. Nun cruist er mit einer Vespa durch Bayreuth und sucht auf roten Teppichen nach einem neuen Image. Kann das gelingen?
Der langjährige „Libération"-Korrespondent Jean Quatremer verlässt die Zeitung und kritisiert in seinem Abschiedsbrief den wachsenden Antisemitismus und die Meinungsunfreiheit innerhalb der neuen Linken, die er als Verrat an republikanischen Grundwerten bezeichnet.
Schriftstellerin Şeyda Kurt beschreibt in ihrem Roman „Zeit der Monster" die gesellschaftliche Untergangsstimmung angesichts gestrichener Fördergelder für Demokratieprojekte und der Klimakatastrophe und fragt, wie man dieser Angst begegnen kann.
Kabarettist Dieter Hallervorden tritt im Sachsen-Anhalt-Wahlkampf für CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze auf, singt ein friedenskritisches Lied gegen Friedrich Merz und sorgt damit parteiintern für Kontroversen – Politikwissenschaftler Höhne hält die Aktion für riskant und wenig gewinnbringend.
Die Bundesregierung hat die Zahl rechtsextremistischer Musikveranstaltungen im ersten Halbjahr 2025 auf 174 korrigiert und meldet zudem, dass der Verfassungsschutz seit 2024 verstärkten Einsatz von KI-generierter Musik in der rechtsextremen Szene beobachtet.
Rothenburg ob der Tauber sagt die Bayerische Landesausstellung 2028 zum Thema „Kinder im Mittelalter" ab, weil die Kosten auf über eine Million Euro gestiegen sind und die Stadt trotz erwarteter Besucherzahlen ein Defizit befürchtet.
Rothenburg ob der Tauber sagt die für 2028 geplante Bayerische Landesausstellung aus finanziellen Gründen ab, da der Stadt ein Defizit von rund 700.000 Euro gedroht hätte. Das Haus der Bayerischen Geschichte sucht nun einen neuen Ausrichter.
Rothenburg ob der Tauber hat die geplante bayerische Landesausstellung 2028 zum Thema Kindheit im Mittelalter abgesagt. Das Haus der Bayerischen Geschichte sucht nun einen Ersatzort und will nach der Sommerpause ein neues Projekt vorstellen.
Die Bayreuther Festspiele beginnen erst im Juli, aber ihr Jubiläumsjahr wird bereits vom Skandal rund um Michel Friedman überschattet.
Ein Kommentar argumentiert, dass Bund und Freistaat, die bei den Bayreuther Festspielen öffentliche Aufmerksamkeit suchen, im Gegenzug den städtischen Haushalt Bayreuths finanziell entlasten sollten.
Der ehemalige Intendant der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, bleibt nach seiner Ablösung öffentlich präsent und befeuert so einen Transparenzstreit um die Kosten und Gründe seiner Vertragsauflösung, der die laufende Festspielsaison überschattet.
Der ehemalige SWR-Intendant Peter Voß kritisiert am Beispiel der Rapper Ikkimel und Danger Dan eine politische Doppelmoral: Linke Verbal-Provokationen würden gesellschaftlich toleriert, während rechte Aussagen konsequent sanktioniert werden.
Deutsche Größe, deutscher Abgrund: Das Wagner-Gleichnis, das der Kanzler zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele bemüht, klingt erst mal spannend. Aber bringt es uns wirklich weiter?
Beim 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele bekennt sich Festspiel-Leiterin Katharina Wagner klar gegen Rechtsruck, Rassismus und Antisemitismus; Publizist Michel Friedman hält eine viel beachtete Rede zur NS-Vergangenheit der Festspiele und ruft zur Verteidigung der Demokratie auf.
Bund und Land erhöhen ihre Zuschüsse für die Bayreuther Festspiele auf je über 5,2 Millionen Euro jährlich und festigen damit ihren Einfluss als größte Anteilseigner, während die Festspiele faktisch vom Familienbetrieb zum Staatstheater werden.