Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Kulturpolitik & Recht
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Michel Friedman kritisiert die Absage eines Gedenkkonzerts bei den Bayreuther Festspielen zum 150-jährigen Jubiläum scharf. Die Festspielleitung begründet die Absage mit Sicherheitsproblemen, Friedman nennt dies demokratiefeindlich.
Eine Studentin der Evangelischen Hochschule Nürnberg kritisiert die öffentliche Distanzierung der Hochschulleitung von Professor Ralf Frisch als kontraproduktiv und fordert mehr Ambiguitätstoleranz im theologischen Diskurs.
Die Besetzung der Berliner „Landesansprechperson" gegen Antisemitismus an Hochschulen verzögert sich; die Jüdische Studierendenunion kritisiert das intransparente Auswahlverfahren, bei dem der Schutz jüdischer Studierender zunehmend in den Hintergrund gerückt sei.
Das Landgericht Hamburg hat eine einstweilige Verfügung gegen die Axel Springer Deutschland GmbH erlassen, weil Welt-Kommentator Andreas Rosenfelder fälschlich behauptete, CORRECTIV habe eine Recherche mit Bundesregierung und Verfassungsschutz abgestimmt.
Mira Seidel, neue Leiterin der SWR3 Pop Unit, hat die Fusion der ARD-Jugendwellen DasDing, YouFM und UnserDing zu einem gemeinsamen Sender verantwortet und sieht darin eine Chance, im Wettbewerb konkurrenzfähiger zu werden.
Tyra Banks verklagt Netflix wegen Verleumdung und behauptet, ihr vierstündiges Interview für die „America's Next Top Model"-Dokuserie „Reality Check" sei durch selektiven Schnitt so manipuliert worden, dass falsche Vorwürfe gegen sie entstanden.
Ariana Grande fordert die Trump-Regierung auf, ihr Lied „Bye" nicht mehr für ein TikTok-Video des Weißen Hauses zur Einwanderungspolitik zu nutzen. Auch Sabrina Carpenter und die Band Alphaville wehrten sich zuvor gegen die unerlaubte Verwendung ihrer Musik durch die Trump-Administration.
Der Vorstand des Kennedy-Centers beantragt die Aussetzung eines Gerichtsurteils, das die Entfernung von Trumps Namen von der Fassade des Washingtoner Kulturzentrums anordnet, nachdem ein Bundesrichter die Umbenennung als rechtswidrig eingestuft hatte.
Die langjährige Koordinatorin der Rundfunkkommission Heike Raab kritisiert im SZ-Interview das Einstimmigkeitsprinzip der Bundesländer, das Beitragserhöhungen und ARD-Reformen blockiert habe, und bezeichnet MDR-Programmkürzungen als „großen Fehler".
Morrissey kündigt rechtliche Schritte gegen neun Personen an, die ihn online imitieren und laut Web Sheriff im Auftrag politischer Gruppen agieren sollen, räumt jedoch ein, dass die Anwaltskosten seine finanziellen Möglichkeiten übersteigen.
Die Evangelische Hochschule Nürnberg hat sich öffentlich von Professor Ralf Frisch distanziert, nachdem er in einem epd-Interview kirchenkritische Positionen geäußert hatte. Der Vorfall löst eine Debatte über theologische Vielfalt und akademische Freiheit in der evangelischen Kirche aus.
Nordrhein-Westfalen übernimmt ab 1. Juli 2025 per Pauschalvertrag mit der Gema die Musikgebühren für rund 33.500 gemeinnützige Vereine und Organisationen bei bis zu vier Veranstaltungen jährlich – das Land stellt dafür drei Millionen Euro bereit.
Eine Online-Petition mit über 100.000 Unterzeichnern, darunter Herbert Grönemeyer und Peter Fox, sowie der Deutsche Musikrat fordern den Erhalt des WDR-Senders Cosmo, dessen Einstellung der WDR-Rundfunkrat für April 2027 beschlossen hat.
Die Evangelische Hochschule Nürnberg distanziert sich öffentlich von Aussagen ihres Professors Ralf Frisch, der in einem epd-Interview kirchenkritische Positionen aus seinem Buch „Mehr Opium fürs Volk" vertreten hatte. Seine theologischen Ansichten seien nicht repräsentativ für die an der EVHN gelehrte Theologie.
Der Newsletter des Deutschen Kulturrates thematisiert die kulturpolitische Bedeutung des Radios angesichts der Fußball-WM und bündelt weitere Themen wie die documenta 2027, das Bundesprogramm „Demokratie leben!" sowie das Jubiläum des Netzwerks FREO.
MDR-Intendant Ralf Ludwig weist im Spiegel-Interview Vorwürfe zurück, der Sender habe über seine Verhältnisse gelebt, und macht die ausgebliebene Erhöhung des Rundfunkbeitrags für die massiven Programmeinsparungen verantwortlich.
Der tschechische Dirigent Petr Popelka wird ab Herbst 2029 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper und folgt damit auf Vladimir Jurowski. Das Bayerische Staatsorchester hatte ihn als seinen Wunschkandidaten bezeichnet.
Die Kulturwissenschaftlerin Evelyn Annuß analysiert, wie die Einladung des Techmilliardärs Peter Thiel zu den Wiener Festwochen 2026 aufmerksamkeitsökonomische PR-Logiken in den Kulturbetrieb überträgt und erklärt, warum sie ihre Festivalteilnahme zurückgezogen hat.
Der WDR hat sich in Tarifverhandlungen mit der Mediengewerkschaft VRFF auf Gehaltserhöhungen von bis zu 5,73 Prozent geeinigt, während die Gespräche mit DJV, ver.di und Unisono scheiterten. Die drei größeren Gewerkschaften werfen der VRFF einen „Tabubruch" vor.
Amélie Niermeyer wird ab Oktober neue Präsidentin der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München – sie folgt auf Barbara Gronau, die nach einem Abhörskandal entlassen worden war.
Die Regisseurin Amélie Niermeyer übernimmt ab 1. Oktober 2025 die Präsidentschaft der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München und will die Institution international vernetzen sowie neue Formate zwischen Theater, Musik und digitalen Medien entwickeln.
Hans Maier, CSU-Politiker, langjähriger bayerischer Kultusminister und Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, ist im Alter von 94 Jahren in München gestorben. Er prägte Jahrzehnte lang Bildung, Wissenschaft und politischen Katholizismus in Deutschland.
München plant die Einführung einer Gewerbe-SoBoN, die das Prinzip der sozialgerechten Bodennutzung auf Gewerbeflächen überträgt, um Nutzungsmischung zu fördern und Kleinbetriebe zu schützen. Ob das Instrument Entwicklung beschleunigt oder hemmt, hängt von seiner konkreten Ausgestaltung ab.
Die Theater- und Opernregisseurin Amélie Niermeyer übernimmt ab 1. Oktober die Leitung der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München und will die Institution stärker international vernetzen sowie neue Formate zwischen Theater, Musik und digitalen Medien entwickeln.