Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Literatur
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Die Asche des 2023 verstorbenen Schriftstellers Milan Kundera wurde auf dem Zentralfriedhof seiner Geburtsstadt Brünn beigesetzt, fast drei Jahre nach seinem Tod in Paris.
Im Krimi „Noch fünf Tage" wird Weltklasse-Köchin Lis Castrop bei einem Silvesterdinner in Davos zusammen mit ihrem Auftraggeber und dessen Familie vergiftet und muss den Anschlag in fünf Tagen aufklären.
Ingeborg Bachmann war die Vorreiterin der Heterofatalistinnen von heute. Zu ihrem 100. Geburtstag kann man wieder viel über ihre Leiden lesen. Oder man fängt mit ihren unsterblichen Werken von vorne an.
Als junge Dramatikerin wurde sie gefeiert, jetzt veröffentlicht Kerstin Specht mit 70 „Mittelberge“.
Die Asche des 2023 in Paris verstorbenen Schriftstellers Milan Kundera wurde auf dem Zentralfriedhof seiner Geburtsstadt Brünn beigesetzt, fast drei Jahre nach seinem Tod.
Eine junge Deutsch-Iranerin reist zum ersten Mal in das Land ihres Vaters: Die Graphic Novel „Wind in meinem Kopftuch“ von Roya Soraya ist eine nur scheinbar naive Begegnung mit Iran.
Die S. Fischer Verlage verlegen ihren Hauptsitz im Sommer 2025 von Frankfurt am Main nach Berlin, wo das 1886 gegründete Unternehmen seinen Ursprung hat. Frankfurt bleibt als Lektoratsstandort erhalten.
Interview über 'Ein Rest von Blau' mit Lesung im UnserRadio.
Robert Pfaller analysiert in seinem neuen Buch, wie Moral, Empfindlichkeit und politische Korrektheit gesellschaftliche Debatten prägen.
Die Kulturzeit vom 17. Juni 2026 widmet sich dem 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann, würdigt durch drei Biografien und zwei Dokumentarfilme ihr Werk, und berichtet außerdem über Bärbel Bohley, Trompeterin Lucienne Renaudin Vary sowie die Folk-Metalband Tylangir.
Stephen Kings Roman „The Tommyknockers" von 1987 gilt laut einem Ranking als meistunterschätztes Werk des Autors, das trotz inhaltlicher Stärken – etwa der Schilderung alien-süchtiger Figuren – von King selbst und Kritikern abgelehnt wird.
Sebastian Guggolz ist mit 43 Jahren der jüngste Vorsitzende des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Er betreibt parallel einen Ein-Mann-Verlag, arbeitet als Lektor bei S. Fischer und setzt sich für den Erhalt der Lesekultur ein.
Biograf Nicola Bardola hat in Archiven, darunter dem Bayerischen Rundfunk, bislang unveröffentlichte Dokumente zu Ingeborg Bachmann entdeckt, die ein neues Bild der Schriftstellerin zeichnen: heiter, humorvoll und selbstbewusst statt nur leidend.
Wolfgang Behrens reflektiert am Bloomsday über die Fähigkeit von Kritikern, epochale Werke wie James Joyces „Ulysses" zu erkennen, und zeigt anhand historischer Rezensionen, dass das Verpassen kunsthistorischer Momente eher die Regel als die Ausnahme ist.
Maria Revas Debütroman „Königreich für eine Schnecke" verbindet eine Schneckenforscherin, zwei Feministinnen und 13 Heiratstouristen in einem abgründig-komischen Road-Movie vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine.
Dinçer Güçyeter, der 2023 für „Unser Deutschlandmärchen" den Leipziger Buchpreis erhielt, erzählt darin von der Einwanderungsgeschichte seiner Mutter und dem Ankommen in Deutschland.
Die Juni-Ausgabe von Literaturen stellt vier Bücher vor, die sich mit Macht, Geschichte und Angst befassen: darunter Werke zur Amerikanischen Revolution, zur deutschen Atombombe, zu Kapitalismuskritik und ein irischer Krimi.
Rina Schmeller spricht über ihren autofiktionalen Roman, in dem eine Frau sich in einen alkoholabhängigen Mann verliebt und selbst in seine Sucht verstrickt wird.
Eine neue Biografie porträtiert Émilie du Châtelet als Mathematikerin und Naturphilosophin des 18. Jahrhunderts, die ein emanzipiertes, intellektuelles Leben führte und unter anderem Newtons Werke ins Französische übersetzte.
Laut einer Auswertung für die Zeit stammen 80 Prozent aller Debütromane großer deutscher Verlage von Frauen; gleichzeitig beobachtet die SZ, dass junge Schriftstellerinnen auffallend häufig weibliche Gewalt gegen Männer als Racheakt thematisieren.
Die Bücherschau des Tages bündelt Buchkritiken vom 11. Juni 2026: Die SZ lobt Clara Leinemanns Roman „Gelbe Monster" über eine aggressive junge Frau, der Deutschlandfunk hebt Nathan Devers' Essay über seine Abkehr vom orthodoxen Judentum hervor.
Junge Frauen der Gen Z entdecken Lesen als neuen Lebensstil und treiben über aufwendig gestaltete New-Adult-Bücher und Buchbloggerinnen einen Aufschwung im Buchmarkt an.
Erzählerin Sandra Parada lädt Kinder ab 4 Jahren am 4. Juli 2026 im Augsburger Märchenzelt zu skandinavischen Wichtelgeschichten ein, mit Stockbrotbacken am Ende.
Beim 50. Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt treten 14 Autorinnen und Autoren vor Live-Publikum an, darunter die Debütantin Derya Uzun und Preisträgerin Helga Schubert, die die Eröffnungsrede hält.