Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Literatur
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Roberto Saviano schildert in seinem Tatsachenroman „Meine Liebe stirbt nicht" das Schicksal der Studentin Rossella Casini, die sich in den späten 1970er-Jahren in einen 'Ndrangheta-Sohn verliebte und 1981 nach Aussagen vor der Staatsanwaltschaft spurlos verschwand.
Denis Scheck witzelte über die „Schnatterzone der Damentoilette“, und schon ist er da: Der Sammelband, in dem Schriftstellerinnen wie Dana Vowinckel und Katja Eichinger berichten, was an diesem mystischen Ort wirklich passiert.
Annika Büsing wurde mit ihrem Debüt „Nordstadt“ bekannt. Ihr neuer Roman „Magisch“ sollte eine Liebesgeschichte werden – und bog dann doch dorthin ab, wo es weh tut.
Sechs Kölner Literaturexperten empfehlen persönliche Sommerlektüren, darunter Romane über Familiengeheimnisse, psychische Erkrankungen und Neuanfänge sowie einen Gedichtband über gesellschaftliche Erschöpfung.
Peter E. Fäßler legt eine neue Studie zur Wirtschaftsgeschichte beider deutscher Staaten vor. Er zeigt, dass die sowjetische Besatzungszone durch Reparationsforderungen weit stärker belastet wurde als Westdeutschland.
In „Die Vorkämpferinnen“ zeigt Bianca Walther, was sich gerade jüngere Leserinnen und Leser heute von den ganz frühen Feministinnen abgucken können.
Der Erfolgsautor legt eine erweiterte Biografie über Michel Foucault vor. Darin zeigt er, dass die tunesische Studentenbewegung den Denker prägte – nicht die Pariser Szene.
„Schon schwankte die Welt“, Felicitas Prokopetz’ hyperreflektierter und überdeutlicher Roman blickt auf Malaisen unserer Zeit.
Jona Manow erhält den mit 2.500 Euro dotierten Paul-Maar-Preis für sein Kinderbuch-Debüt „Spion Nr. 9 und die Kunst, nicht aufzufallen", das laut Akademiepräsidentin Claudia Maria Pecher sensibel und humorvoll von Neurodiversität erzählt.
Andrea Wulf erklärt im Interview, wie sie für ihr Buch „Fabelhafte Rebellen" den Jenaer Frühromantiker-Kreis um Goethe, Schiller und Caroline Schlegel erforschte und dabei Tausende Briefe auswertete, die Carolines zentrale intellektuelle Rolle belegen.
Die Museen der Stadt Bamberg präsentieren am 30. Juli 2026 im Historischen Museum eine konzertante Lesung von E.T.A. Hoffmanns Briefnovelle „Haimatochare" mit den Schauspielern Stephan Bach und Andreas Ulich sowie musikalischer Begleitung von Maximilian Blumenfelder.
T.C. Boyle ist der Meister des Beiläufigen. Doch in „Das Ende ist nur ein Anfang“, seinem neuen Band mit Kurzgeschichten, lotet er Maximalkonflikte aus.
„Das Ende ist nur ein Anfang“, spannende Meistererzählungen von T.C. Boyle über das stets tödliche Leben auf Erden.
Manfred Heiting analysiert in einem Gastkommentar die Insolvenzlage des Steidl Verlags und fordert ein tragfähiges Zukunftsmodell mit professioneller Unternehmensführung, da allein künstlerischer Anspruch ohne kaufmännische Struktur nicht ausreiche.
Jonathan Bailey übernimmt in einer neuen Audible-Hörbuchadaption von Bram Stokers „Dracula" die Titelrolle; das Ensemble umfasst zudem Ella Purnell, Maggie Gyllenhaal und weitere bekannte Schauspieler. Die Produktion erscheint am 1. Oktober 2026.
In seinem Roman „Memories of Heidelberg“ schickt Heinz Strunk ein Ehepaar allabendlich auf ein fragwürdiges Restaurantboot. Darüber spricht man mit dem Autor am besten bei einer Schifffahrt auf dem Neckar.
Paul Gerhardt sind populärste Barocklyriker. Vor 350 Jahren starb er und seine Texte berühren bis heute.
Dana von Suffrin erzählt in „Toxibaby“ nicht nur von einem Beziehungsdrama. Jetzt stellt die Autorin ihren neuen Roman im Literaturhaus München vor.
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat den Nachlass von Friedrich Christian Delius übernommen, nachdem seine Witwe Ursula Bongaerts den zweiten Teil seiner Papiere übergeben hat. Der Nachlass umfasst Gedichte, Theaterstücke, Tagebücher und Korrespondenz.
„Ein Brachenatlas“ von David Bröderbauer
Das Kinderbuch „Züge kommen nicht vom Weg ab“
Der Historiker Raimund Schulz legt eine Monographie über Odysseus vor. Er zeigt den Helden als aristokratischen Beutemacher, der seine Männer durch Gier und Hybris immer wieder in Gefahr bringt.
Anne Goscinny veröffentlicht zum 100. Geburtstag ihres Vaters René Goscinny das Buch «Das Klimpern der Schlüssel», in dem sie in Briefform über den Verlust des «Asterix»-Schöpfers verarbeitet, der 1977 starb, als sie neun Jahre alt war.
J. D. Salingers Roman „The Catcher in the Rye" erschien vor 75 Jahren und hat inzwischen rund 80 Millionen Exemplare verkauft. Salinger schrieb daran während des Zweiten Weltkriegs, geprägt von Kriegstrauma und dem Holocaust, und schuf mit Holden Caulfield den Prototyp des Nachkriegsteenagers.