Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Medienwandel & Kulturjournalismus
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Der WDR stellt sein Frauenmagazin „Frau tv" nach fast 30 Jahren wegen sinkender Quoten ein; die letzte Ausgabe läuft am 19. November. Angebote für weibliche Zielgruppen sollen künftig als neue digitale Formate fortgeführt werden.
Die Jubiläumsfolge der ZDF-Satire „Die Anstalt" erreichte nach endgültiger Quotengewichtung 2,03 Millionen Zuschauer und einen Rekord-Marktanteil von 15,0 Prozent bei 14- bis 49-Jährigen – begünstigt durch die Ausladung von Danger Dan und Igor Levit.
Philip Pratt, seit elf Jahren bei Amazon und zuletzt Leiter Deutsche Originals bei Amazon MGM Studios Germany, verlässt das Unternehmen überraschend. Die Suche nach einem Nachfolger als Head of German Originals hat begonnen.
Eine CORRECTIV-Recherche zeigt, dass KI-Chatbots – besonders ChatGPT – täuschend echte Fake-Nachrichtenbeiträge bekannter Medien wie der Tagesschau erstellen können, während Schutzmechanismen der Anbieter nur unzuverlässig greifen.
Die tägliche Feuilleton-Rundschau bündelt Debatten zu Islamismus und dem CSD-Anschlag, zur Massenmigration nach Ceuta, zur KI-gestützten Buchvernichtung durch Tech-Konzerne sowie zur Umdeutung des Gulag-Museums in Moskau als Ort einer neuen russischen Opfer-Geschichtserzählung.
Das RTL-Format "Undercover Boss" erzielt nach anderthalb Jahrzehnten neue Quotenrekorde, weil es als Gegenerzählung zur Arbeitsmarktkrise funktioniert: Es zeigt Arbeitnehmer wertschätzend statt als Problemfälle, dient teilnehmenden Unternehmen jedoch als kaum erkennbare PR-Maßnahme.
Wim Wenders entfernt eine Nacktszene mit der damals 13-jährigen Nastassja Kinski aus seinem Film „Falsche Bewegung" (1975), nachdem Kinski ihn jahrelang darum gebeten hatte.
Die Deutsche Bahn fordert vom ZDF die Löschung der Dokumentation „Am Puls mit Dunja Hayali" über das Schienennetz und wirft dem Sender bewusstes Verschweigen entlastender Fakten vor. Das ZDF lehnt weitere Änderungen ab.
Netflix sichert sich für 500 Millionen Dollar das gesamte „Walking Dead"-Franchise ab 2027, während NBCUniversal Peacock Premium ab Anfang 2027 im Bundle mit YouTube Premium anbieten wird.
Bechers Juli-Kulturbilanz umfasst ein „Weiße Rose"-Musical in der Kölner Philharmonie, Strawinskys „Sacre" mit dem Gürzenich-Orchester, ein Henze-Porträt auf arte sowie ein Konzert auf der Arp-Schnitger-Orgel in Pellworm und das 40-Jahr-Jubiläum des WDR-3-Klassikforums.
Soziale Medien verdrängen längeres Lesen aus der öffentlichen Kultur: Genutzt werden vor allem Tweets, Posts und Kommentare, was laut dem Autor die Denk- und Streitkultur demokratischer Gesellschaften grundlegend verändert.
Amazon stellt seinen linearen Prime-Video-Sender zum 1. August ein – nach weniger als eineinhalb Jahren. Der Kanal sollte als Schaufenster für das Streaming-Angebot dienen, wird nun aber wegen offenbar geringer Nutzung abgeschaltet.
Eine Schlagersängerin legt eine recht ernüchternde Bilanz vor, wie stark ihre Fernsehauftritte in den vergangenen 14 Jahren zurückgegangen sind.
Eine Schlagersängerin legt eine recht ernüchternde Bilanz vor, wie stark ihre Fernsehauftritte in den vergangenen 14 Jahren zurückgegangen sind.
Die tägliche Bücherschau bündelt Kritiken aus FAZ, FR, SZ, taz, DLF und DLF Kultur, darunter Besprechungen zu Julia Decks Roman „Die Wahrheit über Ann", T.C. Boyles Storys sowie Thomas Grevens Sachbuch über internationale Netzwerke der radikalen Rechten.
ARD und ZDF haben ihre Silvesterprogramme 2026 noch nicht bestätigt; angesichts des Spardrucks wird intern über ein Modell diskutiert, bei dem künftig nur noch ein Sender jährlich eine Live-Silvestershow überträgt.
Empörungswellen auf Social Media entstehen durch polarisierende Schlüsselmomente, die binnen 24 Stunden von Meinungsaccounts, journalistischen Profilen und Nischenkanälen aufgegriffen werden und nach drei bis sieben Tagen wieder abflauen.
ProSiebenSat.1 startet Anfang 2026 den Spartensender Sat.2 für Zuschauerinnen ab 50 – ein Muster, das den wachsenden Bedeutungsverlust einstiger TV-Flaggschiffe zugunsten fokussierter Spartensender widerspiegelt.
Mehrere europäische Medienkonzerne – darunter die Bolloré-Gruppe, Banijay und Mediawan – interessieren sich laut Reuters für eine Übernahme des US-Studios Lionsgate, das aktuell mit rund 3,8 Milliarden Dollar bewertet wird.
Der SWR lagert die Rateshow „Sag die Wahrheit" nach Leipzig und Teile des „Tigerenten-Clubs" nach Köln aus, um Kosten zu sparen und Ressourcen effizienter einzusetzen. Auch der Schwarzwald-„Tatort" wird künftig extern produziert.
Die tägliche Bücherschau bündelt Buchkritiken vom 16. Juli 2026 aus mehreren Medien, darunter Besprechungen zu Heinz Strunk, Margaret Laurence, Christine Koschmieder, Megan Nolan und Björn Kröger.
Das BF/M Bayreuth veranstaltete einen interaktiven Vortrag zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Mittelstand, bei dem Revocit-PR-Leiterin Anja Heidmann und Nordbayerische-Kurier-Redakteur Otto Lapp die Bedeutung strategischer PR aus Unternehmens- und Redaktionsperspektive beleuchteten.
Das ARD-Sommerkino startete mit "Wochenendrebellen" erfolgreich: 2,63 Millionen Zuschauer sahen den Film, bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte Das Erste mit 16,8 Prozent Marktanteil den Primetime-Sieg in dieser Altersgruppe.
RBB-Chefredakteur Georg Heil spricht in einem dpa-Interview über seinen Führungsstil, die neuen Ländermagazine, den KI-Einsatz im Journalismus und die Schlagzeilen rund um seinen Bruder, SPD-Politiker Hubertus Heil.