Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Medienwandel & Kulturjournalismus
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Sophie von der Tann verlässt Ende Juli das ARD-Studio Tel Aviv nach fünf Jahren und kehrt zum BR zurück; ab 1. September übernimmt BR-Journalistin Pia-Marie Steckelbach den Posten. Von der Tanns Amtszeit war von Auszeichnungen, aber auch Kritik an ihrer Gaza-Berichterstattung geprägt.
Der BackstageClassical-Newsletter thematisiert Spannungen zwischen Medien und Kulturschaffenden, darunter die Pressekarten-Debatte, den Strukturwandel im Klassik-Agenturmarkt sowie aktuelle Personalien aus Boston, Leipzig und Graz.
ARD und ZDF präsentieren auf der re:publica 2026 in Berlin eine gemeinsame Media Stage mit über zwanzig Sessions, darunter ein Panel von ZDF-Intendant Himmler und ARD-Vorsitzendem Hager zum Stellenwert öffentlich-rechtlicher Medien im digitalen Wandel.
ARD und ZDF diskutieren auf der re:publica 2026 am Deutschen Diversity-Tag mit Expert*innen über Chancen und Risiken von KI für den öffentlich-rechtlichen Journalismus sowie ethische Standards für gerechte und diversitätssensible KI-Systeme.
Der ARD-Wettbewerb Bremer Fernseh- und Digitalpreis 2026 für exzellenten Regionaljournalismus ist ab 1. Juli 2026 ausgeschrieben; Einsendeschluss ist der 19. August 2026, die Preisverleihung findet am 13. November 2026 in Bremen statt.
Friedrich Küppersbusch, ehemaliges „ZAK"-Gesicht und Gründer der probono Fernsehproduktion, produzierte die erfolgreichste ARD-Doku des Frühjahrs 2025 über 75 Jahre ARD und setzt zugleich verstärkt auf seinen YouTube-Kanal Küppersbusch TV statt auf lineares Fernsehen.
Der Kommentar stellt den Boll-Film „Citizen Vigilante" und den Fall Ben Berndt als Beispiele staatlicher Medienkontrolle gegenüber und argumentiert, dass das Publikum solche Einschränkungen zunehmend ablehnt – analog zum bekannten Streisand-Effekt.
Zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit blicken Historiker und Journalisten kritisch auf strukturelle Schwächen der amerikanischen Demokratie, von rassistischen Ursprüngen bis zu monarchischen Präsidentenbefugnissen, die bereits Gründungsväter wie George Clinton als Gefahr zur Selbstzerstörung erkannten.
Der Deutschlandfunk führt ab 30. November ein neues Sendeschema mit erweiterten Nachrichtenblöcken und dem Format „Im Dialog" ein. Antenne Bayern verschiebt den DAB+-Start seines Senders Chillout Antenne Bayern auf kommenden Dienstag, um die Playlist noch anzupassen.
Wie klingt Baden-Württemberg? Nachdem das Bundesland die Welt jahrelang mit gelben Stickern zugepflastert hat, versucht es nun mit dem Song „The Länd“ in den Gehörgängen klebenzubleiben.
Die Bücherschau bündelt aktuelle Rezensionen zu Werken über ukrainischen Widerstand, Odysseus als Boomer-Kolonisator, Monika Marons Tagebücher und Elisabeth Schwarzhaupts Rolle als erste Gesundheitsministerin Deutschlands.
Die El Cartel Brothers-Geschäftsführer Claudia Ziemer und Stephan Karrer ziehen nach acht Monaten eine positive Bilanz des Joint Ventures aus RTLzwei und WBD und kündigen beim Screenforce Festival ein neues Vermarktungskonzept an, das stärker auf digitale Logik und Genres setzt.
Matthias Helwig betreibt seit 40 Jahren das Breitwand Programmkino im Fünf-Seen-Land und sieht Kino trotz Streaming und Mainstreamisierung als dauerhaft lebensfähig, solange Betreiber aktiv ihr Publikum ansprechen und Premiumqualität bieten.
Die Weydemann Bros. gründen mit "Directors Collection" ein AVoD- und FAST-Streaming-Angebot für Arthouse- und Independentfilme, kuratiert von Ex-Paramount-Manager Steffen Kottkamp, das ab Herbst mit mehreren hundert Titeln auf YouTube starten soll.
Der Artikel listet 18 empfehlenswerte Alben, die trotz großer Bibliothek bei Spotify fehlen, darunter Werke von Kraftwerk, Frank Ocean und Joanna Newsom – oft wegen ungeklärter Samples oder fehlender Label-Einigungen.
Der Spiegel und Zeit Online haben kostenpflichtige Suchtools zur durchsuchbaren NSDAP-Mitgliederkartei eingeführt, die jedoch fehlerhafte Ergebnisse liefern – der Autor kommentiert das Phänomen kritisch-ironisch als lukratives Mediengeschäft.
Der Artikel wirft Berliner-Zeitung-Verleger Holger Friedrich vor, jüdische Gemeinschaften und Holocaust-Erinnerung gezielt für prorussische und autoritätsfreundliche Propaganda zu instrumentalisieren, während seine Redaktionen KI-generierten Journalismus ohne Kennzeichnung fördern.
Der Schritt hat weitreichende Folgen für die Medien.
Der MDR beendet zum 12. Oktober 2026 die DAB+-Verbreitung von MDR Klassik und überträgt die Frequenz an BR Klassik; Klassikinhalte werden künftig verstärkt über digitale Plattformen wie ARD Sounds und Podcasts zugänglich gemacht.
Die Kolumne hinterfragt am Beispiel des viral gehenden Songs „Gut genug" von KitschKrieg, Shirin David und Blumengarten, wie viel Entscheidungsfreiheit Konsumenten bei der Kulturrezeption wirklich haben und ob Shitstorms gegen Beteiligte gezielt gesteuert werden.
Prime Video erreicht mit deutschen Originals ein gespaltenes Ergebnis: Serien wie „Maxton Hall" und das Format „LOL" erzielen Spitzenreichweiten, während andere Produktionen wie die „Yes or No Games" in AGF-Rankings völlig unsichtbar bleiben.
Der CBK-Hype nach Ryan Murphys Serie „Love Story" treibt absurde Konsumreaktionen an – von ausverkauften Haarreife bis zu 5.000-Dollar-Parfüms – und illustriert laut Julia Friese, wie Reizüberflutung Menschen zu unreflektierten Konsummaschinen macht.
Der ORF-Stiftungsrat wählt APA-Chef Clemens Pig zum neuen Generaldirektor, die ARD veröffentlicht ein Strategiepapier bis 2030, und YouTube überholt Netflix bei der täglichen Nutzungszeit – besonders auf dem Fernseher.
Jan Müller beschreibt in seiner Kolumne, wie die Hi-Fi-Kultur vergangener Jahrzehnte durch MP3, Streaming und Boomboxes verdrängt wurde und das gesellschaftliche Bedürfnis nach hochwertigem Klang verloren ging.