Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Musik
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Ein Berliner Gassenhauer von 1899, der Finsterwalde als Provinzspott nutzte, wurde von der Stadt zur eigenen Hymne umgedeutet und begründete eine Gesangstradition, die heute als Unesco-immaterielles Kulturerbe anerkannt ist.
Nino de Angelo veröffentlicht das Album "Vivi la Vita" mit italienischen Klassikern und geht auf Open-Air-Tour; die geplante Hochzeit mit Lebensgefährtin Simone Lux verschiebt sich erneut zugunsten weiterer Musikprojekte.
Taylor Swift wurde als jüngste Frau in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen und zitierte in ihrer Dankesrede die „Yellowstone"-Figur John Dutton, um junge Songwriter zur Stärke gegenüber Kritik zu ermutigen.
Olivia Rodrigo berichtet, sie habe vor ihrem Headliner-Auftritt beim Glastonbury 2025 fast eine Panikattacke erlitten, das Wochenende aber als bestes ihres Lebens erlebt – unter anderem dank eines gemeinsamen Auftritts mit Robert Smith von The Cure.
Das Renaissance-Ensemble Capella de la Torre beleuchtet am 28. Juni in der Villa Elisabeth Berlin mit Musik aus Ungarn und Europa das Leben von Erzsébet Báthory-Nádasdy – zwischen historischer Grausamkeit und politischer Verschwörung.
Emily Armstrong, seit September 2024 neue Frontfrau von Linkin Park, identifiziert sich als queer und war laut Medienberichten 2016 mit Model Kate Harrison liiert; derzeit gilt sie als Single.
Oxana Omelchuks Kammeroper „Laterna Magica" wurde in Bonn uraufgeführt und verbindet ein historisches Projektionsgerät als Bühnenzentrum mit mystischen Klangwelten, bleibt jedoch szenisch zu abstrakt und erreicht nicht die Dichte früherer Produktionen der Reihe.
Carly Simon veröffentlicht am 14. August mit „Comes in Waves" ihr erstes Studioalbum seit fast 20 Jahren; die Leadsingle „Howl" behandelt Verrat und Vergebung nach einer gescheiterten Beziehung.
Linkin Park absolvierten mit neuer Frontfrau Emily Armstrong ihr erstes von zwei Konzerten in der Münchner Allianz Arena und überzeugten mit energiegeladener Show und Klassikern wie „Numb". Viele Fans vermissten jedoch eine Würdigung des 2017 verstorbenen Sängers Chester Bennington.
Der NDR-Dokumentarfilm „maffay!" begleitet Peter Maffay exklusiv auf seiner „We Love Rock 'n' Roll Farewell-Tour" 2024 und zeigt neben Bühnenaufnahmen persönliche Einblicke in sein Leben, darunter Aussagen zu Alkohol und familiären Beziehungen.
Die vierteilige NDR-Dokuserie „Hiphop – Made in Germany" zeichnet die Entwicklung des Deutschrap von den 80ern bis heute nach und beleuchtet, wie die Musikrichtung gesellschaftliche Themen wie Rassismus, Sexismus und politische Ereignisse reflektiert.
Der sechsteilige NDR-Podcast von Host Ocke Bandixen erzählt, wie die Beatles zwischen 1960 und 1963 auf den Bühnen der Hamburger Reeperbahn zu einer weltberühmten Band wurden.
Die ARD-Podcast-Reihe ARD Ikonen widmet ihre vierte Staffel den Sportfreunden Stiller: Peter, Flo und Rüde erzählen in sechs Folgen ihre Bandgeschichte von den Münchner Anfängen über den WM-Hit „54, 74, 90, 2006" bis zur Reunion nach einer Bandpause.
Die Sportfreunde Stiller feiern ihr 30-jähriges Bestehen mit dem neuen Album „Happy Birthday!", einer Dokumentation im Ersten und einer Jubiläumstournee. Sänger Peter Brugger empfindet das Älterwerden als befreiend, da der Vergleich mit jüngeren Künstlern für ihn keine Rolle mehr spielt.
Gidon Carmel verarbeitet auf dem Album JOKA gemeinsam mit Kyle Morton die Geschichte seiner Großmutter, die Auschwitz überlebt hat, zu Folk-Rock-Songs – gestützt auf Briefe, ihre Biografie und Dokumente aus dem Familiennachlass.
Das zweite Album BINGO! der kanadischen Dancepunk-Band La Sécurité vereint Riot-Grrrl-Energie mit postpunktypischer Präzision und zweisprachigen Texten auf Englisch und Französisch.
Die Sportfreunde Stiller feiern ihr 30-jähriges Bestehen mit dem Album HAPPY BIRTHDAY, das laut Rezension stilistisch stagniert und trotz vereinzelter Stärken an fehlendem Qualitätsbewusstsein und klischeehaften Texten scheitert.
Das Trio Yelka veröffentlicht mit JEANS ein drittes Album, das Jazz, Pop und Postpunk verbindet und mit einer Steely-Dan-Coverversion eröffnet, ergänzt durch Gastmusiker wie Daniel Nentwig von The Whitest Boy Alive.
Schauspieler Jason Momoa finanzierte das vierte Album NEW SELF der Punk-Rock-Band The Bobby Lees aus Woodstock, die trotz Kritikerlob in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Das acht Songs und 20 Minuten kurze Album vereint wütende Energie zwischen Rage Against The Machine und Beastie Boys.
Notwist-Bassist Micha Acher arrangiert auf seinem Solodebüt HENRY AND THE GHOSTS SONGBOOK Stücke von The Notwist, Tied & Tickled Trio und Ms. John Soda für ein kleines Kammerensemble mit Bassklarinette, Piano, Fagott und Banjo neu.
Die Crucchi Gang um Francesco Wilking verwandelt auf OMBRELLONI & GRU deutsche Popklassiker und David Bowies „Space Oddity" in Italo-Popsongs, mit Gästen wie Paula Carolina, Fettes Brot, Sven Regener und Clavdio.
Jon Spencer veröffentlicht mit SONGS OF PERSONAL LOSS AND PROTEST ein stilistisch konservatives Garagenrock-Album, das ihn von Iggy Pop bis zu den Cramps referenzierend, unterstützt durch die Rhythmusgruppe von The Bobby Lees, energiegeladen bei sich selbst zeigt.
Tujiko Noriko widmet ihr Album PON ihrer verstorbenen tauben Katze und verbindet auf über 14 Stücken Dream Pop mit komplexer Elektronik, geprägt von Melancholie und einer zurückgenommenen Gesangsstimme.
Horse Lords verbinden auf ihrem Album DEMAND TO BE TAKEN TO HEAVEN ALIVE! Auto-Tune-Chorgesang, Sacred-Harp-Elemente und Math-Rock zu komplexer Experimental-Rock-Musik, die zwischen Berlin und Baltimore entstand.