Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Sparten & Kunstformen
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Beim splash! Festival 2026 in Ferropolis entwickeln fünf ausgewählte Newcomer im Rahmen eines Writing Camps gemeinsam mit Rap-Artist JokA eigene Songs, nehmen diese auf und performen sie live. Bewerbungen sind bis 15. Juni über Instagram möglich.
Die ARD-Reportage „ttt reportage: Spicy Stories" beleuchtet den Boom der New-Adult- und Dark-Romance-Literatur, deren Umsatz zuletzt um 200 Prozent wuchs und die besonders bei jungen Leserinnen über BookTok populär ist.
Die deutsche Medienbranche steht dem Vertical-Drama-Trend zwischen persönlicher Begeisterung und geschäftlichem Zögern gegenüber, da eine lokale Plattform-Infrastruktur fehlt. Constantin Entertainment und Banijay produzieren erste Formate, während geplante europäische Plattformen noch Investoren suchen.
Die Magenta-TV-Dokumentation „Hearts Full of Metal" begleitet die Wacken-Open-Air-Gründer Thomas Jensen und Holger Hübner durch 36 Festivaljahre und liefert unterhaltsamen, aber unkritischen Fan-Service ohne journalistische Distanz.
Das ausverkaufte Musikfestival Rock im Park startet in Nürnberg mit rund 70 Bands und täglich 80.000 Besuchern; Headliner sind Linkin Park, Iron Maiden und Volbeat, jedoch trübt eine durchwachsene Wettervorhersage mit Regen und Gewittern die Stimmung.
Das Bayerische Junior Ballett München zeigt drei Choreografien von Jorma Elo, Jiří Kylián und Marco Goecke und überzeugt dabei trotz hoher technischer Anforderungen, wobei Goeckes „Devil's Kitchen" im Vergleich zur Uraufführung an Intensität verloren hat.
Das Musikfestival Rock im Park startet in Nürnberg mit rund 70 Bands, darunter Linkin Park, Iron Maiden und Volbeat, vor täglich etwa 80.000 Besuchern – die Wettervorhersage kündigt jedoch Regen und Gewitter an.
Lizzo verarbeitet auf ihrem neuen Album BITCH die Kontroversen rund um die Vorwürfe ihrer ehemaligen Mitarbeitenden aus dem Jahr 2023 mit bitterem Ton, ohne dabei ihre Qualitäten als Songwriterin zu verlieren.
Modest Mouse veröffentlichen mit „An Eraser and a Maze" ein abgeklärtes, vielschichtiges Album, das Isaac Brock als einziges verbliebenes Gründungsmitglied prägt und zwischen tanzbar-unruhigen Momenten und nachdenklichen Shanty-Klängen pendelt.
Of Montreals neues Album AETHERMEAD verbindet Fuzz-Gitarren und eingängige Harmonien zu einem retroorientierten Psychedelic-Pop, der an Sixties-Ikonen wie The Zombies oder Syd Barrett erinnert.
Vince Staples richtet seinen Blick auf CRY BABY nach außen und diagnostiziert mit klarem Rap und fiebrigen, rockigen Beats die inneren Spannungen der US-amerikanischen Gesellschaft.
Klez.e veröffentlichen mit EINMAL MEHR MIT DIR GEGEN DIE FURCHT ihr sechstes Album, auf dem die Berliner Band ihren düsteren Gothic-Rock-Ansatz konsequent weiterführt und laut Rezension wahrhaftiges Pathos als Gegenentwurf zur Banalität des Bösen setzt.
Zoh Amba veröffentlicht mit EYES FULL ein Songwriting-Debüt, das den Jazz hinter sich lässt und in 13 Blues-Folk-Songs Lebensrealitäten aus dem ländlichen Tennessee aus der Distanz beleuchtet.
Laura Misch hat mit LITHIC ein konzeptionelles Jazztronica-Album veröffentlicht, das in Steinbrüchen, Höhlen und an Klippen entstand und Steine, Granit und Schiefer als rhythmische und klangliche Grundlage nutzt.
Der neuseeländische Rapper Who Shot Scott verarbeitet auf seinem Debütalbum HAIRY rassistische Schulerfahrungen, punktet dabei weniger durch lyrische Originalität als durch einen verspielten Pop-Rap-Sound mit humorvollen Vocals.
Beatrice Masters alias Beatrice M. veröffentlicht mit SINKING ein Debütalbum, das Techno und House mit rhythmisch komplexen Patterns, wattigen Chords und unerwarteten Elementen verbindet und dabei über klassische Clubmusik-Formeln hinausgeht.
Wallis Bird verarbeitet auf ihrem ersten selbst produzierten Album I CAN SEE YOUR HOUSE FROM HERE den Tod ihres Freundes Kevin Ryan sowie gesellschaftliche Krisen in bodenständigem Akustik-Folk-Pop, wobei die persönlichen Trauer-Songs stärker überzeugen als die gesellschaftskritischen Stücke.
Die Hamburger Indie-Supergroup Agassi – bestehend aus Ex-Fußballprofi Ben Galliers, Wir-Sind-Helden-Bassist Mark Tavassol und Sängerin Nina Müller – veröffentlicht mit ARCADE MELODIES ihr Debütalbum, das Postpunk, Postbritpop und Sprechgesang verbindet.
Sparklemamis Debütalbum IN THIS BODY verbindet Latin-Jazz, Soul, Funk und HipHop zu einer stimmungsvollen Suite über Beziehungen und Identität – kritisiert wird einzig die kurze Spielzeit von rund 25 Minuten.
Bedouine (Azniv Korkejian) verarbeitet auf NEON SUMMER SKIN die Fluchtgeschichte ihrer Familie durch Armenien, Syrien und Saudi-Arabien in warmen, ruhigen Songs über Verlust, Entwurzelung und Neuanfang.
Evanescence veröffentlichen mit SANCTUARY ihr sechstes Album, das ihrem typischen Mix aus Pop-Metal, elektronischen Elementen und Amy Lees Opernstimme treu bleibt und von der politischen Lage in den USA inspiriert ist.
Deer Ticks neuntes Album COIN-O-MATIC widmet sich der Geschichte ihres Heimatstaates Rhode Island – von Einwanderer-Dynastien bis zur Mafia – und vereint dabei eklektisch College-Rock, Classic-Rock, Soul und Doo Wop.
Fatoumata Diawaras neues Album MASSA setzt den auf LONDON KO eingeschlagenen Weg fort: Die Produktion unter Matthieu Chedid klingt geschmeidig, wirkt aber musikalisch beliebig, während Diawaras Texte weiterhin Themen wie Migration und Frauenrechte aufgreifen.
Rock am Ring (Nürburgring) und Rock im Park (Nürnberg) finden vom 5. bis 7. Juni 2026 statt; beide Festivals sind ausverkauft. Headliner sind u.a. Linkin Park, Iron Maiden und Limp Bizkit, MagentaTV überträgt Rock am Ring kostenlos im Livestream.