Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Sparten & Kunstformen
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Rob Reiner verkörperte posthum George Washington in Larry Davids HBO-Show „Life, Larry, and the Pursuit of Unhappiness" und nutzte die Rolle für Seitenhiebe gegen Donald Trump. Reiner war im Dezember 2025 ums Leben gekommen; die Folge wurde am 3. Juli ausgestrahlt.
Der Bezirk Mittelfranken hat beim „Tag der Franken" in Treuchtlingen eine neue siebte Strophe des Frankenlieds vorgestellt, die Mittelfranken besingt – bisher kamen in der Hymne nur Unter- und Oberfranken vor.
Das Filmfest München verzeichnete rund 95.000 Besucher und vergab Preise an Filme wie „Strange River" und „Lieblingsmenschen". David Duchovny erhielt den CineMerit Award und nutzte seine Dankesrede für einen Seitenhieb gegen Donald Trump.
Ganz auf Augenhöhe mit der bildenden Kunst wirkt das Bilderbuch „Mit dem Sturm um die Wette rennen“, das Sydney Smith illustriert hat. Ein Glück, wenn Kinder so sehen lernen.
Christoph Ottos Debütfilm „Die Ballade von Mittwoch auf Donnerstag" begleitet in einer einzigen Nacht verschiedene Gespräche an Kölner Kneipen und Bars und wurde beim 43. FILMFEST MÜNCHEN 2026 mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino ausgezeichnet.
Erstmals bringen die Bregenzer Festspiele „La Traviata“ auf die Seebühne. Zum Jubiläum hat man sich eine besondere Publikumsbeteiligung ausgedacht.
Oasis veröffentlichen den ersten Teaser zur Dokumentation „Don't Look Back in Anger" über ihr Comeback, produziert von Steven Knight. Der Film kommt im September in die Kinos und danach auf Disney+ und Hulu.
Nina Chuba begeistert mit drei ausverkauften Konzerten in der Münchner Olympiahalle und zeigt sich dabei als selbstbewusste Bühnenpersönlichkeit, die mit einer professionellen Show und nahbarer Wirkung den Zeitgeist der Generationen Z und Alpha trifft.
Nikolaus Habjans Inszenierung von Gottfried von Einems Oper „Besuch der alten Dame" nach Dürrenmatt feiert am Gärtnerplatztheater München eine begeistert aufgenommene Premiere, mit Ludwig Mittelhammer und Sophie Rennert in den Hauptrollen.
LaBrassBanda begeistert beim Tollwood Festival München mit einem fast dreistündigen Konzert aus Polka, Brass und Pop – barfuß und in Lederhosen bringt die achtköpfige Band die ausverkaufte Musikarena zum Tanzen.
Im Jüdischen Museum München zeigt die Ausstellung „Yallah. Arabisch-Jüdische Berührungen" Erinnerungsfragmente jüdischer Flüchtlinge aus arabischen Ländern; begleitend stellt die Künstlerin und Schriftstellerin Mona Yahia ihren neuen Roman über eine entwurzelte jüdisch-arabische Familie vor.
Am Münchner Volkstheater inszeniert Adrian Figueroa Maria Lazars Exil-Drama „Der blinde Passagier" über einen jüdischen Flüchtling an Bord eines dänischen Schiffs im Jahr 1938 – ein klaustrophobischer Thriller über Mitverantwortung angesichts von Unrecht.
Brian Wilson, Songwriter der Beach Boys, verfasste sowohl euphorische Hymnen auf die kalifornische Lebensfreude als auch düstere Meditationen und revolutionierte 1966 mit „Pet Sounds" die Studioproduktion, was die Beatles zu „Sgt. Pepper's" inspirierte.
Stefan Pucher inszeniert Schillers „Die Räuber" am Schauspiel Stuttgart mit patriarchatskritischen Zusatztexten von Thomas Melle, wobei Amalia zur zentralen Gegenspielerin männlicher Gewalt wird – das Ensemble überzeugt, doch die dystopische Inszenierung bleibt zeitlich unverortbar.
Beyoncé veröffentlichte am 4. Juli den Song „Morning Dew (Donk)" als Teil der 20th-Anniversary-Edition ihres Albums „B'Day" – ihre erste neue Musik seit zwei Jahren, geschrieben gemeinsam mit Pharrell Williams, The-Dream und Darius Dixon.
Das Jugendkulturzentrum Cosmos und das Landestheater Coburg haben gemeinsam das Kulturfestival Composit 2.0 ins Leben gerufen, um verschiedene Teile der Stadtgesellschaft miteinander zu verbinden.
Das Liedermacherfestival „Lieder auf Banz – ein Abend unter Freunden" zog am ersten Juli-Wochenende zahlreiche Besucher auf die Klosterwiese in Banz, wo sie bei guter Musik einen lauen Sommerabend genossen.
Alexandre Koberidzes minimalistischer Film „Dry Leaf" folgt einem Lehrer und dem Freund seiner Tochter auf einem Roadtrip durch das ländliche Georgien, gedreht mit einer veralteten Digitalkamera, die bewusst verschwommene Bilder erzeugt.
Die Bücherschau vom 4. Juli 2026 bündelt Rezensionen aus mehreren Medien, darunter hymnische FAZ-Kritiken zu Angelika Meiers „Feierabend eines Fauns" und August Kotzschs fotografischem Werk sowie Besprechungen zu Navid Kermani, Szczepan Twardoch und Sigrid Damm.
Markus Gollers Spielfilm „23 000 Leben" über die Seenotrettungsorganisation „Jugend Rettet" ist trotz starker Besetzung mit Corinna Harfouch, Ulrich Matthes und Franka Potente ein gefühliges Agitprop-Stück, das eine gesellschaftspolitisch bedeutsame Geschichte auf persönliche Bewährungsproben reduziert.
Philipp Preuss inszeniert am Theater an der Ruhr die Uraufführung von Thomas Köcks „Circus Oresteia", das den antiken Atridenmythos mit moderner Zivilisationskritik und Umweltzerstörung verknüpft – trotz zähem Beginn endet das Stück mit einem starken lyrischen Finale.
Amanda Lasker-Berlins Überschreibung von Aristophanes' „Lysistrata" feiert Uraufführung bei den 75. Bad Hersfelder Festspielen unter der Regie von Marlene Anna Schäfer und entfaltet ihre Stärke vor allem in den stillen, ernsthaften Momenten über Krieg und Frieden.
The Cure beendeten ihr Konzert in Gdynia, Polen, wegen einer überfluteten Bühne vorzeitig nach 26 Songs, wobei Robert Smith die Situation mit einem scherzhaften Kommentar über drohende Stromschläge kommentierte.
„Akte X"-Star David Duchovny erhält beim Filmfest München den CineMerit Award und hält in seiner Dankesrede eine Gegenrede zu Donald Trumps Gewinner-Mythos, indem er gemeinsames Verlieren als verbindendes Menschheitserlebnis bezeichnet.