Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Sparten & Kunstformen
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Die Oper Bielefeld zeigt Leonard Bernsteins „Candide" in einer Inszenierung von Wolfgang Nägele, die mit starkem Ensemble und mitreißender Musik überzeugt, durch einen distanzierenden „postdramatischen" Ansatz jedoch Spannung und emotionale Wirkung im zweiten Teil einbüßt.
Travestiekünstler Chris Kolonko bespielt drei Wochen lang das Münchner Hofspielhaus mit seiner improvisierten Show „Summer Nights", bei der er spontan auf das Publikum reagiert und betont, Travestie als eigenständige Kunstform ohne ideologische Einordnung zu verstehen.
Amazons Neuverfilmung "Masters of the Universe" mit Nicholas Galitzine als He-Man überzeugt mit farbenfroher Optik, einem spielfreudigen Ensemble und ausgewogener Action-Humor-Balance, bleibt erzählerisch jedoch konventionell.
Vor dem zweiten Linkin-Park-Konzert im Hamburger Volksparkstadion am 3. Juni feuerte ein Polizist einen Warnschuss, nachdem ein 36-jähriger Autofahrer eine Absperrung umfuhr und den Beamten gefährdete. Der Fahrer wurde festgenommen, ein Terrorverdacht ausgeschlossen.
Linkin Park eröffnen zum Münchner Konzert in der Allianz Arena am 11. und 12. Juni einen Pop-up-Store mit dem FC Bayern München in der Arnulfstraße 195, wo vom 10. bis 13. Juni eine limitierte Kollektion erhältlich ist.
Hella von Sinnen startet am 5. Juni ihren Podcast „Gestatten, von Sinnen!", produziert von Stefan Raabs Studio Re*Play. Ein Gastauftritt Raabs gilt als unwahrscheinlich, von seinen Kontakten profitiert sie jedoch bei der Gästeliste.
The Cure treten beim Primavera Sound 2026 in Barcelona erstmals ohne den im Dezember 2025 verstorbenen Keyboarder Perry Bamonte auf und beginnen damit ihre umfangreichste Open-Air-Saison.
Paul McCartneys neues Album „The Boys of Dungeon Lane" erscheint im Alter von 84 Jahren und verbindet Melancholie, Selbstzitate und Rückschau auf sein Leben mit dem Willen zu neuen musikalischen Perspektiven.
Violet Grohl, Tochter von Foo-Fighters-Frontmann Dave Grohl, gab ihr TV-Debüt in der „Tonight Show" und performte den Song „Bug in the Cake" aus ihrem Debütalbum „Be Sweet to Me", das am 29. Mai erschienen ist.
Michael Jacksons Song "Chicago" erreicht Platz 30 der Billboard Hot 100 und macht ihn zum ersten Künstler mit Chart-Neueinstiegen in sechs verschiedenen Jahrzehnten, angetrieben durch Streams auf TikTok und das Biopic "Michael".
Sechs der neun Künstler der von Trump unterstützten Great American State Fair Concert Series haben abgesagt; Flo Rida schweigt zu seinem geplanten Auftritt – sein eigener KI-Chatbot FloGPT bestätigt die Teilnahme nicht.
Die 33. Stelzenfestspiele bei Reuth (26.–28. Juni) präsentieren eine KI-gestützte Echtzeit-Kommunikation mit Kuh Käthe sowie eine Neuauflage der „Landmaschinensinfonie" mit Gülle-Orgel und einer Rekordversion von Ravels „Bolero".
Billy Gibbons würdigt Muddy Waters als prägenden Bluesmusiker, der mit einfachsten Mitteln – gestohlenen Taxifunkmikrofonen, übersteuerter Gitarre – einen Klang schuf, der Generationen von Musikern beeinflusste und noch heute nachwirkt.
Das Coffee-Table-Book „Das Star Wars Archiv. 1999–2005" von Paul Duncan zeigt anhand von Concept Art, Storyboards und Behind-the-Scenes-Fotos, dass die visuell-kreative Vorarbeit der Prequel-Trilogie trotz umstrittener CGI-Umsetzung aufwändig und liebevoll war.
Steven Spielbergs „Schindlers Liste" (1993) schildert den Holocaust mit filmischen Mitteln zwischen Härte und Feingefühl und bleibt 27 Jahre nach seinem Erscheinen wirkungsstark – mit Liam Neeson als Industriellem Oskar Schindler in der Hauptrolle.
Der unveröffentlichte Abba-Song „Just Like That" aus den frühen 1980ern fehlt auf dem Comeback-Album „Voyage", weil das Duo Gemini ihn bereits 1985 neu eingesungen und veröffentlicht hatte.
Das Impulse Festival 2026 eröffnet im Düsseldorfer FFT mit zwei Produktionen über fremdbestimmte Körper: Magda Szpechts „She Stands in the Middle of the Battlefield" verarbeitet weibliche Kriegserfahrungen in der Ukraine, Sheena McGrandles' „Toil" begreift Tanz als körperliche Arbeit.
Steven Spielbergs Kriegsfilm „Der Soldat James Ryan" (1998) gilt bis heute als einer der meistdiskutierten Filme des Genres, der mit innovativer Kameratechnik und erschütternden Kampfszenen Veteranen traumatisierte, jedoch bei den Oscars den Preis für den besten Film an „Shakespeare in Love" verlor.
Kate Bush startete 1979 mit „The Tour Of Life" ihre erste und lange einzige Tournee, auf der sie 24 Konzerte in Europa spielte und dabei neben Musik auch Theater, Pantomime und Kostümwechsel präsentierte.
Die 10. Berlin Design Week vereinte unter dem Motto „Design real" Teilnehmende aus 20 Ländern an 90 Standorten stadtübergreifend. Festivalzentrum war die Macherei in Kreuzberg mit Ausstellungen, Talks und einem Design-Markt.
Die Stelzenfestspiele bei Reuth präsentieren zur 33. Ausgabe (26.–28. Juni) eine KI-gestützte Echtzeit-Kommunikation mit Kuh Käthe sowie eine Neuauflage der „Landmaschinensinfonie" mit Gülle-Orgel und dem bisher größten „Bolero" des Festivals.
PETA fordert ein Verbot von Ponykarussells auf dem Ingolstädter Pfingstvolksfest und wendet sich per Brief an Oberbürgermeister Kern, da das stundenlange Kreisengehen die Tiere psychisch belaste. München hat Ponykarussells auf Volksfesten bereits verboten.
Zum 25. Todestag erinnert ein Beitrag an Hollywood-Schauspieler Anthony Quinn, der ab Ende der 1930er-Jahre mit Rollen wie Alexis Sorbas, Quasimodo und dem Papst Filmgeschichte schrieb.
Rock im Park startet ab Freitag mit täglich 80.000 Besuchern auf einem 200-Hektar-Gelände in Nürnberg; das Festival ist ausverkauft. Wochenendtickets kosten rund 300 Euro, hinzu kommen gestiegene Kosten für Anreise und Verpflegung.