Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Sparten & Kunstformen
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Netflix ergänzt seine Mediathek im Juni 2026 unter anderem mit dem Goldene-Palme-Gewinner „Anatomie eines Falls" und dem Anime-Film „Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim".
Metallica verzichten seit dem Start ihrer M72 World Tour 2023 vollständig auf Zugaben. Das Konzept des „No Repeat Weekend" mit zwei unterschiedlichen Setlists pro Stadt macht die klassische Encore-Dramaturgie überflüssig.
Netflix ergänzt sein Angebot im Juni 2026 unter anderem um das Cannes-prämierte Gerichtsdrama „Anatomie eines Falls" mit Sandra Hüller sowie den Anime-Film „Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim".
Lawrence Schillers Bildband „Marilyn & Me" dokumentiert die berühmten Poolfotos von Marilyn Monroe vom Sommer 1962, wenige Wochen vor ihrem Tod am Set von „Something's Got to Give", und verbindet historisches Bildmaterial mit Mythosentstehung.
Gerald Huber stellt im Juni-Plattenspiegel neue Alben vor, darunter Kevin Morbys persönlichstes Werk „Little Wide Open" als Platte des Monats sowie Neuveröffentlichungen von Foo Fighters, Broken Social Scene, Paul Holland, The Milk Carton Kids, WEB WEB und Dobré.
Mathias Götz veröffentlicht als Le Millipede das Album „Radical Hope", das Nachhaltigkeit, ökologische Verantwortung und Zukunftsfähigkeit als musikalische Denkbewegung umsetzt und dabei Denkern wie Schumacher, Lovelock und Spinoza gewidmete Instrumentalstücke vereint.
Paul McCartney knüpft auf seinem neuen Album „The Boys of Dungeon Lane" mit dem Song „Momma Gets By" an sein lebenslanges Motiv der stillen, kämpfenden Frau an – eine Figur, die er seit „Eleanor Rigby" (1966) immer wieder beschwört.
Die Enttäuschung über das Finale von „Game of Thrones" erklärt die psychologische „Peak-end rule": Weil die Serie auf Überwältigung statt Versöhnung setzte, überschrieb das schwache Ende die positiven Erinnerungen an Höhepunkte der Serie.
Das Dokudrama von Martin Weinhart (2024) beleuchtet Robert Lembke (1913–1989) als BR-Fernsehmanager und „Was bin ich?"-Moderator und thematisiert zugleich sein Schweigen über Verfolgungserlebnisse als Sohn eines jüdischstämmigen Vaters in der NS-Zeit.
Schauspieler Christian Berkel hielt in Zürich eine Laudatio auf die Dramatikerin Yasmina Reza, in der er ihre präzise Figurenzeichnung, musikalischen Dialoge und die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit und menschlichem Scheitern als Kernthemen ihres Werks herausarbeitet.
Das Staatstheater Cottbus zeigt „Ruf der Wildnis / Stimme des Kapitals", eine Bühnenfassung von Soeren Voima nach Jack London, inszeniert von Saskia Kaufmann und Raban Witt – eine kapitalismuskritische Bearbeitung, die vor schwach besetztem Haus wenig überzeugt.