Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Tanz
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Die cie. toula limnaios zeigt im Rahmen ihres Jubiläumsprogramms eine Wiederaufnahme des frühen Stücks „le temps d'après" mit den Tänzerinnen Amandine Lamouroux und Francesca Bedin, das beim Publikum großen Anklang findet.
Gauthier Dance zeigt mit „Luck/Unluck" einen Tanz-Doppelabend, choreografiert von Aszure Barton und Hofesh Shechter, der Glück und Unglück in kraftvollen Szenen gegenüberstellt – bis 18. Oktober in Stuttgart.
Choreograf Nikolaus Adler verbindet in „Pale Blue" 100 tänzerische Artefakte, erarbeitet von fünf Tänzer:innen, zu einem 70-minütigen Stück, das ausgehend von den Golden Records der Voyager-Sonde die Frage stellt, was es wert ist, bewahrt zu werden.
Choreograf Wim Vandekeybus inszeniert mit Opera Ballet Vlaanderen im Brügger Concertgebouw eine „Carmen", in der er Tänzer und Chor organisch verflechtet und Bizets Oper psychologisch als Befreiung des Bösen deutet.
Alessandra Ferri beendete ihre erste Spielzeit als Direktorin des Wiener Staatsballetts mit einer Frederick-Ashton-Gala, die ihr persönliches tänzerisches Erbe widerspiegelt, jedoch Lücken bei zeitgenössischer Choreografie und in der Dramaturgie-Besetzung offenbart.
Die Tänzerin und Choreografin Erica D'Amico begegnet in „Eclissi 143" ihrem seit zwölf Jahren blinden Vater Giacomo auf der Bühne des schwere reiter neu; das Stück berührt das Publikum emotional, bleibt tänzerisch jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Das internationale Tanz-, Musiktheater- und Performance-Festival Think Big! findet vom 9. bis 19. Juli in München statt und präsentiert in seiner elften Ausgabe Mitmach-Formate zu gesellschaftlichen Themen an mehreren Spielorten.
Die Tanzsparten an deutschen Theatern sind sehr international und divers. Sollte die AfD die Wahl in Sachsen-Anhalt gewinnen, könnte das Folgen für die Szene haben.
Die Tanzwerkstatt Europa findet vom 4. bis 14. August in München statt und bietet Workshops sowie Performances für Tanzprofis und Amateure; zur Eröffnung zeigt die belgische Kompagnie Rosas Anne Teresa De Keersmaekers „Rosas danst Rosas".
Zum 30-jährigen Jubiläum der Compagnie Toula Limnaios tanzen Alessio Scandale und Leonardo d'Aquino das Stück „Isson" erneut – ein 2003 uraufgeführtes und 2016 umbesetztes Werk, das beim Publikum begeisterten Applaus auslöst.
Boris Charmatz' Tanzstück „10000 Gesten" mit 16 Tänzerinnen und Tänzern, in dem sich keine Bewegung wiederholen darf, war beim Festival „Mannheimer Sommer" zu erleben und löste dort echte Festivalstimmung aus.
Gauthier Dance präsentiert zwei Uraufführungen im Stuttgarter Theaterhaus: Hofesh Shechter choreografiert „Unluck" über das Unglück als Gemeinschaftserfahrung, Aszure Barton „Luck" über die Ambivalenz des Glücks – beide verbunden durch starke Ensembleleistung.
Pina Bauschs „Sweet Mambo" von 2008 wird mit dem gealterten Originalensemble neu aufgeführt, wobei das zentrale Motiv des Vergessen-Werdens durch die über 60-jährigen Tänzer*innen eine neue, tiefere Dimension gewinnt.
Rodolpho Leoni verabschiedet sich nach 18 Jahren als künstlerischer Leiter des Folkwang Tanzstudios mit der Uraufführung „IT's OK" im Pina Bausch Theater, bleibt jedoch Professor an der Folkwang Universität der Künste.
Beim Nachwuchschoreografie-Festival PTAH VI des Aalto-Balletts Essen präsentierten acht Choreograf*innen Arbeiten zu Themen wie häusliche Gewalt, Krieg, Identität und Miteinander – von neoklassisch bis humorvoll.
Die Gauthier Dance Company zeigt am Theaterhaus Stuttgart den Doppelabend „LUCK / UNLUCK" mit Choreografien von Aszure Barton und Hofesh Shechter, die Glück und Unglück als körperliche Zustände erfahrbar machen – mit starkem Ensemble und Standing Ovations.
Das Bayerische Staatsballett hat erstmals den mit 10.000 Euro dotierten Aurora Prize vergeben, der künftig jährlich Nachwuchstalente mit künstlerischem Potenzial auszeichnen soll. Erste Preisträger sind Frederick Stuckwisch und Phoebe Schembri.
Der TC Dance for you aus Penzberg tritt mit zehn Gruppen beim Herbaria Dance Cup in Bad Aibling an. Bewertet werden Technik, Synchronität und vor allem Kreativität der Choreographien.
Der Deutsche Tanzpreis 2027 geht an Choreografin Rafaële Giovanola mit CocoonDance (Hauptpreis), Choreograf Martin Schläpfer (Lebenswerk) und Tänzerin Joy Alpuerto Ritter (herausragende Interpretin).
Anna Konjetzkys Tanzproduktion „beat silence beat" an den Münchner Kammerspielen lässt sechs Performer Klang, Körper und Stimme zu einem akribisch geplanten, dabei spontan wirkenden Tanz-Konzert verschmelzen.
Die aktuelle „Manon"-Serie des Wiener Staatsballetts überzeugt technisch, leidet aber unter zahlreichen Rollendebüts und offenbar zu wenig Probenzeit, was die dramatische Rolleninterpretation vieler Solist*innen beeinträchtigt.
Das BODHI PROJECT zeigt Ann Van den Broeks Choreografie „We Solo Men" in der ARGEkultur Salzburg als präzises Tanzstück über Selbstdarstellung, Einsamkeit und Geschlechterkonstruktion, in dem sechs Performer*innen die Spannung zwischen Sichtbarkeit und echter Verbindung verkörpern.
Alexej Ratmanskys Uraufführung „Alice" beim Hamburg Ballett verbindet Choreografie, Musik-Collage und aufwendiges Bühnenbild zu einem Handlungsballett, in dem das Ensemble unter der Titeldarstellerin Olivia Betteridge zu neuer Stärke findet.
Olivia Court Mesas Stück „Naked Men" gewinnt den Berner Tanzpreis 2026 sowie den Publikumspreis; die Jury lobt die Reduktion auf das Wesentliche. Der Preis ermöglicht Mesa ein eigenes Stück für Bern Ballett in der Spielzeit 2026/27.