Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Theater & Darstellende Kunst
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Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin plant für die kommende Spielzeit 32 Premieren unter dem Motto „Was auf dem Spiel steht", mit Joanna Lewicka als neuer Schauspieldirektorin und einem Jubiläumsprogramm zum 100. Geburtstag der Fritz-Reuter-Bühne.
Der Bayreuther Kinder- und Spatzenchor bringt am 20. Juni 2026 das Musical „Fritzi war dabei" zur Uraufführung, das rund 60 Kinder und Jugendliche gemeinsam mit Profis über die Wendezeit von 1989 entwickelt und teilweise selbst komponiert haben.
Angélica Liddell zeigt mit „Seppuku" bei den Wiener Festwochen eine Performance-Hommage an den japanischen Schriftsteller Yukio Mishima, in der sie ihre eigene Faszination für den rituellen Suizid in Tableaus, Monologen und Körperkunst verarbeitet.
Regisseurin Claudia Bauer inszeniert Werner Schwabs Stück „Die Präsidentinnen" am Residenztheater München und spricht über ihre Herangehensweise an das als Fäkaliendrama bekannte Werk.
Kritiker Janis El-Bira verriss Nicoleta Esinencus Inszenierung „Memory Distortion. M I X T A P E" am HAU Berlin als gedanklich fahrlässig und ästhetisch gescheitert, unter anderem wegen der Gleichsetzung des Madagaskarplans der Nazis mit israelischer Politik gegenüber Palästinensern.
Qween Jean hat als Kostümdesignerin des Broadway-Musicals „Cats: The Jellicle Ball" einen Tony Award für bestes Kostümdesign gewonnen und ist damit die erste offen trans Person in der 79-jährigen Geschichte der Preisverleihung, die diese Auszeichnung erhält.
Matthias Lilienthal plant ein Freibad vor der Volksbühne Berlin als künstlerische Aktion und Protest gegen marode Infrastruktur. Die Kolumnistin reflektiert dabei das Verhältnis zwischen Schwimmbädern als gesellschaftlichem Ort und dem Theater als Bühne für Wassermotive.
Roland Schimmelpfennigs „Sommersonnenwende" wird am Schauspiel Stuttgart uraufgeführt: Kritiker diskutieren, wie das repetitive Familienstück mit Zeitsprüngen und dem Kinderlied „Aramsamsam" als Motor grundlegende Fragen über die Funktionsweise von Theater aufwirft.
Kim de l'Horizon gewinnt den Mülheimer Dramatikpreis 2026 mit „Die kleinen Meerjungraun" und erhält zudem den Publikumspreis – die Entscheidung fiel mit 3:2 Stimmen gegen Anna Behringers „Aufzeichnungen aus einem weißen Zimmer".
Regisseurin Ulrike Günther hat in der Münchner Schauburg das Stück „Mehrfachleben" mit Jugendlichen erarbeitet und damit einen emotional berührenden Theaterabend geschaffen.
Die Kreuzgangspiele Feuchtwangen zeigen F. Scott Fitzgeralds „Der große Gatsby" als Musical-Freilichtspektakel unter der Regie von Johannes Kaetzler, das die Roaring Twenties zwischen Glanz und moralischem Zerfall porträtiert.
Das KULTURmobil des Bezirks Niederbayern tourt im Sommer 2026 mit 30 Gastspielen durch die Region und zeigt zwei Stücke – „Lahme Ente, blindes Huhn" und „Faust 1 + 2 + 3" – bei freiem Eintritt.
Die Waldbühne Heldritt feiert mit der Komödie „Affaire Gartenzwerg" Premiere, in der ein traditionsreicher Gartenzwerg-Betrieb gegen Zeitgeist und billige Plastikkonkurrenz kämpft.
Roland Schimmelpfennigs „Sommersonnenwende" wurde am Schauspiel Stuttgart von Daniela Löffner uraufgeführt: Das starke Ensemble überzeugt zunächst, doch die Inszenierung verliert in der zweiten Hälfte die Balance zwischen Familiendrama und subtiler Gesellschaftskritik.
Ebru Tartıcı Borchers inszeniert Maria Lazars posthum entdecktes Geflüchteten-Drama „Der blinde Passagier" am Oldenburgischen Staatstheater als spannenden Moralkrimi, der die Debatte um Willkommens- und Abschottungskultur anhand vielschichtiger Figuren ambivalent verhandelt.
Kim de l'Horizon gewinnt mit „Die kleinen Meerjungraun" den Mülheimer Dramatikpreis 2026 sowie den Publikumspreis. Die Juryentscheidung löst eine Debatte über die Grenze zwischen Prosa und Theaterstück aus.
Stefan Neugebauer inszeniert am Theater Naumburg seinen eigenen Text „Nichtschwimmer" als publikumsnahe Sommerkomödie, in der vier Nichtschwimmer unter einer DDR-geprägten Schwimmlehrerin und einem Wiener Psychologen aufeinandertreffen.
Tim Egloff inszeniert Gogols „Der Revisor" am Stadttheater Bremerhaven als harmloses Boulevardtheater, das die Chance einer bitterbösen Satire auf lokale Kulturkürzungen und politische Missstände ungenutzt lässt.
Eine Komödie im Bayerischen Hof thematisiert Gendersternchen, Wokeness und Work-Life-Balance und spaltet dabei das Publikum in klar erkennbare Lager.
Die Wiener Festwochen zeigen Robert Wilsons Shakespeare-Inszenierung „The Tempest" als posthume Hommage an den 2025 verstorbenen Regisseur. Das Gastspiel des Iwan-Wazow-Nationaltheaters Sofia überzeugt ästhetisch, bleibt aber dramaturgisch flach.
Der britische Schauspieler Anthony Head, bekannt als Rupert Giles aus der Serie „Buffy" sowie aus „Little Britain", „Merlin" und „Ted Lasso", ist im Alter von 72 Jahren gestorben.
Kay Metzger inszeniert zum Abschluss seiner Intendanz am Theater Ulm Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg" und verlegt die Handlung in die Gegenwart, mit direkten Bezügen zur Ulmer Stadtgeschichte und aktuellen gesellschaftlichen Debatten.
Eine Komödie im Bayerischen Hof behandelt Themen wie Gendersternchen, Wokeness und Work-Life-Balance und spaltet dabei das Publikum in klar erkennbare Lager.
Theodor Storms Novelle „Der Schimmelreiter" feiert als Musical im Fuldaer Schlosstheater Uraufführung, produziert von Spotlight Musicals mit Sascha Kurth als Hauke Haien und Pamina Lenn als Elke Volkerts.