Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: Außerhalb Bayerns
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Mathias Brodkorb stellt drei Bücher vor: Philip Manow analysiert die Krise der Demokratie durch EU-Bürokratisierung, Monika Marons Tagebücher beleuchten ihr unbeirrbares Schaffen, und Jan Robert Weber behandelt mittelalterliche Sklaverei.
Die ARD-Verfilmung „Der Buchspazierer" erzielte im Sommerkino-Programm mit 4,2 Millionen Zuschauern und 19,9 Prozent Marktanteil den bislang höchsten Wert der diesjährigen Reihe und gewann die Primetime bei allen Altersgruppen.
Bevor One zum Jahresende im neuen ARD/ZDF-Spartenkanal Neo aufgeht, zeigt der Sender noch zwei Serien: die Detektivserie „Sherlock & Daughter" ab 2. September und die zweite Staffel der britischen Familiensaga „The Hardacres" ab 29. September.
Beim Tanz-im-August-Festival in Berlin zeigen vier Produktionen – darunter zwei Deutschlandpremieren – Performances zwischen Weltuntergangskritik, Körperphilosophie und clownesker Absurdität, die unterschiedlich stark überzeugen.
Frank Beard, Schlagzeuger der Rockband ZZ Top und prägend für deren Texas-Shuffle-Sound auf Hits wie „La Grange" und „Tush", ist im Alter von 77 Jahren in einem Hospiz auf seiner Ranch in Richmond, Texas, gestorben.
Gregor Sanders Roman „Troja, später Nachmittag" zeichnet das Leben Heinrich Schliemanns nach – vom entbehrungsreichen Aufwachsen in Mecklenburg über seinen Aufstieg als Handelsmann bis zur Entdeckung Trojas als Hobbyarchäologe.
Beim Musikfest Berlin 2026 bringen das WDR Sinfonieorchester und Kent Nagano am 5. September die 15-sätzige Kantate La Sainte Face von Yvonne Loriod zur Uraufführung – 80 Jahre nach ihrer Entstehung 1945.
Die taz korrigierte einen Gastbeitrag von Mohamed Ibrahim über palästinensische Identität erst nach öffentlichem Druck in sozialen Medien, nachdem darin sachlich falsche Angaben zur Polio-Impfung und zum libanesischen Bürgerkrieg aufgefallen waren.
Die Jury des PROFIFOTO NEW TALENT AWARD hat in Runde 26/2 aus 121 Einreichungen fünf Gewinner gekürt: Michael Rupp, Daniel Rose, Rudolf Sulgan, Giuseppe Cardoni und Chris Krey – im 20. Jahr des von Canon und ProfiFoto initiierten Förderpreises.
Das Kindermuseum Anoha des Jüdischen Museums Berlin vermittelt anhand der Arche-Noah-Geschichte spielerisch jüdische Kultur sowie Themen wie Antisemitismus und Ausgrenzung – mit interaktiven Stationen, recycelten Tierskulpturen und einem Sintflut-Simulator.
Die Konzertreihe Unreleased warnt vor den Folgen KI-generierter Musik: Täglich erscheinen 90.000 KI-Tracks allein auf Deezer, während 71 Prozent der Musiker:innen in Deutschland und Frankreich ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet sehen.
Collien Fernandes begleitet ab August 2026 eine Kino-Tour durch vier deutsche Städte zum Biopic „That's Why The Lady Is A Champ" über Boxerin Christy Martin und nutzt die Previews, um häusliche Gewalt zu thematisieren.
Die Fotogalerie GAF zeigt vom 27. August bis 4. Oktober 2026 die Ausstellung „The World Is Where You Stop" des polnischen Fotografen Tomasz Tomaszewski, kuratiert von Piotr Kowalski. Die Schau präsentiert einzelne, bewusst unbetitelte Augenblicksaufnahmen, die gesellschaftliche Gegensätze verdichten.
Unbekannte haben das Deportationsmahnmal an der Berliner Putlitzbrücke in Moabit mit dem Wort „Asrael" besprüht. Der Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt; das Denkmal erinnert an über 30.000 deportierte Juden der NS-Zeit.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz meldet im zweiten „Schwarzbuch der Denkmalpflege", dass 2024 mindestens 561 Denkmale verloren gingen – mehr als im Vorjahr. Vorstand Steffen Skudelny warnt vor verschlechterten politischen Rahmenbedingungen und sinkendem öffentlichem Bewusstsein für den Denkmalwert.
Dokumentaristin Annekatrin Hendel porträtiert in ihrem Dokumentarfilm „Hiddensee" die Ostsee-Insel als Rückzugsort für Künstler und Außenseiter und zeichnet anhand ihrer Geschichte ein Jahrhundert deutsche Geschichte nach – von antisemitischen Ausgrenzungen in den 1920ern bis zur DDR-Ära.
Die ehemalige ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann, die zuletzt aus Tel Aviv über den Nahostkonflikt berichtete, übernimmt die Partnerschaft für den Wettbewerb des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises. Der Preis wird seit 1998 alle zwei Jahre in Nürnberg verliehen.
Berlin-Kreuzberg ehrt die erste ordinierte Rabbinerin der Welt, Regina Jonas (1902–1944), am 28. August mit einem Gedenkzeichen an der Kottbusser Straße/Ecke Regina-Jonas-Straße.
Christopher Nolans Historienfilm „Die Odyssee" erhält die Goldene Leinwand des HDF KINO e.V., nachdem er in rund einem Monat drei Millionen Kinobesucher in Deutschland erreicht hat – deutlich schneller als die zulässige 18-Monats-Frist.
Am 18. und 19. September 2026 öffnet die Vintage Paper Berlin in der Alten Münze Berlin-Mitte mit rund 45 internationalen Antiquariaten und Galerien, die historische Fotografien, Grafik und Papierarbeiten als Sammel- und Diskursraum präsentieren.
Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München, hält die Laudatio auf Philippe Sands, der am 11. Oktober den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält. Der Menschenrechtsanwalt wird für seinen Einsatz für Völkerrecht und Gerechtigkeit geehrt.
Moderatorin Collien Monica Fernandes begleitet als Patin das Filmdrama „That's Why The Lady Is a Champ" auf einer Kinotour durch Hamburg, Berlin, Köln und Frankfurt, bei der sie nach Previews mit Fachleuten über häusliche Gewalt diskutiert.
Phoebe Bridgers kommt im Dezember 2026 mit ihrer „The Lost"-Tour nach Berlin und Düsseldorf; das Berliner Velodrom ist ausverkauft, in Düsseldorf wurde die Show wegen großer Nachfrage in den PSD Bank Dome verlegt, Tickets sind noch erhältlich.
Herbert Blomstedt (99) hat drei Konzerte im Leipziger Gewandhaus im September aus gesundheitlichen Gründen abgesagt; Marek Janowski übernimmt die Leitung. Seinen 100. Geburtstag 2027 plant Blomstedt weiterhin im Gewandhaus zu begehen.