Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: Außerhalb Bayerns
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Michael Kunze, bekannt als Texter von Musicals und Hits wie „Griechischer Wein" für Udo Jürgens, spricht über seine Arbeit als Liedermacher und seine juristische Beschäftigung mit der mangelnden Aufarbeitung der NS-Schuld.
Peter Ensikat war der meistgespielte Kabarett-Autor der DDR und verfasste anspielungsreiche Witze über den Sozialismus. Nach der Wiedervereinigung wandte er sich deutsch-deutschen Befindlichkeiten zu.
Das neue Bundes-Gedenkstättenkonzept von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer setzt den Schwerpunkt auf NS-Zeit und SED-Diktatur und klammert deutsche Kolonialverbrechen aus, was Kritik auslöst. Als Reaktion ist ein eigenes Konzept für diesen Bereich geplant.
Die GEMA-Mitgliederversammlung hat eine Reform der Kulturförderung beschlossen, durch die E-Musik-Komponisten künftig weniger Einnahmen erhalten als bisher.
Berliner Läden verkaufen noch heute Nostalgieprodukte wie Poesiealben, Zinnsoldaten und Vinyl-Schallplatten und ermöglichen damit Einkaufserlebnisse vergangener Zeiten.
Oboistin Clara Blessing erklärt, dass Betroffene von Machtmissbrauch an Musikhochschulen trotz MeToo weiterhin kaum Meldungen wagen, besonders wenn Beschuldigte als charismatische Lehrende verehrt werden.
Die neu zusammengesetzte Jury des Theatertreffens verzichtet für die Ausgaben 2027 und 2028 auf eine Frauenquote, will aber strukturelle Ungleichheiten differenziert berücksichtigen und Erkenntnisse öffentlich teilen.
Brandenburg plant einen per Zufallsverfahren zusammengesetzten Bürgerrat zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der Empfehlungen zu Transparenz, Effizienz und regionaler Verankerung erarbeiten und dem Landtag vorlegen soll.
Der 11. Hamburger Architektur Sommer läuft bis 31. Juli 2026 mit rund 300 Veranstaltungen, Touren und Ausstellungen zu Architektur-Visionen, Stadtentwicklung und Klimafragen – gestaltet von der Initiative Hamburger Architektur Sommer e.V. und der Hamburgischen Architektenkammer.
Verfassungsrechtler Christoph Degenhart erklärt, dass eine Kündigung der Rundfunkstaatsverträge durch eine mögliche AfD-Mehrheit in Sachsen-Anhalt zwar rechtlich möglich, aber juristisch und finanziell äußerst kompliziert wäre und das Land zum Aufbau einer eigenen Rundfunkanstalt verpflichten könnte.
Die Seriencamp Conference (9.–11. Juni, Köln) präsentiert ihr vollständiges Programm, darunter die Erstverleihung des European Series Development Award von Europarat und EBU mit bis zu 50.000 Euro sowie Sessions zu Serien, Games-Adaptionen und Microdrama.
Die ARD-Dokumentation „Grönemeyer – Alles bleibt anders" porträtiert Herbert Grönemeyer anlässlich seines 70. Geburtstags und beleuchtet seinen Werdegang vom Ruhrgebiet bis zur Gegenwart, mit Aussagen von Weggefährten wie Toni Kroos und Anke Engelke.
Der Deutschlandfunk-Podcast „Tatort Kunst" untersucht investigativ Kriminalfälle im Kunstmarkt, darunter Fälschungen, Diebstähle und Betrug, und beleuchtet damit Vorgänge, über die die Branche öffentlich schweigt.
Das ZDF produziert die vierteilige Social-Factual-Reihe „Comedy im Spektrum", in der sechs Menschen im Autismus-Spektrum mit Unterstützung von Comedy-Profis eine Bühnennummer erarbeiten und beim Finale vor Publikum auftreten.
Der frühere RBB-Chefredakteur David Biesinger übernimmt die Leitung des neu aufzubauenden ARD-weiten „Business Continuity Managements", das die Handlungsfähigkeit des Senders in Krisenfällen sicherstellen soll.
Der MDR-Podcast „Kulturschock – von Feuilleton bis For You Page" bringt Hendrik Bolz wöchentlich mit jungen Kulturschaffenden zusammen, die über ein sie bewegendes Kulturgut sprechen – von TikTok-Trends bis Musical.
Eine zweiteilige ARD-Dokumentation zeichnet den Aufstieg des Splash!-Festivals vom Chemnitzer Untergrund der 1990er zum größten Hip-Hop-Festival Europas nach und beleuchtet dabei Krisen, Meilensteine und den Einfluss auf die deutsche Hip-Hop-Kultur.
Der 1LIVE-Podcast erzählt in mehreren Folgen die Karriere des Rap-Stars Casper, bürgerlich Benjamin Griffey, vom Aufwachsen in Bielefeld und den USA bis zum ausverkauften Stadionkonzert vor 28.000 Zuschauern.
Szene Report kürt Kool Savas zum einflussreichsten deutschen Rap Act, gefolgt von Shirin David und Haftbefehl; das Ranking umfasst zehn Künstlerinnen und Künstler, die den deutschen Hip-Hop von den 90ern bis heute geprägt haben.
Die ARD-Dokumentation „Evil-E. – Eva Ries und der Wu-Tang Clan" porträtiert die deutsche Musikmanagerin Eva Ries, die in den 1990er Jahren als International Marketing Managerin bei RCA Records maßgeblich zum globalen Erfolg der Hip-Hop-Gruppe Wu-Tang Clan beitrug.
Ein HR-Filmteam begleitet Rapper Haftbefehl (Aykut Anhan) einen Tag lang in Frankfurt und seiner Heimatstadt Offenbach und spricht mit ihm über Drogen, Depressionen, Vorbilder, Familie und den Suizid seines Vaters.
PULS Musikanalyse (PMA) ist ein wöchentliches Video-Format des BR auf YouTube und TikTok, das Host Fridl Achten mit seinem Team produziert und Themen, Trends sowie Hintergründe aus dem Deutschrap und der Musikbranche journalistisch aufbereitet.
Zum 100. Geburtstag von Erich Loest und Siegfried Lenz stellt die ARD eine Auswahl ihrer Lesungen bereit, darunter Auszüge aus Loests „Nikolaikirche" sowie Kurzgeschichten von Lenz, abrufbar in ARD Sounds.
Bastian Pastewka präsentiert im wöchentlichen Podcast „Kein Mucks!" klassische Kriminalhörspiele aus den 1950er- bis 1980er-Jahren aus ARD-Archiven, aktuell Daphne Du Mauriers „Rebecca".