Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
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Das Jugend-Jazzorchester Sachsen gastiert im August in Kärnten und tritt dort bei zwei Doppelkonzerten gemeinsam mit dem Jugendjazzorchester Kärnten auf, mit Werken des Komponisten Reinhold P.-Schmölzer im Programm.
Sänger Max Mutzke berichtet, dass er KI-Demotapes in der Musikproduktion bereits als überlegen empfunden hat, produziert eigene Songs aber weiterhin ohne KI und erwartet eine wachsende Nachfrage nach echter Livemusik.
Beat Fehlmann, ehemaliger Intendant der Bodensee Philharmonie, übernimmt dort bis Ende der Saison 2026/27 eine befristete Beratungsrolle, um die künstlerische Planung und Leitungsentscheidungen in einer Übergangsphase zu begleiten.
Die drei besucherstärksten Festspiele in Hessen – Bad Vilbel, Bad Hersfeld und Hanau – verzeichnen trotz Sommerhitze stabile Besucherzahlen und begegnen den hohen Temperaturen mit Sprühnebel, Ventilatoren und Fußbädern für Darsteller.
Die SPD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag schlägt vor, auf ein kostspieliges Interimsgebäude für die Stuttgarter Opern-Sanierung zu verzichten und Oper sowie Ballett stattdessen auf Tournee durch Baden-Württemberg zu schicken.
Mit einem Budget von 65.000 Euro bauen die Zaiseringer das alte Feuerwehrhaus zu einem Dorfheim um – überwiegend in Eigenleistung und durch Spenden.
Der ehemalige SWR-Intendant Peter Voß kritisiert am Beispiel der Rapper Ikkimel und Danger Dan eine politische Doppelmoral: Linke Verbal-Provokationen würden gesellschaftlich toleriert, während rechte Aussagen konsequent sanktioniert werden.
Knauß bespricht drei Klassiker: Machiavellis „Principe" porträtiert ihn als Realisten und Patrioten, der Macht an einen höheren Zweck knüpft; Johnsons und Huxleys Werke thematisieren Wahnsinn, Schuld und Erlösung.
Das Berliner Theatertreffen führte eine Frauenquote für Regisseurinnen ein, obwohl bereits 75 Prozent der Inszenierungen von Frauen stammten. Als die neue Jury die Quote abschaffte, protestierte die alte Jury dagegen.
Soziale Medien verdrängen längeres Lesen aus der öffentlichen Kultur: Genutzt werden vor allem Tweets, Posts und Kommentare, was laut dem Autor die Denk- und Streitkultur demokratischer Gesellschaften grundlegend verändert.
Das Walderlebniszentrum Mehlmeisel feiert Richtfest, Hollfeld beschließt einen Wohnmobilstellplatz für Touristen, und Kurator Marcus Lobbes gibt Einblicke in den KI-gestützten „Ring des Nibelungen" bei den Bayreuther Festspielen.
Das BRK gibt Tipps für Bierfestbesucher der Kulmbacher Bierwoche, da Temperaturen bis 36 Grad erwartet werden. Zuvor hatten Helfer einem Besucher nach einem Herzstillstand das Leben gerettet – er konnte das Klinikum bereits wieder verlassen.
Klassik Radio Plus bietet mit den Sendern „Electronic Chillout", „Nu Disco" und „Chillout Beats" werbefreie Entspannungsmusik rund um die Uhr. Der Artikel erklärt Ursprünge und Merkmale des Chillout-Genres und dessen Abgrenzung zu Ambient-Musik.
Die EZB erwägt erstmals Persönlichkeiten statt Bauwerke auf Euro-Scheinen abzubilden; Ludwig van Beethoven erscheint in fünf Entwürfen für den 10-Euro-Schein, weil seine Neunte Sinfonie als Europahymne zum gesamteuropäischen Symbol wurde.
Regionalbischöfin Berthild Sachs hat im Ketschendorfer Park in Coburg eine neue Weidenkirche eingeweiht und dabei für Gelassenheit im kirchlichen Wandel geworben.
KI-Firmen kaufen laut NZZ gezielt antiquarische Bücher mit ISBN, um sie zu digitalisieren und zu vernichten, womit sie US-Urheberrecht umgehen. Daneben thematisiert der Debattenrundblick das CSD-Attentat, Waldbrände in Frankreich und die Schließung des Moskauer Gulag-Museums.
Die tägliche Bücherschau bündelt Rezensionen aus mehreren Medien, darunter Besprechungen zu Werken über Lobotomie an Frauen in den 1950ern, Jan Patočkas Phänomenologie des Lebens nach dem Tod sowie Annika Büsings Roman über Liebe und das Ungefähre.
Pedro Almodóvars neuer Film „Bitteres Fest" erzählt von einer Filmemacherin und einem Stripper im Madrid der 2000er Jahre, leidet laut Kritik jedoch daran, dass er sich zu sehr in der Madrider Kunstwelt einigelt und soziale Außenperspektiven vermisst.
In der Beziehungskomödie „The Invite" (Regie: Olivia Wilde) bringt ein Dinnerabend mit idealen Nachbarn ein unglückliches Ehepaar dazu, seine festgefahrene Ehe zu hinterfragen – und unerwartet Reste früherer Zuneigung freizulegen.
Die Bayreuther Festspiele nehmen 1951 unter Wieland und Wolfgang Wagner als „Neubayreuth" den Betrieb wieder auf, doch trotz des proklamierten Neuanfangs nach NS-Zeit und Krieg bleiben viele personelle Kontinuitäten bestehen.
Im Hofgarten der Würzburger Residenz blüht erstmals seit 14 Jahren wieder eine Agave in Bayern: Der über vier Meter hohe Blütenstängel trägt zartgelbe Knospen; die Blüte dauert voraussichtlich bis Mitte August, danach stirbt die Pflanze ab und hinterlässt Ableger.
Sechs Nachwuchs-Designlabels präsentieren im Rahmen des Smow Design Contests 2026 ihre Möbelentwürfe und Prototypen auf der Grassimesse Leipzig (23.–25. Oktober); der Wettbewerb fördert ihre Messeteilnahme und zeichnet einen Entwurf mit 2.500 Euro aus.
UFA Fiction produziert für ZDFneo die sechsteilige Young-Adult-Serie "Wicked Deal", basierend auf dem Roman von C.R. Scott, über eine junge Balletttänzerin an einer Elite-Akademie in Edinburgh. Die Dreharbeiten laufen bereits in der Slowakei, Tschechien, Österreich und Schottland.
Die Vereinte Evangelische Mission kritisiert die Gesangbuchkommission für das neue Evangelische Gesangbuch: Internationale und dekoloniale Perspektiven seien im Auswahlprozess übergangen worden, und marginalisierte Stimmen hätten von Beginn an beteiligt werden müssen.