Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: Außerhalb Bayerns
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Benjamin von Stuckrad-Barre geht mit seinem Udo-Lindenberg-Porträt „Udo Fröhliche" auf Deutschlandtour, bei der er den Bestseller nicht nur liest, sondern auch singt und improvisiert – 23 Auftritte sind von Dezember 2026 bis März 2027 geplant.
Das Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach zeigt bis November 2026 über 100 Druckgrafiken des belgischen Symbolisten James Ensor aus der Sammlung Quinensor – eine seltene Werkschau seiner Grafiken im Rheinland.
WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni bezeichnet Georg Restles unkommentierten X-Post, der eine Verschwörungsthese über ein US-israelisch-marokkanisches Netzwerk hinter der Flüchtlingskrise in Ceuta verbreitete, als Fehler, weist aber Antisemitismusvorwürfe gegen ihn zurück.
Wer Rechtswähler erreichen will, muss mehr tun, als sie pauschal als demokratiefeindlich abzustempeln, mahnt der Görlitzer Schriftsteller Lukas Rietzschel, dessen Roman „Sanditz“ gerade für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde.
Das MOMEM in Frankfurt zeigt ab Oktober 2026 eine Retrospektive der Hamburger Fotografin Katja Ruge, die drei Jahrzehnte Clubkultur und elektronische Musik dokumentiert. Klassische Porträtfotografie wird darin mit interaktiven und immersiven Projektionen kombiniert.
Musiker Heinz Rudolf Kunze und Aktivistin Malca Goldstein-Wolf streiten öffentlich über Dieter Hallervordens Auftreten bei einer CDU-Veranstaltung: Kunze verteidigt das Recht auf eine Bühne trotz kritischer Israel-Aussagen, Goldstein-Wolf sieht darin eine Verharmlosung antisemitischer Positionen.
Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma seit 1982, wird am 20. August 80 Jahre alt und warnt vor wachsendem Hass gegen Minderheiten durch Rechtspopulisten, lehnt ein AfD-Verbot derzeit jedoch als unglaubwürdig ab.
Die Fuckparade kehrt am 15. August 2026 nach einjähriger Pause nach Berlin zurück und demonstriert unter dem Motto „(un)Fuck the Planet" für den Erhalt unkommerzieller Club- und Subkultur – erstmals am selben Tag wie Rave the Planet.
Im Ariowitsch-Haus Leipzig ist die Ausstellung „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945" zu sehen, die Fotografien von NS-Deportationen zeigt und auf dem Forschungsprojekt #LastSeen der Arolsen Archives basiert.
Die Akademie für Populäre Musik bietet ab September 2026 in Berlin das kostenlose Programm „Zugänge zu Pop" für FLINTA*-Personen mit Migrationsbiografie an, das Workshops und Exkursionen umfasst und den Einstieg in die Musikindustrie erleichtern soll.
Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus fordert der Deutsche Kulturrat, die Berliner Mauer und das Grüne Band als UNESCO-Welterbestätte anzuerkennen und die Erinnerung an die Opfer der deutschen Teilung dauerhaft zu sichern.
Das Wallraf-Richartz-Museum in Köln schließt bis Ende 2028 für Sanierung und Erweiterungsbau; Direktor Marcus Dekiert verzichtet bewusst auf ein Interim, um den Termindruck aufrechtzuerhalten und das Projekt zügig abzuschließen.
WDR und MDR haben gemeinsam mit der Hochschule Düsseldorf die App „OstWest Zeitzeugen – Mauerjahre in AR" entwickelt, die Zeitzeugen des Berliner Mauerbaus per Augmented Reality in Schulklassen bringt und ab der 9. Jahrgangsstufe eingesetzt werden soll.
Die Akademie für Populäre Musik bietet mit „Zugänge zu Pop" ein kostenloses Programm für FLINTA-Personen mit Migrationsgeschichte, das Workshops und Exkursionen umfasst und den Einstieg in die Musikbranche erleichtern soll. Bewerbungsschluss ist der 25. August.
Die norwegische Gruppe Susie Wang zeigt beim Internationalen Sommerfestival Hamburg „Burnt Toast", den Abschluss ihrer Horrortrilogie, der Splatter-Elemente und Body-Horror mit klassischer Boulevard-Dramaturgie über dysfunktionale Mutterschaft verbindet.
Die tägliche Buchkritiken-Übersicht bespricht unter anderem Karosh Tahas Roman „Gulistan" über eine irakische Kurdin, Ulrich Peltzers Buch über Mathematikgenie Évariste Galois sowie Architektur-Titel zu Le Corbusier und Hans Poelzig.
Die achtteilige ARD-Dokuserie „Techno House Deutschland" erzählt die Geschichte der deutschen Techno- und House-Szene, von Sven Väths Club Omen in Frankfurt über Ostdeutschland bis zum Festival Nature One im Hunsrück.
Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt starten Kulturinstitutionen wie die Stiftung Bauhaus Dessau unter dem Motto „Stolz auf Vielfalt" eine Kampagne für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Offenheit.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die 20 Titel umfassende Longlist für den Deutschen Buchpreis 2026 veröffentlicht, darunter sechs Debütromane. Die Gewerkürung findet am 5. Oktober in Frankfurt statt.
Das Auswärtige Amt schließt eine Schließung des Russischen Hauses in Berlin trotz Geheimdienstvorwürfen aus, da bilaterale Abkommen dies verhindern – die auch das Goethe-Institut in Moskau absichern.
Die ARD-Serie „Watzmann ermittelt" dreht in Berchtesgaden zwölf neue Folgen der achten Staffel. Hauptdarsteller Andreas Giebel bleibt trotz Fußamputation dabei; neu zum Team stoßen Aglaia Szyszkowitz und Arne Kübler.
Das ZDF setzt die neue Reihe „Die Maiwald" mit Doris Schretzmayer nicht fort, da sie mit über drei Millionen Zuschauern schwächer abschnitt als „Einfach Elli", die nun vier neue Folgen erhält.
Hannah Schillingers queerfeministische Tanzperformance „Joan" über Jeanne d'Arc feiert im Schwere Reiter München Premiere und überzeugt atmosphärisch, verliert aber gegen Ende den inhaltlichen Fokus.
Jan „Monchi“ Gorkow ist zurück in sein Heimatdorf gezogen und hat ein politisches Buch geschrieben. Ein Gespräch über Abfuck vor der Landtagswahl, die heilende Kraft von Skateparks und warum er glaubt, dass Brandmauern nicht funktionieren können.