Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: Außerhalb Bayerns
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Karl Schmidt-Rottluff, Mitbegründer der Künstlergruppe „Die Brücke", schuf expressive Werke mit leuchtenden Farben und vereinfachten Formen und ermöglichte durch die Schenkung seines Werks die Gründung des Brücke-Museums in Berlin.
Vor 20 Jahren gestand Günter Grass seine Mitgliedschaft in der Waffen-SS – ein spätes Bekenntnis, das angesichts seiner Rolle als moralisches Gewissen der Bundesrepublik eine heftige Debatte auslöste, die Werk und Biografie bis heute verbindet.
Monchi, Sänger von Feine Sahne Fischfilet, beschreibt in seinem neuen Buch „Jenseits der Brandmauer" das Leben in der AfD-starken Kleinstadt Jarmen und argumentiert, dass eine gesellschaftliche Brandmauer gegen rechts in der ostdeutschen Provinz realitätsfern ist.
Das Museum für Druckkunst Leipzig präsentiert für August und September 2026 ein umfangreiches Programm mit Workshops, Führungen und Künstlergesprächen sowie die neue Ausstellung „Pool and Prime" der Holzschnitt-Künstlerin Gabriela Jolowicz ab dem 12. September.
Der Künstlerverein Walkmühle in Wiesbaden zeigt vom 20. August bis 15. November 2026 die Gruppenausstellung »Urbs animalis«, die mit 24 internationalen Positionen das Verhältnis zwischen Tier und Mensch im urbanen Raum thematisiert.
Die tägliche Buchkritiken-Übersicht bespricht unter anderem Miriam Carbes Familienroman im Dresden des 19. Jahrhunderts, Petr Sestaks Fahrradkurier-Pamphlet durch Prag sowie Deon Meyers Südafrika-Krimi mit Ufos und Kampfdrohnen.
Die Design Post Köln fungiert 2026 erstmals als Doppel-Location der Kölner Interior-Woche und ist gleichzeitig in die Orgatec und die idd cologne (27.–31. Oktober) eingebunden, wo internationale Premium-Marken Wohn-, Arbeits- und Objektwelten präsentieren.
Das Deutsche Architekturmuseum hat aus 107 Einreichungen 23 Projekte für die Shortlist des DAM Preis 2027 ausgewählt; die Preisverleihung findet am 29. Januar 2027 in Frankfurt am Main statt.
Die FFA verschärft die Anforderungen für Förderanträge beim DFFF und GMPF, weil die Nachfrage ein Allzeithoch erreicht hat und die verfügbaren Mittel nicht mehr alle Projekte mit Drehbeginn 2026 abdecken können.
WDR und MDR bringen zum 65. Jahrestag des Mauerbaus die AR-App „OstWest Zeitzeugen – Mauerjahre in AR" heraus, mit der Jugendliche Zeitzeugen virtuell begegnen und ihnen Fragen stellen können.
Wajdi Mouawads Stück „Europa", inszeniert von Krzysztof Warlikowski am Nowy Teatr Warschau, verhandelt anhand einer weiblichen Hauptfigur generationales Trauma, kollektive Schuld und die Ambivalenz von Täter- und Opferschaft in einer europäischen Gewaltgeschichte.
Şeyda Kurt legt mit „Zeit der Monster" ihren ersten Roman vor: Eine apokalyptisch aufgeladene Geschichte über das Kölner Viertel Kalk, dessen Bewohner gegen Stigmatisierung und politisches Vergessen kämpfen, verwoben mit Fiktion und realer Lokalgeschichte.
Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, zu der die KZ-Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück gehören, wurde Opfer eines Ransomware-Angriffs, bei dem Daten verschlüsselt und mutmaßlich abgeflossen sind und das gesamte IT-System außer Funktion gesetzt wurde.
Die Galerie Springer Berlin zeigt vom 15. September bis 14. November 2026 die Gruppenausstellung „Animals" mit fotografischen Arbeiten u. a. von Edward Burtynsky, Arnold Odermatt und Ute und Werner Mahler, die das Verhältnis von Mensch und Tier künstlerisch befragen.
WDR-Journalist Georg Restle verbreitete auf X eine unbelegte Verschwörungsthese über ein „US-israelisch-marokkanisches Netzwerk" hinter der Ceuta-Krise und räumte anschließend einen Fehler ein, während ARD und WDR ihn in Schutz nahmen.
Rose Tattoo sagen alle verbleibenden Deutschlandkonzerte ihrer „One Last Ride"-Europatournee ab, weil Frontmann Angry Anderson im Krankenhaus liegt. Für deutsche Fans könnte dies der endgültige Abschied sein, da die Band 2026 letztmals durch Europa tourte.
Erfurt erprobt mit dem Projekt „Strandgut" die Trommsdorffbrücke als legalen Rave-Veranstaltungsort für elektronische Musik. Ähnliche Initiativen gibt es in Berlin, Halle und Bremen, wo Städte unkomplizierte rechtliche Rahmenbedingungen für nicht-kommerzielle Open-Air-Partys schaffen.
Die Deutsche Gesellschaft für Photographie schreibt zum zwölften Mal den DGPh Bildungspreis aus, der 2026 erstmals mit 3.000 Euro dotiert ist. Bewerbungen für innovative Fotografie-Bildungsprojekte sind bis 30. September 2026 online möglich.
Zum 80. Geburtstag Nordrhein-Westfalens zeigen die Stiftung Haus der Geschichte NRW und die Rheinische Post bis August 2026 unter dem Titel „Zum Glück: NRW" 80 Archivfotografien als Großflächenplakate im Düsseldorfer Stadtraum.
Die Jury des Deutschen Buchpreises hat die Longlist mit 20 Titeln veröffentlicht, darunter die Romane des israelischen Autors Tomer Gardi und von Dana Vowinckel. Die Shortlist folgt am 8. September, die Preisverleihung findet am 5. Oktober statt.
Boy George brach beim Festival „Die 80er Live" im Frankfurter Waldstadion sein Konzert nach zwei Songs ab und beschuldigte Tontechniker der Sabotage an seinen In-Ear-Monitoren. Der Veranstalter weist die Vorwürfe zurück und will die Gage per Anwalt zurückfordern.
Ein Panel-Talk der queeren Kunstausstellungsreihe „The (___) Gallery" diskutiert mit Künstler Rory Midhani, HIV-Aktivist Hans Berlin und Performer Gino Emnes die gesellschaftliche Bedeutung queerer Kunst und Sichtbarkeit – aufgenommen kurz nach dem Anschlag auf den CSD Berlin.
Die Jury des Deutschen Buchpreises gibt die Longlist bekannt: Welche Autorinnen und Autoren die verkaufsträchtige Auszeichnung bekommen könnten – und welche nicht.
Angebliche Ähnlichkeiten im Denken hier, falsche Toleranz dort: Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD zeigten die politischen Lager schnell auf das jeweils andere. Doch wie viel Sinn ergibt diese Debatte?