Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
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Bodytalk und das Teatr Rozbark feiern mit „Drift" Uraufführung in einer ehemaligen Kohlenbergwerk-Halle in Bytom und verbinden Bergbaugeschichte, Körperperformance und Spektakel zu einem atmosphärischen Tanzabend über Abhängigkeit und Befreiung.
Die Jugendkompanie tanzhaus nrw zeigt in „Tracks" choreografisch den Druck einer Generation zwischen Perfektionszwang und digitalem Dauerstress, wobei 12- bis 18-jährige Tänzerinnen und Tänzer Isolation, Konformität und den Wunsch nach Sichtbarkeit auf die Bühne bringen.
Johana Malédons Solo (titre provisoire) verbindet in Guimarães beim Aerowaves Spring Forward Festival die koloniale Geschichte Französisch-Guianas mit Fragen zu Produktivitätsdruck und künstlerischer Nachhaltigkeit.
Der Tanzabend „American Signatures" des Wiener Staatsballetts mit vier Werken amerikanischer Choreografinnen hinterlässt laut Kritik vor allem Ratlosigkeit, da außer Robbins' historisch wertvollem „Interplay" kaum überzeugende neoklassische Substanz geboten wird.
Lamin Leroy Gibba bricht als Autor, Regisseur und Schauspieler mit eindimensionalen Zuschreibungen – von der ARD-Serie „Schwarze Früchte" bis zur Inszenierung „Die Zwillinge" am Maxim Gorki Theater – und kritisiert den Rückgang von Diversität in deutschen Kulturinstitutionen.
Kritiker Erik Zielke zieht zur Halbzeit des 63. Berliner Theatertreffens ein gemischtes Fazit: Während opulente Inszenierungen politische Themen oft zu didaktisch verhandeln, überzeugen Jaz Woodcock-Stewarts „Glasmenagerie" und Sebastian Hartmanns „Serotonin" durch ästhetische Stärke und intellektuelle Offenheit.
Die Berufsfachschule für Musik des Bezirks Mittelfranken in Dinkelsbühl sucht ab September 2026 eine Lehrkraft für Kontrabass mit vier Unterrichtsstunden wöchentlich, befristet bis Juli 2027.
Schauspielerin Julia Riedler spricht im Theaterpodcast über Verausgabung auf der Bühne, den Druck auf künstlerische Arbeit und die Verbindung von Privatperson und Rolle – ab Herbst kehrt sie mit Matthias Lilienthal als Ensemble-Mitglied an die Berliner Volksbühne zurück.
Die M94.5-Sendung Filmfabrik stellt vier Dokumentarfilme des DOK.fest München vor, darunter Werke über Jazzmusiker Sun Ra, das Abtreibungsverbot in der Dominikanischen Republik, ukrainische Jugendliche und ein verborgenes Leben.
Die Münchner Krachparade findet am 16. Mai 2026 zum 14. Mal statt und ist mit 43 angemeldeten Wägen die bisher größte Ausgabe. Die von der Initiative Mehr Lärm für München organisierte Tanzdemo fordert kulturelle Freiräume und niedrigere Mieten.
Bad Bunnys komplett auf Spanisch gehaltene Super-Bowl-Halbzeitshow mit Symbolen puerto-ricanischer Kultur löste über 2.300 FCC-Beschwerden und Kritik von US-Konservativen aus, wurde von 124 Millionen Zuschauern aber auch gefeiert.
Die Ausstellung in Ingelheim zeigt Werke von James McNeill Whistler im Dialog mit zeitgenössischen Arbeiten von Hiroyuki Masuyama und setzt Radierungen und Fotografie bis 5. Juli in Beziehung.
In der estnischen Grenzstadt Narva, deren Bevölkerung zu 85 Prozent russischsprachig ist, tauchen in sozialen Netzwerken Aufrufe zur Gründung einer „Narva-Volksrepublik" auf, die Estland als russische Informationsoperation einstuft.
Das CircusDanceFestival in Köln vereint vom 16. bis 31. Mai zeitgenössischen Zirkus und Tanz in experimentellen, genreübergreifenden Performances internationaler Künstler.
Das Wiener Ballettprogramm „American Signatures" zeigt bis 30. Mai Werke US-amerikanischer Choreografinnen und Choreografen, in denen klassischer und moderner Tanz verschmelzen.
Gastronomin Xenya Jäger eröffnet Ende Mai 2026 im Münchner Westend an der Ganghoferbrücke das „im Dazwischen": ein Freiluft-Café auf einer Brachfläche, das Gastronomie, Urban-Gardening, Streetart und Kulturveranstaltungen als Nachbarschaftstreffpunkt vereint.
Das Stadtmagazin IN München gibt einen Überblick über die wichtigsten Sommer- und Straßenfeste in München 2026, von der Truderinger Festwoche im Mai bis zum Isarinselfest im September – viele davon mit freiem Eintritt.
Der Rolling Stone stellt 17 Songs aus Rock, Pop, Punk und Country zusammen, die Vater-Kind-Beziehungen thematisieren – von Harry Chapins „Cat's in the Cradle" über Bob Dylans „Forever Young" bis zu Everclears „Father of Mine".
Rod Stewart und Ron Wood traten beim King's Trust Celebration Concert in der Royal Albert Hall gemeinsam auf und spielten als Mini-Faces-Reunion „Ooh La La" und „Good Rockin' Tonight" – nachdem sie König Charles zuvor Trumps Umgang kritisierten.
Britney Spears würdigt Madonna in einem Essay als ersten weiblichen Popstar, der seine Karriere eigenständig steuerte, und nennt sie eine persönliche Inspiration, deren Einfluss bis heute Künstlerinnen wie Shakira prägt.
Die Theatergruppe pulk fiktion erhält den Tabori Preis 2025 mit 100.000 Euro Preisgeld und sichert damit zwei Produktionen ab, während die Gruppe gleichzeitig NRW-Kulturkürzungen kritisiert, die die Spitzenförderung für junges Theater um 20.000 Euro reduzieren.
Beim BUNDESTREFFEN25 der Freien Darstellenden Künste im HAU Hebbel am Ufer diskutierten Künstler, Kulturpolitiker und Förderinstitutionen unter dem Motto „The Show Must Go On" über Bedrohungen der Kunstfreiheit, Förderstrukturen und die gesellschaftliche Rolle freier darstellender Kunst.
Felizitas Stilleke plädiert beim BUNDESTREFFEN25 des Fonds Darstellende Künste für faire Strukturen, echte Solidarität und geteilte Handlungsräume im Kulturbereich, da Konkurrenz und Prekarität kulturelle Wirksamkeit und Kunstfreiheit gefährdeten.
Augsburg leiht drei etwa 1.800 Jahre alte römische Grabreliefs aus Augusta Vindelicum an das Museo delle Civiltà in Rom aus, wo sie von Oktober bis Januar in einer Ausstellung über Handel im Römischen Reich gezeigt werden.