Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: Außerhalb Bayerns
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Der Tod von Gunther von Hagens gibt Anlass, die ethische Debatte um seine „Körperwelten"-Ausstellungen neu zu betrachten: Wo endet individuelle Selbstbestimmung, wo beginnt der Schutz der Menschenwürde?
Die tägliche Feuilleton-Rundschau bündelt Debatten zu Islamismus und dem CSD-Anschlag, zur Massenmigration nach Ceuta, zur KI-gestützten Buchvernichtung durch Tech-Konzerne sowie zur Umdeutung des Gulag-Museums in Moskau als Ort einer neuen russischen Opfer-Geschichtserzählung.
Frank Castorf inszeniert Klaus Manns „Mephisto" am Berliner Ensemble und betont dessen radikale Selbstbefragung. Der Bayreuther KI-Ring erhält gemischte Kritiken, wobei Dirigent Christian Thielemann und Tenor Klaus Florian Vogt gelobt werden.
Die tägliche Buchkritik-Übersicht bespricht u. a. Patrick Ryans Familienroman „Buckeye", Dave Eggers' „Contrapposto", Stella Gaitanos „Eddos goldenes Lächeln" sowie Maike Luhmanns Sachbuch „Einsamkeit" aus verschiedenen deutschen Medien.
Die erhaltene Apsis des 1844 eröffneten Israelitischen Tempels in Hamburg wird nach jahrzehntelangem Verfall durch den Landesbetrieb LIG saniert und soll als jüdisches Kulturdenkmal und öffentlicher Begegnungsort neu gestaltet werden.
Eine Terminübersicht bündelt jüdisch-kulturelle Veranstaltungen Anfang August, darunter die 3. Israelwoche in Bad Teinach, den Kultursommer der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Führungen in Halberstadt und Schwabach sowie Sendungen zu Hamas-Angriff und Emilie Schindler.
Das Wacken Open Air 2027 findet vom 28. bis 31. Juli statt; der Ticketvorverkauf startet am 2. August. Bereits bestätigt sind über 50 Acts, darunter Five Finger Death Punch, Helloween und Electric Callboy.
Schlagerkomponist Ralph Siegel, der wegen einer Lungenentzündung im künstlichen Koma lag, will nach dem Erwachen ein dabei entstandenes Lied beim Eurovision Song Contest einreichen und vergleicht es mit seinem ESC-Gewinnertitel „Ein bisschen Frieden" von 1982.
Tech-Unternehmen kaufen tonnenweise alte Bücher, um die KI damit zu füttern. Gespräch mit einem deutschen Antiquar, für den das ein gutes Geschäft ist – der aber durchaus Anlass zu Skepsis sieht.
Hessen Kassel Heritage bietet vom 17. bis 23. August 2026 Veranstaltungen in seinen Museen und Schlössern an, darunter eine Führung zu Rembrandt-Schülern in Schloss Wilhelmshöhe, ein Konzert von CATT sowie eine Kreativwerkstatt in Schloss Friedrichstein.
Am 8. August 2026 veranstalten die Museen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz von 11 bis 16 Uhr am Zechen- und Badehaus Brieske einen kostenlosen Tag der Industriekultur mit Kräuterwanderungen, Kreativworkshop und Lesungen.
Das RTL-Format "Undercover Boss" erzielt nach anderthalb Jahrzehnten neue Quotenrekorde, weil es als Gegenerzählung zur Arbeitsmarktkrise funktioniert: Es zeigt Arbeitnehmer wertschätzend statt als Problemfälle, dient teilnehmenden Unternehmen jedoch als kaum erkennbare PR-Maßnahme.
Lina Gómez zeigt mit „V A S T A" im Berliner Radialsystem ein Solo-Tanzstück, in dem sie sich durchgehend rückwärts bewegt, begleitet von Live-Perkussion und einem sich steigernden Sound.
Die Gedenkstätten Ravensbrück und Sachsenhausen erinnern mit historischen Führungen am Europäischen Gedenktag für die Opfer des NS-Völkermordes an Sinti und Roma, der an die Ermordung von über 500.000 Angehörigen dieser Minderheit erinnert.
Der Sammelband „Umkämpfte Geschichte" analysiert, wie nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 die Empathie mit den Opfern rasch einer Anklage gegen Israel wich, und untersucht Antisemitismusstrukturen, den Genozidvorwurf sowie historische Parallelen zum Antijudaismus.
Autorin Husch Josten beschreibt ihr ambivalentes Verhältnis zu Köln als Kulturstadt: Sie schätzt Orte wie Kolumba und das Museum Ludwig, kritisiert jedoch die Kölner Kulturpolitik für verpasste Chancen und mangelnde Verantwortungsbereitschaft.
Das Kölner Wallraf-Richartz-Museum feierte mit einer ausverkauften Kunstnacht seinen Abschied vor einer mindestens zweijährigen Sanierungsschließung; mehrere Tausend Besucher sorgten für Überfüllung und lange Warteschlangen.
Leonard Stoica leitet seit fast 27 Jahren die Sicherheitsabteilung im Museum Ludwig Köln und berichtet von steigender Aggressivität unter Besuchern, häufigen Polizeieinsätzen und dem Alltag mit täglich tausenden Gästen bei der Kusama-Ausstellung.
Julia Friedes Inszenierung von Isobel McArthurs „Stolz und Vorurteil* (*oder so)" bei den Freilichtspiele Schwäbisch Hall erzählt Jane Austens Romanstoff aus Sicht der Dienstmädchen und punktet vor allem mit einer dichten Popmusik-Setlist von Queen bis Britney Spears.
Rick Astley spricht über seine Rückkehr auf die Bühne, die Wiederentdeckung der Freude am Singen und die Auswirkungen von KI auf die Musikbranche – wenige Tage vor seinem Konzert im Kölner Tanzbrunnen.
Die Yayoi-Kusama-Retrospektive im Museum Ludwig Köln schließt mit über 450.000 Besuchern und bricht damit den bisherigen Rekord einer Edward-Hopper-Schau aus 2004/2005. Anschließend ist die Ausstellung ab Mitte September im Stedelijk Museum Amsterdam zu sehen.
Das Landgericht München hat entschieden, dass der KI-Musikanbieter Suno Melodien der Gema-Mitglieder nicht ohne Lizenz nutzen darf und zu Schadenersatz verurteilt.
Die tägliche Bücherschau bündelt Buchkritiken vom 31. Juli 2026 aus mehreren Medien, darunter Empfehlungen zu Heinrich Steinfests Novelle „Die Linkshänderinnen", Judith Pietrecks Kulturgeschichte des Applauses sowie Werken über Bob Dylan und den weiblichen Körper.
Kabarettist Kay Ray spricht im Interview über den islamistischen Anschlag auf den CSD und kritisiert, dass Teile der queeren Community Homophobie unter Muslimen nicht offen benennen, weil solche Kritik als rechtsradikal diffamiert werde.