Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
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Auf der Conecta-Konferenz konstatierte Jonathan Broughton einen Strategiewechsel im Streamingmarkt: Da Neukundengewinnung teurer wird, rückt Abonnenten-Bindung in den Fokus, wobei Nischen-Content und Evergreen-Programme Kündigungen verhindern sollen.
Das Bundeskabinett hat das Mediendienste-Investitionsverpflichtungsgesetz beschlossen und damit 250 Mio. Euro Bundesförderung für den deutschen Film freigegeben. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer erwartet dadurch bis zu 15 Milliarden Euro Investitionen in fünf Jahren für den Produktionsstandort Deutschland.
Till Reiners moderiert 2025 alle sechs Folgen des zurückgekehrten „ZDF Comedy Sommers", aufgezeichnet in Köln mit Gästen wie Atze Schröder, Tahnee und Moritz Neumeier. Neue Folgen seiner Late-Night-Show „Till Tonight" sind für 2026 nicht geplant.
Der WDR dreht aktuell im Ruhrgebiet die sechsteilige Familienserie „Onkel Ruben und das Loch im Garten", in der Johannes Kienast einen kleinkriminellen Onkel spielt, der seine Familie in einen Schatzsuche-Krimi verwickelt. Die Serie soll Ende 2025 in der ARD-Mediathek erscheinen.
Branchenverbände wie Produktionsallianz, Deutsche Filmakademie und AG Dok begrüßen die vom Bundeskabinett beschlossene Investitionsverpflichtung für Streamingdienste, fordern aber Nachbesserungen, da die vorgesehene Quote von acht Prozent unter dem europäischen Durchschnitt liege.
Der traditionsreiche Filmtechnik-Dienstleister Cinegate GmbH stellt nach gesunkenem Produktionsvolumen seinen Betrieb ein. Zwölf Branchenverbände warnen vor einem strukturellen Dominoeffekt für den deutschen Produktionsstandort.
Das Bucerius Kunst Forum Hamburg zeigt zum 100. Geburtstag von F.C. Gundlach die Ausstellung „You'll Never Watch Alone" mit rund 130 seiner Fotografien sowie 70 Werken aus seiner Sammlung – bis 16. August 2026.
Die Münchner Autorin Jovana Reisinger hat den Grimme-Preis gewonnen und wird bald in den Münchner Kammerspielen sich selbst spielen; im Interview spricht sie über autobiografische Figuren und die Freiheit des Erzählens.
Musikmanager John McClain, Co-Testamentsvollstrecker des Michael-Jackson-Nachlasses und Wegbereiter für Janet Jacksons Karriere, ist im Alter von 71 Jahren in Los Angeles an den Folgen eines Sturzes gestorben.
Wilhelmine begeisterte ihr Publikum in der Münchner Muffathalle mit einem emotionalen Konzert, bei dem sie ihrer Mutter einen Song widmete und die Fans zu Tränen rührte.
Mahan Mirarabs Album „Unspoken" verbindet jazzige Gitarrenklänge mit Weltmusikeinflüssen und erzählt poetisch von Begegnungen und Gefühlen.
Ein neues Musical in Dresden thematisiert das Leben von Helmut Schreiber, der als NS-Opportunist und späterer Magier Kalanag eine widersprüchliche Karriere durchlief.
Die Komödie „Ticket ins Leben" zeigt einen todkranken Sänger, der in die Schweiz zur Sterbehilfe reist und im Zug die chaotische Victoire kennenlernt – ab 27. Mai in deutschen und österreichischen Kinos.
Zilla Leutenegger zeigt in der Villa Cedri in Bellinzona Video- und Rauminstallationen, die Fragen zu Nähe und Zuhause aufwerfen – zu sehen bis 2. August.
Rund 60 Kulturschaffende, darunter Kabarettist Hans Well, protestieren in einem offenen Brief gegen die Wahl des AfD-Stadtrats Sebastian Gruttauer zum Kulturreferenten in Tittmoning – er gilt als erster kommunaler AfD-Kulturreferent in Bayern.
Das neue Black-Keys-Album „Peaches!" entstand, während Dan Auerbachs Vater Chuck an Krebs starb, und trägt dessen musikalischen und ästhetischen Einfluss in sich. Chuck Auerbach starb am 29. März, einen Monat vor der Veröffentlichung des Albums.
Die Foo Fighters spielten beim BottleRock Festival erstmals „Jesus Wants Me for a Sunbeam" von The Vaselines – einen Song, den Nirvana auf dem legendären MTV-Unplugged-Album 1994 gecovert hatte – als Referenz an Dave Grohls Nirvana-Vergangenheit.
Regina Sluszny, Vorsitzende des jüdischen Dachverbands in Antwerpen, kritisiert das Strafverfahren gegen jüdische Beschneider in Belgien und warnt, ein Verbot der Brit Mila bedrohe die Zukunft der jüdischen Gemeinschaft im Land.
Die Rome Pride Parade schließt die jüdischen LGBTQ-Organisationen Keshet Italia und Keshet Europe aus, weil sie sich nicht vom israelischen Vorgehen in Gaza distanziert haben. Keshet Italia wirft den Veranstaltern Antisemitismus vor; auch UCEI und der Europäische Jüdische Kongress kritisieren den Ausschluss scharf.
Die Collection de l'Art Brut in Lausanne feiert ihr Jubiläum und würdigt dabei Jean Dubuffet, der den Begriff „Art Brut" prägte, die Sammlung aufbaute und 1971 der Stadt Lausanne schenkte.
Das Wiener Untere Belvedere zeigt mit „Nach der Natur gemalt" eine Ausstellung zu Ferdinand Georg Waldmüller, die seinen Realismus anhand von 48 Gemälden, darunter Praterlandschaften, im europäischen Kontext mit Werken von Constable, Corot und Rousseau verortet.
45 jüdische Vertreter aus ganz Europa fordern in einem offenen Brief der European Jewish Association die Staatsanwaltschaft Antwerpen auf, die Anklage gegen zwei jüdische Beschneider wegen Körperverletzung fallen zu lassen, da dies die Religionsfreiheit verletze.
Die ARD zeigt ab 28. Mai die Dokumentation „Mit dem Herz in der Hand" über 30 Jahre Sportfreunde Stiller, die neben der Bandgeschichte auch eine Freundschaftskrise und die Entstehung ihres WM-Hits beleuchtet.
Wiesn-Chef Christian Scharpf stellt klar, dass „Skandal im Sperrbezirk" der Spider Murphy Gang auf dem Oktoberfest nicht verboten wird und zur Münchner Musikgeschichte gehört. Auslöser war eine Liedempfehlung der Stadt Erlangen, die den Song als sexistisch eingestuft hatte.