Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: Außerhalb Bayerns
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Der ESC-Reichweiten-Peak im Ersten war diesmal ungewöhnlich früh erreicht, weil Sarah Engels bereits als zweite Starterin auftrat – danach sank die Zuschauerzahl zunächst, bevor ein ZDF-Krimende um 21:45 Uhr für einen Einschaltimpuls sorgte.
Sarah Engels belegte beim ESC 2025 in Wien mit „Fire" den drittletzten Platz und erhielt nur zwölf Punkte, keinen einzigen vom Publikum. Der Artikel analysiert, warum ein fehlerloser, aber zu beliebiger Auftritt beim ESC nicht ausreicht und der SWR künftig mutigere Ansätze braucht.
Beim Festival „Un|Controlled Gestures" in seiner vierten Ausgabe am HAU Berlin präsentieren sieben Choreografinnen und Choreografen aus dem Nahen Osten Arbeiten, die das Zittern als gemeinsames Bewegungsvokabular erkunden.
Marina Abramović zeigt im Berliner Gropius Bau ihre Ausstellung „Balkan Erotic Epic", die Trauer und Erotik anhand balkanischer Folklore mit explizit körperlichen Motiven verbindet.
Das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen zeigt mit „Phoenix Effect" ein Triple-Bill-Programm, das Physical Theatre mit Anleihen an Sartre verbindet.
Das Tanzprogramm „Triple Impact" am Staatstheater Braunschweig zeigt laut Rezension geschmeidiges Selbstbewusstsein bei Choreograf Ihsan Rustem und fein austarierte Energien.
Der australische Tänzer Callum Linnane wechselt zur Spielzeit 2026/27 als Erster Solist zum Hamburg Ballett.
Das Ballett Kiel zeigt die Produktion „Get into the Groove", bei der Company und Choreografen auf der Suche nach dem Groove sind.
Die Tanzschule Güth aus Hamm gewinnt bei den Deutschen Meisterschaften HipHop Inklusion dreifach Gold und setzt damit ein Zeichen für gelungene Inklusion im Tanzsport.
Sabine Gehm vom Dachverband Tanz zieht neu in den Vorstand des Fonds Darstellende Künste (DaKü) ein.
Kinsun Chans Uraufführung „Parts and Pieces" mit dem Semperoperballett verbindet Tanz, Live-Klaviermusik, Gesang und Kintsugi-Ästhetik zu einem fragmentarischen Abend, dessen starke Gruppenszenen über dramaturgische Schwächen im Mittelteil hinweghelfen.
Zur Fußball-Europameisterschaft brachten Peter Jordan und Leonard Koppelmann mit rund 40 Laiendarstellern das Fan-Spektakel „Glaube Liebe Fußball" vor dem Düsseldorfer Schauspielhaus zur Premiere, das den Platz zugleich als Fan-Zone für das Public Viewing vorbereitet.
Die drei großen Schauspielhäuser in Nordrhein-Westfalen erhalten neue Intendanten: Andreas Karlaganis übernimmt 2026 das Düsseldorfer Schauspielhaus, Nicolas Stemann 2027 das Schauspielhaus Bochum, und Kay Voges beginnt 2025 am Schauspiel Köln.
Sven Schlötcke, Co-Leiter des Mülheimer Theaters an der Ruhr, beschreibt anhand seiner Biografie in der DDR, warum Theater als gesellschaftliches Labor der Verständigung und Überwindung von Identitäten unverzichtbar bleibt.
16 Stuttgarter Theater haben sich vor sechs Jahren in der Solidargemeinschaft Stuttgarter Theater (SST) zusammengeschlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen und kulturpolitisch zu agieren – ein Netzwerk, das sich besonders in der Coronapandemie bewährt hat.
Das Theater Magdeburg plant für Mai 2026 ein Stück über den Weihnachtsmarktanschlag von 2024, das Regisseur Sebastian Nübling und Autor Kevin Rittberger erarbeiten. Dagegen formiert sich Protest, den rechte Akteure rund um den TikToker Denny Zenker organisieren.
Bei der Premiere von „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten" am Schauspielhaus Bochum stürmten Zuschauer die Bühne und erzwangen den Abbruch der Vorstellung wegen eines rechtspopulistischen Schlussmonologs – der Vorfall löst eine Debatte über Grenzen von Provokation und Zuschauerverhalten im Theater aus.
Am Thalia Theater diskutierte ein Podium über den Umgang des Theaters mit Rechtspopulismus, nachdem Milo Raus „Prozess gegen Deutschland" für heftige Kritik gesorgt hatte. Offen blieb, was Dialog statt Abgrenzung konkret für die Theaterprogrammgestaltung bedeutet.
Der Aufsichtsrat der Hamburgischen Staatsoper hat den Vertrag mit Ballettintendant Demis Volpi nach weniger als einer Spielzeit aufgelöst, nachdem Ensemblemitglieder ein toxisches Arbeitsklima beklagt hatten. Ein Leitungstrio soll das Hamburg Ballett interimistisch führen.
Das Nationaltheater Mannheim betreibt seit 2022 wegen der Generalsanierung seines Haupthauses mehrere Interimsspielstätten, darunter die OPAL, eine abbaubare Leichtbauhalle am Luisenpark mit knapp 800 Plätzen, die im Oktober 2024 eröffnet wurde.
Die Chemnitzer Stadtverwaltung hat nach jahrelanger Ungewissheit zwei Optionen für die Zukunft des seit 2021 geschlossenen Schauspielhauses vorgestellt: eine Sanierung des Altbaus für rund 34 Millionen Euro oder ein Neubau am Interimsstandort Spinnbau für etwa 33 Millionen Euro.
Schauspieldramaturg Boris C. Motzki analysiert in einem Essay, wie Theater unterschiedliche Zeitdimensionen verhandelt – von der nötigen Reifungszeit künstlerischer Werke über inszenierte Zeitdehnung als Provokation bis hin zur Forderung nach mehr utopischen Räumen statt Dystopien.
Burgtheater-Schauspielerin Safira Robens reflektiert anlässlich der Blackfacing-Debatte in Hamburg über eigene Erfahrungen mit Rassismus im deutschsprachigen Theater und beschreibt gleichzeitig einen spürbaren, wenn auch langsamen Wandel.
Sandra Hinz und Schirin Khodadadian übernehmen ab der Spielzeit 2027/28 gemeinsam die Leitung des Deutschen Theaters Göttingen und sichern damit Kontinuität nach dem vorzeitigen Abgang von Intendant Erich Sidler.