Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: Außerhalb Bayerns
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Bernd Schmidt, Geschäftsführer des Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs, erklärt im Interview, wie belletristische Stoffe für die Bühne ausgewählt werden, und schildert die Entstehung seiner erfolgreichen Bühnenfassung von Karsten Dusses „Achtsam morden".
Zeitgenössischer Zirkus ohne Tiere und Clowns gewinnt in Deutschland zunehmend Publikum und taucht verstärkt in Theaterfestivalen wie den Ruhrfestspielen auf, wo Artistik, Tanz und Objekttheater ohne Sprache persönliche und politische Themen verhandeln.
Im Theaterhaus Stuttgart wurde der 20. Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen, moderiert von der Theatercompany Familie Flöz. Den Lebenswerk-Preis erhielt Regisseurin Brigitte Dethier; Thomas Schmauser und Bettina Ranch wurden als beste Darsteller in Schauspiel und Musiktheater ausgezeichnet.
Das Festival Fast Forward in Dresden, eine Werkschau junger europäischer Theaterregisseur:innen, wird wegen Sparmaßnahmen des Landes Sachsen eingestellt, obwohl es trotz internationaler Strahlkraft und treuer Zuschauer erfolgreich war.
Die Dramaturgische Gesellschaft tagte zu ihrem 70. Jubiläum auf Kampnagel in Hamburg mit rund 400 Teilnehmenden zum Thema Inklusion und Empowerment im Theater und forderte, Care und Barrierefreiheit als strukturellen Standard statt als Zusatz zu begreifen.
Christian Spuck, Intendant des Staatsballetts Berlin, erhielt am 28. Februar 2026 im Aalto-Theater Essen den Deutschen Tanzpreis. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Tanzwissenschaftlerin Gabriele Brandstetter und posthum Tadashi Endo.
Beim 13. Sächsischen Theatertreffen in Görlitz und Zittau diskutierten Ministerpräsident Michael Kretschmer und Journalist Simon Strauß über die finanzielle und strukturelle Krise der Theater im ländlichen Raum Sachsens; den Jury-Preis erhielt „Richard III." des Theaters Plauen-Zwickau.
Beim 43. Heidelberger Stückemarkt präsentierte Gastland Kanada freie Theaterproduktionen zu Kolonialismus, queerer Identität und Netzhasskampagnen; den Internationalen Autor:innenpreis gewann Erin Shields, den stärksten Eindruck hinterließ Safia Nolins Anti-Oratorium über Hasskriminalität.
Die Ruhrfestspiele 2026 haben ihr 80. Jubiläumsjahr im Festzelt in Recklinghausen eröffnet; das stärkste Zeichen des Abends war die thematisierte Absage der iranischen Produktion „Das Kind" wegen des Krieges im Iran.
Das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau richtete vom 21. bis 26. April 2026 das 13. Sächsische Theatertreffen aus, bei dem 21 Inszenierungen auf sechs Bühnen zu sehen waren. Den Festivalpreis erhielt das Theater Plauen-Zwickau für „Richard III." in der Regie von Dirk Löschner.
Das Theater Koblenz zeigt die deutsche Erstaufführung von John Adams' Oper „Antony and Cleopatra" unter der Regie von Intendant Markus Dietze, die mit überzeugendem Ensemble und dem Staatsorchester der Rheinischen Philharmonie als packend bewertet wird.
Jan Bosse inszeniert Joachim Meyerhoffs Roman „Man kann auch in die Höhe fallen" am Badischen Staatstheater Karlsruhe als selbstironisches Solo mit Anne Müller, das die Hommage an die Mutter mit einer Hommage ans Theater verbindet.
Die Deutsche Erstaufführung von George Benjamins Oper „Picture a day like this" an der Oper Köln überzeugt musikalisch durch ein starkes Ensemble und Dirigent Christian Karlsen, wirkt szenisch jedoch distanziert und kalt, da das Kreativteam bei der Premiere nicht anwesend war.
Jan-Christoph Gockels Recherchestück „Polaris" über den Südpol und einen russischen Polarmordversuch feierte bei den Ruhrfestspielen Premiere – bildstark inszeniert und souverän gespielt, jedoch dramaturgisch zu vage, um Spannung zu erzeugen.
Die Universität der Künste Berlin sucht eine künstlerische Lehrkraft für das Fach Klavier in der Fakultät Musik, unbefristet in Vollzeit, mit Stellenantritt zum 1. Oktober 2026.
Die aktuelle Jury des Berliner Theatertreffens hat beschlossen, die seit 2019 geltende Frauenquote ab 2027 nicht fortzuführen und stattdessen breitere Strukturbeobachtungen des Theaterbetriebs zu präsentieren.
Das Dresdner Dixieland Festival zählte rund 300.000 Besucher und zieht trotz erstmals abgesagter Abschlussparade eine positive Bilanz. 2026 soll die Parade beim 55. Festival zurückkehren.
Das deutsche ESC-Publikum vergab zwölf Punkte an Israel, doch die ARD-Aftershow thematisierte diesen Moment kaum. Der Autor sieht darin ein Symptom einer strukturellen Israel-Allergie im öffentlich-rechtlichen Journalismus.
Die Komische Oper Berlin zeigt mit Olga Neuwirths „Orlando" die deutsche Erstaufführung der queeren Oper als spektakuläres Sci-Fi-Opernhybrid, mit Ema Nikolovska und Alma Sadé in den Hauptrollen unter der musikalischen Leitung von Johannes Kalitzke.
Der israelischstämmige Berliner Eyal Edelmann bietet individuelle Stadtführungen per Van an, die Architektur, jüdische Geschichte und NS-Gedenkstätten verbinden, und unterstützt nebenbei Israelis bei deutschen Behördengängen.
Hamza Abu Howidys Debüt „Muscheln am Strand von Gaza" schildert sein Aufwachsen im Gazastreifen unter Hamas-Herrschaft, seine Verhaftung als Protestierender und seine Flucht nach Europa – ein persönlicher, differenzierter Bericht zum Nahostkonflikt.
Sarah Engels landete beim ESC 2026 in Wien mit „Fire" auf Platz 23 von 25 und erhielt insgesamt nur zwölf Jury-Punkte, während das Televoting ihr keinen einzigen Punkt brachte. Den Sieg holte Bulgarien mit DARA und „Bangaranga".
Sarah Engels erzielte beim ESC 2026 in Wien mit „Fire" nur zwölf Jury-Punkte und null Publikumspunkte, landete auf Platz 23 von 25. Bulgarien gewann den Wettbewerb erstmals mit DARA und „Bangaranga".
Zum 80. Gründungsjubiläum der DEFA empfiehlt Defa-Stiftungs-Vorstand Stefanie Eckert drei wiederentdeckenswerte Filme: den Spielfilm „Sterne" von Konrad Wolf, den Dokumentarfilm „Winter adé" von Helke Misselwitz und den Trickfilm „Die Leuchtturminsel" von Günter Rätz.