Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
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Unbekannte stahlen bei einem Einbruch in eine Flensburger Geigenbau-Werkstatt rund 60 Geigen und zwei Celli im Wert von etwa 100.000 Euro. Die Polizei sucht Zeugen.
Das Schauspielhaus Wien zeigt in Koproduktion mit den Wiener Festwochen den vierteiligen Theaterabend „9/11 Frames per Second", der sich mit den Anschlägen vom 11. September 2001 und ihren Folgen befasst – mit Texten von Claudia Rankine, Sivan Ben Yishai, Ozan Zakariya Keskinkılıç und Myassa Kraitt.
Pretenders-Frontfrau Chrissie Hynde kritisiert in einem offenen Brief das Filmen mit Smartphones bei Konzerten und Kunstveranstaltungen und appelliert an Fans, ihre Geräte wegzustecken, um das Erlebnis ungestört zu genießen.
Taylor Swift hat Paul McCartneys neues Album „The Boys of Dungeon Lane" auf Instagram gelobt und ihn als dauerhaft außergewöhnlichen Künstler bezeichnet; McCartney hatte zuvor Swifts Karriere mit seiner eigenen Beatle-Ära verglichen.
Kevin Costners Western „Der mit dem Wolf tanzt" (1990) belebte das totgesagte Genre neu, gewann sieben Oscars und spielte weltweit knapp 200 Millionen Dollar ein – trotz Kritik an seiner Darstellung der Sioux als hilfsbedürftiges Volk.
David Bowie outete sich am 22. Januar 1972 im britischen „Melody Maker" mit den Worten „I'm gay" und war damit der prominenteste Bisexuelle unter den Popstars, was die Popkultur nachhaltig beeinflusste.
Der Konzertfilm „The Cure In Orange" dokumentiert den Auftritt der britischen Band im römischen Amphitheater Théâtre antique d'Orange 1986, kurz vor ihrem internationalen Durchbruch, und zeigt die Band im Übergang vom Post-Punk zum Pop.
Rolling Stone stuft Martin Scorseses „Cape Fear" (1991) als überschätzt ein: Das Remake wirke wie ein Cartoon, De Niros maßlos überzeichnete Darstellung des Bösewichts Max Cady sei auf Oscar-Effekt getrimmt, verfehle aber die Klasse von Anthony Hopkins' Hannibal Lecter.
Pål Waaktaar-Savoy, Gitarrist und Hauptsongwriter von A-ha, spricht im Interview anlässlich seiner Biografie „Tears from a Stone" über seinen Songwriting-Prozess, die Bedeutung von „Take On Me" und seine Frustration über die heutige Arbeitsweise der Band im Studio.
Das Cineplex Freyung zeigt im Juni unter anderem die Neuverfilmung „Masters of the Universe" mit Nicholas Galitzine sowie weitere Starts wie „Disclosure Day", „Star Wars: The Mandalorian and Grogu", „Ein Münchner im Himmel" und „Der Teufel trägt Prada 2".
Rolling Stone stuft Spielbergs „Unheimliche Begegnung der Dritten Art" (1977) als überschätzt ein: Der Film belohne die blinde, egozentrische Sucht seiner Hauptfigur unkritisch und liefere im entscheidenden Schlussakt kein einlösendes Erlebnis.
Das Germanische Nationalmuseum Nürnberg zeigt bis September 2020 eine Jubiläumsausstellung zum 150-jährigen Bestehen des Bayerischen Gewerbemuseums, das 1869 gegründet wurde, um durch internationale Mustersammlungen das Industriedesign zu fördern.
Die in Amberg lebende japanische Künstlerin Erika Wakayama wurde als Künstlerin der Metropolregion Nürnberg ausgezeichnet und verbindet in großformatigen Buntstiftzeichnungen sowie Objektinstallationen japanische Spiritualität mit zeitgenössischer Bildsprache.
Nach einem ausverkauften Konzert von Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys in der WWK Arena plant FC-Augsburg-Chef Michael Ströll, die Stadion-Arena künftig regelmäßiger als Konzertlocation zu nutzen.
Hollywood inszenierte Marilyn Monroe als naive Verführerin, doch sie war zugleich charismatisch, perfektionistisch und talentiert. Als Pionierin des Feminismus und Opferfigur stilisiert, lässt ihr früher Tod bis heute Raum für Deutungen.
Der niederländische Künstler Martijn Smits eröffnete im Flößermuseum Unterrodach eine Ausstellung, die das fränkische Flößerhandwerk künstlerisch aufgreift – darunter die Skulptur „Willi" aus Millionen Jahre altem Holz und einem 400 Jahre alten Schiefermännchen.
Die Katholische Pfarrbücherei Pfarrweisach erhält vom Bayerischen Büchereiverband Sankt Michaelsbund die Auszeichnung als „Lernort der Demokratie" und unterzeichnet ein Selbstverständnispapier zur Förderung demokratischen Miteinanders.
Die Coburger Coverband „Foo Fightclub" darf beim Fanfest in München als Vorband der Foo Fighters auftreten – eine Einladung, die die fünf Musiker nach einem Konzert überraschend erhielten.
Die 38. Coburger Designtage sind unter dem Motto „Design kann Transformation" eröffnet worden und finden in einem Rohbau in der Heiligkreuzstraße 26 statt.
Vertical-Drama-Apps wie ReelShort und DramaBox dominieren mit klischeebeladenen Kurzserien nach chinesischen Erzählmustern den Markt, während westliche Anbieter wie aTwist und Issa Raes „Screen Time" das Format in eine anspruchsvollere Richtung entwickeln wollen.
Doris Uhlich zeigt mit „GAP" eine Tanzperformance über Obdachlosigkeit mit Betroffenen aus Wien, während Irina Pauls in „Sieben Brücken" verlorene Volkstanztraditionen der Braunkohleregion im Leipziger Süden rekonstruiert und aktualisiert.
Die kolumbianischen Künstlerinnen Estefanía Álvarez Ramírez und Luisa Fernanda Alfonso dekonstruieren in „Quinceañeras" beim PACT Zollverein das lateinamerikanische Übergangsritual zum 15. Geburtstag und erkunden dabei Weiblichkeit, Migration sowie das Verhältnis zwischen lateinamerikanischer und europäischer Kultur.
Das Tanzstück „Psycho" von Diego Tortelli und Miria Wurm feiert im Münchner Theater HochX Uraufführung: Tänzer Hélias Tur-Dorvault ergründet darin das Phänomen Atem als körperlich-autonomen Vorgang in einem ausdrucksstarken Solo.
Beim 22. Körber Studio Junge Regie am Hamburger Thalia Theater gewann Elisa Künasts Inszenierung über ostdeutsche Identität den Jurypreis; das Festival zeigte einen Nachwuchs, der formal sicher agiert, thematisch jedoch stark in der Vergangenheit verhaftet bleibt.