Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
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Journalist Thilo Jahn wird ab Ende August 2026 Co-Moderator des ARD-Kulturmagazins „Titel Thesen Temperamente" und übernimmt etwa ein Drittel der Sendungen neben Hauptmoderatorin Siham El Maimouni.
Sachsen-Anhalt verankert den Schutz von Kunst und Kultur erstmals gesetzlich als Staatsziel; der Landtag stimmte mit breiter Mehrheit dafür, nur die AfD-Fraktion enthielt sich.
Ein kanadischer Veranstalter hat drei Dezember-Konzerte des französischen Sängers Patrick Bruel in Québec abgesagt, gegen den die französische Justiz wegen Vorwürfen sexueller Gewalt ermittelt.
Die kolumbianische Musikerin Totó La Momposina, bekannt als Königin des Cumbia und zweifache Latin-Grammy-Gewinnerin, ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Die taiwanische Autorin Yang Shuang Zi gewinnt mit ihrem Roman „Taiwan Travelogue" den International Booker Prize – als erste Taiwanerin und mit dem ersten auf Mandarin verfassten prämierten Werk. Das Preisgeld von 50.000 Pfund teilt sie mit Übersetzerin Lin King.
Das Armeemuseum in Toledo zeigt jetzt die Kanone aus Sergio Leones Westernklassiker „The Good, the Bad and the Ugly", mit der Clint Eastwood auf Eli Wallach schoss – aufgespürt von Freiwilligen anlässlich des 60. Filmjubiläums.
Ein KI-Experte der University of Pennsylvania stufte die mit dem „Commonwealth Short Story Prize" ausgezeichnete Kurzgeschichte „The Serpent in the Grove" von Jamir Nazir per Software zu 100 Prozent als KI-generiert ein. Die Commonwealth Foundation prüft die Vorwürfe.
Thilo Jahn wird neuer Co-Moderator des ARD-Kulturmagazins „ttt" und übernimmt ab 30. August rund ein Drittel der Sendungen neben Siham El-Maimouni. Er folgt auf Thilo Mischke, dessen geplante Verpflichtung die ARD nach öffentlichem Widerstand zurückgezogen hatte.
Das Staffelfinale der ARD-Serie "Die Notärztin" erreichte mit 2,70 Millionen Zuschauern einen Tiefstand, während ein alter Münster-"Tatort" im BR mit 7,2 Prozent Marktanteil bundesweit punktete.
Stefan Mross kritisiert das Vorgehen des SWR bei der Absetzung von „Immer wieder sonntags": Er wurde kurz vor der öffentlichen Ankündigung überrumpelt und sollte vorgefertigte Zitate unterschreiben, was er verweigerte.
Nach dem Tod der 25-jährigen Schauspielerin Luna Jordan haben die Produktionsfirmen W&B Television und Turbine Studios die Dreharbeiten zur ZDF/BBC-Serie „Hamburg Days" vorerst gestoppt. Wie es mit Jordans bereits begonnener Rolle der Astrid Kirchherr weitergeht, ist noch offen.
Forscher der Universitäten Mainz und München haben im Auftrag des BR ein Gutachten erstellt, das Vielfalt und Ausgewogenheit im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wissenschaftlich definiert und Handlungsempfehlungen wie kontinuierliches Monitoring und Vielfalts-Checks für den Redaktionsalltag gibt.
Vikar Ferdinand Brenner bietet im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Coburg queersensible Seelsorge an, die queeren Menschen einen Raum ohne Rechtfertigungsdruck eröffnet und kirchliche Verletzungserfahrungen explizit anerkennt.
Birgit Keil gründete 1995 die Tanzstiftung Birgit Keil, die seither über 350 Nachwuchstänzer aus aller Welt förderte und heute Eleven des Stuttgarter Balletts unterstützt. Im Interview schildern sie und Vladimir Klos die Entstehungsgeschichte und Arbeitsweise der Stiftung.
Die Wiener Choreografin Doris Uhlich hat die künstlerische Bertolt-Brecht-Gastprofessur der Universität Leipzig übernommen und wird im laufenden Semester am Institut für Theaterwissenschaft lehren sowie ein Projekt mit Studierenden und Wohnungslosen realisieren.
Erstmals werden bei dem neuen Medienforum „Story Vision Europe“ zentrale Akteur:innen aus Politik, Medienwirtschaft und Kreativbranche zusammengebracht, um den europäischen Dialog innerhalb der Medienbranche zu stärken. Anmeldungen für das Forum zu Europas Medienzukunft sind ab sofort möglich.
Der Wettbewerb des 79. Filmfestivals Cannes zeigt gesellschaftlich engagierte Filme von Sandra Wollner, Cristian Mungiu, Marie Kreutzer und Andrey Zvyagintsev; im Hintergrund prägt der Kulturkampf um den Medieneinfluss von Vincent Bolloré die Festivalatmosphäre.
Das satirische Musical „Oktoberfest A Musical" von Komponist Harold Faltermeyer und Autor Philip LaZebnik feiert am 16. September seine München-Premiere in der Komödie im Bayerischen Hof – nach Aufführungen in Berlin zunächst gegen den Widerstand der Stadt München.
Ena Katarina Halers Roman „Die Schuldlosen" verknüpft mehrere Lebensgeschichten nach den Jugoslawien-Kriegen und zeigt, wie Schuld und Verdrängung das Handeln der Figuren bestimmen.
Das Museum für Sepulkralkultur Kassel zeigt bis 1. November die Ausstellung „Wohin mit dem Hund?", die die Beziehung zwischen Mensch und Tier im Kontext von Abschied, Trauer und Erinnern thematisiert.
Die Kulturzeit vom 20.05.2026 porträtiert den palästinensischen Hamas-Kritiker Hamza Abu Howidy, der nun in Deutschland lebt und sein Buch über Gaza vorstellt, und berichtet zudem über rechte Gewalt gegen Kulturorte in Cottbus.
Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss schildert in „Königin der Nacht" das Leben seiner Mutter, einer Frau ohne Bildung und Perspektiven, die ihn mit 15 Jahren auf die Straße setzte.
Die 3. Doxumentale findet vom 27. Mai bis 7. Juni in Berlin statt und verbindet Dokumentarfilme, Kunst und Medien zur Beleuchtung aktueller gesellschaftlicher Themen.
Jenna Ortega übernimmt die Hauptrolle in „Lily May B", einem dystopisch-surrealen Roadtrip-Film unter der Regie von Leos Carax. Drehstart ist Frühjahr 2027; das Projekt wurde bei den Filmfestspielen von Cannes vorgestellt.