Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
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Fotograf Thomas Struth dokumentiert seit über 40 Jahren Straßenzüge, Architektur und Familienporträts und untersucht dabei das Verhältnis zwischen Individuum, Gesellschaft und dem Unbewussten.
Der Autor und Filmemacher Alexander Kluge starb am 25. März 2026 im Alter von 94 Jahren in München. Anlässlich seines Todes veröffentlichte der Deutschlandfunk ein Interview, das 2017 zur Folkwang-Ausstellung in Essen entstanden war.
Der ungarisch-jüdische Autor Imre Kertész, der den Holocaust als Jugendlicher überlebte und 2002 den Nobelpreis erhielt, ist vor zehn Jahren gestorben; Auschwitz blieb die prägende Urerfahrung seines gesamten literarischen Werks.
Max Ernst entwickelte halbautomatische Techniken, um unbewusste Inhalte bildnerisch auszudrücken, und zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Surrealismus. In Frankreich und den USA prägten ihn Begegnungen mit Surrealisten und den Hopi-Indianern.
Saxofonist und Bandleader Max Greger wurde vor 100 Jahren geboren und ist vor allem durch das Titelthema des „aktuellen sportstudios" bekannt, das er prägte. Sein Leben verband Swing, Nachkriegszeit und eine erfolgreiche TV-Karriere.
Italiens Premierministerin Giorgia Meloni betreibt einen systematischen kulturpolitischen Umbau des Landes: Sie besetzt Führungspositionen in Medien, Museen und Festivals mit Gefolgsleuten und fördert ein nationalistisches „Made in Italy" auf Kosten pluralistischer Kulturinstitutionen.
Helme Heine, vor 85 Jahren geborener Kinderbuchautor und Illustrator, war zugleich als Satiriker, Regisseur, Bühnenbildner und Schauspieler tätig und orientierte sich am Ideal des Renaissance-Universalkünstlers.
Algorithmen bestimmen zunehmend, welche Musik gehört wird – ein Strukturwandel, der kleine Independent-Labels benachteiligt und in Zeiten politischer Verschiebungen zur Machtfrage wird.
J. Heinicke diskutiert, inwieweit politischer Einfluss die Kunstfreiheit einschränkt und wie das Verhältnis zwischen Kulturpolitik und künstlerischer Unabhängigkeit gestaltet sein sollte.
Rembrandts frühes Gemälde „Christus in Emmaus" (37 × 42 cm) gilt wegen seiner radikalen Bildsprache als herausragendes Frühwerk des Künstlers.
Die ungarische Autorin Kinga Tóth begrüßt den Wahlsieg Péter Magyars mit „skeptischer Freude" und erhofft sich dadurch mehr Vielfalt in der ungarischen Kulturszene, in der Frauen und die LGBTQ-Gemeinschaft bisher zu wenig Gehör fanden.
Der britische Architekt James Stirling, der vor 100 Jahren geboren wurde, löste mit spielerischer Postmoderne – darunter die 1984 eröffnete Neue Stuttgarter Staatsgalerie – Debatten aus, die das Bauen nachhaltig veränderten.
Der Palast der Republik, am 23. April 1976 in Ostberlin eröffnet, vereinte als Parlamentssitz und Freizeitstätte die Widersprüche der DDR. Nach seiner Schließung entbrannte ein Streit um seine Zukunft und den Umgang mit der DDR-Vergangenheit.
Papa Wemba, kongolesische Musik-Ikone und politisches Vorbild, prägte afrikanische Rumba und starb 2016 während eines Auftritts vor tausenden Fans auf der Bühne.
Ein neuer Podcast namens „Zu groß für Deutschland" widmet sich Filmemacher Werner Herzog, der trotz fehlendem Handy als Influencer auf Social Media ein junges Publikum erreicht.
Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson ist zurückgetreten, nachdem ihrer Behörde Fehler bei der Vergabe von Fördermitteln gegen Antisemitismus unterlaufen waren. Der Fall legt strukturelle Schwächen der Berliner Kulturverwaltung offen.
Der schwedische Bilderbuchautor und -zeichner Sven Nordqvist, bekannt für die Reihe über den alten Pettersson und seinen Kater Findus, feiert seinen 80. Geburtstag.
Michael Kunze, bekannt als Texter von Musicals und Hits wie „Griechischer Wein" für Udo Jürgens, spricht über seine Arbeit als Liedermacher und seine juristische Beschäftigung mit der mangelnden Aufarbeitung der NS-Schuld.
Peter Ensikat war der meistgespielte Kabarett-Autor der DDR und verfasste anspielungsreiche Witze über den Sozialismus. Nach der Wiedervereinigung wandte er sich deutsch-deutschen Befindlichkeiten zu.
Philosophin Dorothea Winter sieht in KI eine Chance, Kunst barrierefreier zu machen, etwa indem blinde Menschen Werke erklärt bekommen. Zugleich warnt sie vor einer Überflutung mit KI-generiertem Einheitsbrei.
Arthur Conan Doyle ließ Sherlock Holmes am 4. Mai 1891 in einer Geschichte am Reichenbachfall sterben, weil er des Detektivs überdrüssig war – doch der Protest des Publikums zwang ihn zur Wiederauferstehung der Figur.
Das neue Bundes-Gedenkstättenkonzept von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer setzt den Schwerpunkt auf NS-Zeit und SED-Diktatur und klammert deutsche Kolonialverbrechen aus, was Kritik auslöst. Als Reaktion ist ein eigenes Konzept für diesen Bereich geplant.
Marc Chagall interpretierte in seinem Gemälde „Jakobs Traum" (1960–1966) die biblische Erzählung neu: Anders als im Originaltext reicht die Himmelsleiter nicht bis zum Himmel, enthält aber dennoch eine hoffnungsvolle Vision.
Gary Cooper zählte von der Stummfilmzeit bis zu seinem Tod vor 65 Jahren zu den populärsten Hollywood-Schauspielern und prägte mit wortkargem Auftreten das Westerngenre als Inbegriff des amerikanischen Helden.