Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
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Ein neuer Podcast namens „Zu groß für Deutschland" widmet sich Filmemacher Werner Herzog, der trotz fehlendem Handy als Influencer auf Social Media ein junges Publikum erreicht.
Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson ist zurückgetreten, nachdem ihrer Behörde Fehler bei der Vergabe von Fördermitteln gegen Antisemitismus unterlaufen waren. Der Fall legt strukturelle Schwächen der Berliner Kulturverwaltung offen.
Der schwedische Bilderbuchautor und -zeichner Sven Nordqvist, bekannt für die Reihe über den alten Pettersson und seinen Kater Findus, feiert seinen 80. Geburtstag.
Michael Kunze, bekannt als Texter von Musicals und Hits wie „Griechischer Wein" für Udo Jürgens, spricht über seine Arbeit als Liedermacher und seine juristische Beschäftigung mit der mangelnden Aufarbeitung der NS-Schuld.
Peter Ensikat war der meistgespielte Kabarett-Autor der DDR und verfasste anspielungsreiche Witze über den Sozialismus. Nach der Wiedervereinigung wandte er sich deutsch-deutschen Befindlichkeiten zu.
Philosophin Dorothea Winter sieht in KI eine Chance, Kunst barrierefreier zu machen, etwa indem blinde Menschen Werke erklärt bekommen. Zugleich warnt sie vor einer Überflutung mit KI-generiertem Einheitsbrei.
Arthur Conan Doyle ließ Sherlock Holmes am 4. Mai 1891 in einer Geschichte am Reichenbachfall sterben, weil er des Detektivs überdrüssig war – doch der Protest des Publikums zwang ihn zur Wiederauferstehung der Figur.
Das neue Bundes-Gedenkstättenkonzept von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer setzt den Schwerpunkt auf NS-Zeit und SED-Diktatur und klammert deutsche Kolonialverbrechen aus, was Kritik auslöst. Als Reaktion ist ein eigenes Konzept für diesen Bereich geplant.
Marc Chagall interpretierte in seinem Gemälde „Jakobs Traum" (1960–1966) die biblische Erzählung neu: Anders als im Originaltext reicht die Himmelsleiter nicht bis zum Himmel, enthält aber dennoch eine hoffnungsvolle Vision.
Gary Cooper zählte von der Stummfilmzeit bis zu seinem Tod vor 65 Jahren zu den populärsten Hollywood-Schauspielern und prägte mit wortkargem Auftreten das Westerngenre als Inbegriff des amerikanischen Helden.
Die GEMA-Mitgliederversammlung hat eine Reform der Kulturförderung beschlossen, durch die E-Musik-Komponisten künftig weniger Einnahmen erhalten als bisher.
Die Biennale Venedig 2026 sorgt für Aufsehen: Die Jury trat zurück, zwei Beteiligte verstarben, und Florentina Holzinger provoziert mit einer Performance, bei der Besucher im eigenen Urin baden.
Vor 25 Jahren starb Douglas Adams, Autor des satirischen Science-Fiction-Romans „Per Anhalter durch die Galaxis", im Alter von 49 Jahren.
Lou Scheper-Berkenkamp, vor 125 Jahren geborene Bauhaus-Schülerin, war Bühnenkünstlerin, Farbgestalterin und Erfinderin fantastischer Bildwelten und geriet möglicherweise wegen ihres Verstoßes gegen zeitgenössische Konventionen in Vergessenheit.
Berliner Läden verkaufen noch heute Nostalgieprodukte wie Poesiealben, Zinnsoldaten und Vinyl-Schallplatten und ermöglichen damit Einkaufserlebnisse vergangener Zeiten.
Zum 90. Geburtstag von Dennis Hopper erinnert ein Artikel an den Schauspieler, Regisseur und Künstler, der mit „Easy Rider" Filmgeschichte schrieb und dessen Leben als Spiegel der 68er-Generation gilt.
Oboistin Clara Blessing erklärt, dass Betroffene von Machtmissbrauch an Musikhochschulen trotz MeToo weiterhin kaum Meldungen wagen, besonders wenn Beschuldigte als charismatische Lehrende verehrt werden.
Die Schauspielerin Luna Jordan ist im Alter von 25 Jahren plötzlich und unerwartet gestorben. Sie war unter anderem im „Polizeiruf" zu sehen und hatte 2022 den österreichischen Filmpreis für die beste weibliche Nebenrolle gewonnen.
Das französische Kulturministerium hat die Architekturbüros für die Neugestaltung des Louvre bekanntgegeben: STUDIOS Architecture Paris und das Büro der deutschen Architektin Annabelle Selldorf setzen das über 1,1 Milliarden Euro teure Projekt um, das u. a. einen neuen Saal für die „Mona Lisa" vorsieht.
Die neu zusammengesetzte Jury des Theatertreffens verzichtet für die Ausgaben 2027 und 2028 auf eine Frauenquote, will aber strukturelle Ungleichheiten differenziert berücksichtigen und Erkenntnisse öffentlich teilen.
Brandenburg plant einen per Zufallsverfahren zusammengesetzten Bürgerrat zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der Empfehlungen zu Transparenz, Effizienz und regionaler Verankerung erarbeiten und dem Landtag vorlegen soll.
Richard Wagners 150 Jahre alter Steinway-Konzertflügel ist nach aufwendiger Restaurierung in Belgien in die Villa Wahnfried zurückgekehrt und soll ab diesem Sommer dort wieder in Konzerten erklingen.
Katalonien verklagt Aragón auf rund 790.000 Euro Kostenerstattung für die Pflege von 56 Kunstwerken, die 1936 aus einem Kloster in Aragón nach Katalonien gebracht und 2021 per Gerichtsbeschluss zur Rückgabe angeordnet wurden.
Der Fernsehsender Canal+ hat die Zusammenarbeit mit 600 französischen Filmschaffenden beendet, nachdem diese in einem offenen Brief vor dem wachsenden Einfluss des Rechtsaußen-Unternehmers Vincent Bolloré auf die französische Filmbranche gewarnt hatten.