Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
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Rund 1.800 Bläserinnen und Bläser haben in Nürnbergs Jakobskirche 72 Stunden lang fast ununterbrochen Posaunenmusik gespielt und damit einen Weltrekord angestrebt; die Unterlagen gehen zur Bestätigung ans Rekord-Institut Deutschland.
Lou Reeds selbstbetiteltes Solodebüt von 1972 gilt als enttäuschend, weil es aus aufgewärmten Velvet-Underground-Outtakes bestand und Reed unpassenderweise von Yes-Musikern und dem Elton-John-Gitarristen Caleb Quaye begleitet wurde.
Augsburg gibt sich kraftvoll, kritisch, lustig – und mobil. Warum es sich lohnt, im Sommer einen Ausflug in die Fuggerstadt zu unternehmen.
Ein nackter Jedermann, ein geschasster Intendant und eine Frau, die den Laden am Laufen hält: ein Report von den Salzburger Festspielen. Erstmals äußert sich auch der abservierte Markus Hinterhäuser.
Der israelische Street-Art-Experte Ettinger führt durch Tel Aviv und erklärt die lebendige, teils illegale Graffiti-Szene der Stadt, die politische Ereignisse, Alltagsgeschichten und Kunstkonflikte auf Hauswänden festhält.
Das Musée de Bretagne in Rennes eröffnet eine neue Dauerausstellung zur Dreyfus-Affäre und beleuchtet dabei zugleich die fragmentierte jüdische Geschichte der Bretagne vom Mittelalter bis zur kleinen Gegenwartsgemeinde.
Die erhaltene Apsis des 1844 eröffneten Israelitischen Tempels in Hamburg wird nach jahrzehntelangem Verfall durch den Landesbetrieb LIG saniert und soll als jüdisches Kulturdenkmal und öffentlicher Begegnungsort neu gestaltet werden.
Die Journalistin Iris Völlnagel und die Historikerin Margit Franz erforschen das wenig bekannte Schicksal jüdischer Geflüchteter, die vor dem Nationalsozialismus nach Indien flohen – darunter das Dresdner Ehepaar Lesser, das im Mumbai eine Pension für Geflüchtete betrieb.
Eine Terminübersicht bündelt jüdisch-kulturelle Veranstaltungen Anfang August, darunter die 3. Israelwoche in Bad Teinach, den Kultursommer der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Führungen in Halberstadt und Schwabach sowie Sendungen zu Hamas-Angriff und Emilie Schindler.
Fünf evangelische Gemeinden im Raum Hersbruck verbinden sich seit 2024 in der Gottesdienstreihe „Fünf auf einem Weg", bei der je zwei Gemeinden Gastgeber- und Programmrolle teilen, um Zusammenwachsen ohne Identitätsverlust zu ermöglichen.
Zum Tod von Mary de Rachewiltz, die ihren weltberühmten Vater, den Dichter Ezra Pound, als „drückende Last“ empfand und doch seine unermüdliche Nachlassverwalterin wurde.
Modest Mouse hat Gitarrist Simon O'Connor nach Vorwürfen, er habe einer Minderjährigen unangemessene Nachrichten geschickt, von der bevorstehenden Tour ausgeschlossen. Seth Jabour von Les Savy Fav übernimmt seinen Platz.
In der Kultserie „Die Sopranos“ spielte er „Big Pussy“: Jetzt ist der US-Schauspieler Vincent Pastore gestorben.
Das Wacken Open Air 2027 findet vom 28. bis 31. Juli statt; der Ticketvorverkauf startet am 2. August. Bereits bestätigt sind über 50 Acts, darunter Five Finger Death Punch, Helloween und Electric Callboy.
Kylie Minogue und Nick Cave haben beim Konzert von Nick Cave and the Bad Seeds in Brighton erstmals seit 2019 gemeinsam „Where the Wild Roses Grow" live performt.
Schlagerkomponist Ralph Siegel, der wegen einer Lungenentzündung im künstlichen Koma lag, will nach dem Erwachen ein dabei entstandenes Lied beim Eurovision Song Contest einreichen und vergleicht es mit seinem ESC-Gewinnertitel „Ein bisschen Frieden" von 1982.
Bund und Land erhöhen ihre Zuwendungen für die Bayreuther Festspiele auf je über 5,2 Millionen Euro jährlich und stärken damit ihren Einfluss als größte Anteilseigner, während Beobachter die Festspiele faktisch bereits als Staatstheater bezeichnen und die Familie Wagner als entmachtet sehen.
Gastronom Alexander Egger berichtet nach seiner Klage gegen die Vergabe von Oktoberfestzelten von Anfeindungen gegen ihn und seine Familie und verzichtet deshalb darauf, die „Münchner Stubn" auf der diesjährigen Wiesn zu betreiben.
Der neue „Ring des Nibelungen“ bei den Bayreuther Festspielen polarisiert. Können die KI-generierten Welten die traditionelle Regie ersetzen?
Die KI-gestützte Bildprojektion im Bayreuther „Ring"-Jubiläum scheitert laut Rezension an fehlender Dramaturgie und unverständlicher Struktur, während die musikalische Seite mit Christian Thielemann, Camilla Nylund und Klaus Florian Vogt überzeugt.
Normalerweise ist Hollywood nicht zögerlich, wenn es um Fortsetzungen geht. Aber Ryan Gosling und Margot Robbie wollen angeblich mehr Geld, als das Filmstudio zahlen will – und jetzt wird die Zeit knapp.
Berichte über einen Rauswurf von Slipknot-Gründungsmitglied Sid Wilson sorgen für Verwirrung, da weder die Band noch Wilson die Meldung bestätigt haben. Gitarrist Jim Root appellierte via Instagram, Gerüchten nicht voreilig zu glauben.
Tech-Unternehmen kaufen tonnenweise alte Bücher, um die KI damit zu füttern. Gespräch mit einem deutschen Antiquar, für den das ein gutes Geschäft ist – der aber durchaus Anlass zu Skepsis sieht.
Das US-Motto „In God We Trust" wurde vor 70 Jahren eingeführt, um die Nation zu einen. Heute vereinnahmt Trump es für seine religiös-konservative Rhetorik, während im Kongress Gesetzesentwürfe zur Pflichtanbringung in Regierungsgebäuden vorliegen.