Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Aktuelle Artikel
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Das Ballett Kiel zeigt die Produktion „Get into the Groove", bei der Company und Choreografen auf der Suche nach dem Groove sind.
Die Tanzschule Güth aus Hamm gewinnt bei den Deutschen Meisterschaften HipHop Inklusion dreifach Gold und setzt damit ein Zeichen für gelungene Inklusion im Tanzsport.
Florentina Holzinger gestaltet mit „Seaworld Venice" den österreichischen Pavillon auf der Biennale in Venedig – ein spektakuläres, aber nicht durchweg neues Werk.
Sabine Gehm vom Dachverband Tanz zieht neu in den Vorstand des Fonds Darstellende Künste (DaKü) ein.
Gauthier Dance zeigt im Theaterhaus Stuttgart mit „Anthems" zwei Stücke des Choreografen Barak Marshall, der Slapstick, Theatertricks und schwarzen Humor verbindet.
Kinsun Chans Uraufführung „Parts and Pieces" mit dem Semperoperballett verbindet Tanz, Live-Klaviermusik, Gesang und Kintsugi-Ästhetik zu einem fragmentarischen Abend, dessen starke Gruppenszenen über dramaturgische Schwächen im Mittelteil hinweghelfen.
Zur Fußball-Europameisterschaft brachten Peter Jordan und Leonard Koppelmann mit rund 40 Laiendarstellern das Fan-Spektakel „Glaube Liebe Fußball" vor dem Düsseldorfer Schauspielhaus zur Premiere, das den Platz zugleich als Fan-Zone für das Public Viewing vorbereitet.
Mehrere langjährige Intendanten haben 2024 ihre Ämter an Häusern in Berlin, Dresden, Hamburg, Köln, Oldenburg, Wiesbaden, Wien und Zürich beendet; ein Überblick zieht Bilanz über ihre Amtszeiten.
Die drei großen Schauspielhäuser in Nordrhein-Westfalen erhalten neue Intendanten: Andreas Karlaganis übernimmt 2026 das Düsseldorfer Schauspielhaus, Nicolas Stemann 2027 das Schauspielhaus Bochum, und Kay Voges beginnt 2025 am Schauspiel Köln.
Sven Schlötcke, Co-Leiter des Mülheimer Theaters an der Ruhr, beschreibt anhand seiner Biografie in der DDR, warum Theater als gesellschaftliches Labor der Verständigung und Überwindung von Identitäten unverzichtbar bleibt.
16 Stuttgarter Theater haben sich vor sechs Jahren in der Solidargemeinschaft Stuttgarter Theater (SST) zusammengeschlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen und kulturpolitisch zu agieren – ein Netzwerk, das sich besonders in der Coronapandemie bewährt hat.
Das Theater Magdeburg plant für Mai 2026 ein Stück über den Weihnachtsmarktanschlag von 2024, das Regisseur Sebastian Nübling und Autor Kevin Rittberger erarbeiten. Dagegen formiert sich Protest, den rechte Akteure rund um den TikToker Denny Zenker organisieren.
Theater kann laut diesem Essay über bloße Repräsentation hinaus als „Dritter Ort" wirken, indem es Begegnung, Resonanz und demokratisches Probehandeln ermöglicht und so gesellschaftlicher Einsamkeit entgegenwirkt.
Bei der Premiere von „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten" am Schauspielhaus Bochum stürmten Zuschauer die Bühne und erzwangen den Abbruch der Vorstellung wegen eines rechtspopulistischen Schlussmonologs – der Vorfall löst eine Debatte über Grenzen von Provokation und Zuschauerverhalten im Theater aus.
Das Staatstheater Augsburg bringt Jules Vernes „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" als Mixed-Reality-Produktion auf die Bühne, bei der das Publikum mit MR-Brillen virtuelle Welten erlebt, während Schauspieler und Sänger live agieren.
Am Thalia Theater diskutierte ein Podium über den Umgang des Theaters mit Rechtspopulismus, nachdem Milo Raus „Prozess gegen Deutschland" für heftige Kritik gesorgt hatte. Offen blieb, was Dialog statt Abgrenzung konkret für die Theaterprogrammgestaltung bedeutet.
Leo Lorena Wyss, Hausautor:in am Nationaltheater Mannheim, spricht über queere und feministische Themen im Theater, den Umgang mit klassischen Stoffen sowie strukturelle Herausforderungen für queere Autor:innen an deutschsprachigen Bühnen.
Der Aufsichtsrat der Hamburgischen Staatsoper hat den Vertrag mit Ballettintendant Demis Volpi nach weniger als einer Spielzeit aufgelöst, nachdem Ensemblemitglieder ein toxisches Arbeitsklima beklagt hatten. Ein Leitungstrio soll das Hamburg Ballett interimistisch führen.
Das Nationaltheater Mannheim betreibt seit 2022 wegen der Generalsanierung seines Haupthauses mehrere Interimsspielstätten, darunter die OPAL, eine abbaubare Leichtbauhalle am Luisenpark mit knapp 800 Plätzen, die im Oktober 2024 eröffnet wurde.
Die Chemnitzer Stadtverwaltung hat nach jahrelanger Ungewissheit zwei Optionen für die Zukunft des seit 2021 geschlossenen Schauspielhauses vorgestellt: eine Sanierung des Altbaus für rund 34 Millionen Euro oder ein Neubau am Interimsstandort Spinnbau für etwa 33 Millionen Euro.
Der griechische Choreograf Andonis Foniadakis prägt mit energiegeladenen, körperlich anspruchsvollen Balletten die deutsche Tanzszene und hat zuletzt mit „Troja", „Ikarus" und „Der Tod und das Mädchen" mehrere Uraufführungen an deutschen Theatern vorgelegt.
Hasti Molavian, iranische Mezzosopranistin und Schauspielerin am Schauspiel Köln, beklagt in einem persönlichen Statement eine zunehmende Mutlosigkeit und kollektive Sprachlosigkeit an deutschen Theater- und Opernhäusern angesichts globaler politischer Krisen.
Schauspieldramaturg Boris C. Motzki analysiert in einem Essay, wie Theater unterschiedliche Zeitdimensionen verhandelt – von der nötigen Reifungszeit künstlerischer Werke über inszenierte Zeitdehnung als Provokation bis hin zur Forderung nach mehr utopischen Räumen statt Dystopien.
Burgtheater-Schauspielerin Safira Robens reflektiert anlässlich der Blackfacing-Debatte in Hamburg über eigene Erfahrungen mit Rassismus im deutschsprachigen Theater und beschreibt gleichzeitig einen spürbaren, wenn auch langsamen Wandel.