Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
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Sandra Hinz und Schirin Khodadadian übernehmen ab der Spielzeit 2027/28 gemeinsam die Leitung des Deutschen Theaters Göttingen und sichern damit Kontinuität nach dem vorzeitigen Abgang von Intendant Erich Sidler.
Die Stadttheater Ingolstadt und Erlangen kämpfen unter ihren neuen Intendanten Oliver Brunner und Jonas Knecht mit drastischen Sparmaßnahmen: In Ingolstadt schließt der Hämer-Bau ohne Sanierungsperspektive, in Erlangen gefährden Kürzungen den laufenden Betrieb.
Bernd Schmidt, Geschäftsführer des Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs, erklärt im Interview, wie belletristische Stoffe für die Bühne ausgewählt werden, und schildert die Entstehung seiner erfolgreichen Bühnenfassung von Karsten Dusses „Achtsam morden".
Zeitgenössischer Zirkus ohne Tiere und Clowns gewinnt in Deutschland zunehmend Publikum und taucht verstärkt in Theaterfestivalen wie den Ruhrfestspielen auf, wo Artistik, Tanz und Objekttheater ohne Sprache persönliche und politische Themen verhandeln.
Im Theaterhaus Stuttgart wurde der 20. Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen, moderiert von der Theatercompany Familie Flöz. Den Lebenswerk-Preis erhielt Regisseurin Brigitte Dethier; Thomas Schmauser und Bettina Ranch wurden als beste Darsteller in Schauspiel und Musiktheater ausgezeichnet.
Das Festival Fast Forward in Dresden, eine Werkschau junger europäischer Theaterregisseur:innen, wird wegen Sparmaßnahmen des Landes Sachsen eingestellt, obwohl es trotz internationaler Strahlkraft und treuer Zuschauer erfolgreich war.
Die Dramaturgische Gesellschaft tagte zu ihrem 70. Jubiläum auf Kampnagel in Hamburg mit rund 400 Teilnehmenden zum Thema Inklusion und Empowerment im Theater und forderte, Care und Barrierefreiheit als strukturellen Standard statt als Zusatz zu begreifen.
Christian Spuck, Intendant des Staatsballetts Berlin, erhielt am 28. Februar 2026 im Aalto-Theater Essen den Deutschen Tanzpreis. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Tanzwissenschaftlerin Gabriele Brandstetter und posthum Tadashi Endo.
Beim 13. Sächsischen Theatertreffen in Görlitz und Zittau diskutierten Ministerpräsident Michael Kretschmer und Journalist Simon Strauß über die finanzielle und strukturelle Krise der Theater im ländlichen Raum Sachsens; den Jury-Preis erhielt „Richard III." des Theaters Plauen-Zwickau.
Beim 43. Heidelberger Stückemarkt präsentierte Gastland Kanada freie Theaterproduktionen zu Kolonialismus, queerer Identität und Netzhasskampagnen; den Internationalen Autor:innenpreis gewann Erin Shields, den stärksten Eindruck hinterließ Safia Nolins Anti-Oratorium über Hasskriminalität.
Die Ruhrfestspiele 2026 haben ihr 80. Jubiläumsjahr im Festzelt in Recklinghausen eröffnet; das stärkste Zeichen des Abends war die thematisierte Absage der iranischen Produktion „Das Kind" wegen des Krieges im Iran.
Das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau richtete vom 21. bis 26. April 2026 das 13. Sächsische Theatertreffen aus, bei dem 21 Inszenierungen auf sechs Bühnen zu sehen waren. Den Festivalpreis erhielt das Theater Plauen-Zwickau für „Richard III." in der Regie von Dirk Löschner.
Die 40. Bayerischen Theatertage finden vom 8. bis 25. Mai in Regensburg statt, das gleichzeitig zum Staatstheater erhoben wird. 26 ausgewählte Produktionen aus ganz Bayern präsentieren klassische und hybride Formate unter dem Motto „Vielfalt leben".
Das Theater Koblenz zeigt die deutsche Erstaufführung von John Adams' Oper „Antony and Cleopatra" unter der Regie von Intendant Markus Dietze, die mit überzeugendem Ensemble und dem Staatsorchester der Rheinischen Philharmonie als packend bewertet wird.
Jan Bosse inszeniert Joachim Meyerhoffs Roman „Man kann auch in die Höhe fallen" am Badischen Staatstheater Karlsruhe als selbstironisches Solo mit Anne Müller, das die Hommage an die Mutter mit einer Hommage ans Theater verbindet.
Die Deutsche Erstaufführung von George Benjamins Oper „Picture a day like this" an der Oper Köln überzeugt musikalisch durch ein starkes Ensemble und Dirigent Christian Karlsen, wirkt szenisch jedoch distanziert und kalt, da das Kreativteam bei der Premiere nicht anwesend war.
Sara Glojnarićs Dokumentationsoper „Station Paradiso" feiert an der Staatsoper Stuttgart Uraufführung und verarbeitet Migrationsgeschichten von Gastarbeitern anhand von Interviews und einer im StadtPalais gefundenen Audiokassette zu einem Mixtape aus Liedern, Minimalismus und Popklang.
Brett Deans Oper „Of One Blood" feiert an der Bayerischen Staatsoper Uraufführung: Regisseur Claus Guth inszeniert den historischen Machtkampf zwischen Maria Stuart und Elizabeth Tudor als szenischen Thriller, dirigiert von Vladimir Jurowski.
Jan-Christoph Gockels Recherchestück „Polaris" über den Südpol und einen russischen Polarmordversuch feierte bei den Ruhrfestspielen Premiere – bildstark inszeniert und souverän gespielt, jedoch dramaturgisch zu vage, um Spannung zu erzeugen.
Mattias Anderssons Uraufführung „Mythen des Alltags" am Volkstheater Wien, basierend auf Interviews mit 100 Wienerinnen und Wienern, scheitert laut Kritik an inhaltlicher Beliebigkeit und fehlendem theatralischem Formwillen – einzig Johanna Wokalek überzeugt mit intensiven Figurenmomenten.
Die Five Monkeys Group benennt ihr Fotomagazin FOTO HITS in FOTOnow! um und startet ab Mai 2026 mit neuem Design und erweitertem Fokus auf Fotokultur, Analogfotografie und Bildpräsentation neben etablierten Produkttests.
Ryusuke Hamaguchis „All of a Sudden" begeistert beim 79. Filmfestival Cannes mit einem humanistischen Drama über Altenpflege und Freundschaft. Daneben laufen Volker Schlöndorffs „Heimsuchung" und Paweł Pawlikowskis „Fatherland" als dunklere Beiträge zur deutschen Geschichte.
Die Universität der Künste Berlin sucht eine künstlerische Lehrkraft für das Fach Klavier in der Fakultät Musik, unbefristet in Vollzeit, mit Stellenantritt zum 1. Oktober 2026.
Die Fortsetzung The Devil Wears Prada 2 überzeugt mit den bekannten Figuren und Starbesetzung, scheitert aber an einer schwachen Storyline und einem oberflächlichen Schluss, der die hohen Erwartungen der Fans nicht erfüllt.