Die Deutsche Bühne
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Wie viel Dialog hält Theater aus?
– · gecrawlt 13.05.2026, 07:23
Das Thalia Theater Hamburg veranstaltete am 15. April 2026 die Podiumsdiskussion „Dialog statt Echo", um die heftige Kritik an Milo Raus Inszenierung „Prozess gegen Deutschland" vom Februar 2026 aufzuarbeiten. Raus Stück hatte eine simulierte Gerichtsverhandlung über ein AfD-Verbot gezeigt und dabei auch ehemaligen AfD-Abgeordneten und ultrarechten Akteuren eine Bühne gegeben, was zu massivem internen und externen Gegenwind führte. Auf dem Podium diskutierten Hamburgs Kultursenator und Deutscher-Bühnenverein-Präsident Carsten Brosda, die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach sowie die Journalistinnen Melanie Amann und Gilda Sahebi vor einem politisch gleichgesinnten Publikum. Die Teilnehmer sprachen sich dafür aus, AfD-Sympathisanten als legitimen Teil des Diskurses anzuerkennen und ihre Meinungen kritisch zu reflektieren statt zu verbieten, auch wenn das als Zumutung empfunden werden kann. Die konkrete Frage, was eine solche Offenheit für die Theaterpraxis bedeutet, blieb laut Bericht jedoch ungeklärt.
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