Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Artikel: Rolling Stone DE
23 Artikel gefunden
DPolG-Vize Manuel Ostermann, der gegen Jan Böhmermann klagt, trat kurz nach Bekanntwerden der Klage beim Konzert der umstrittenen Band Frei.Wild in Dortmund auf die Bühne und löste damit eine Debatte über seine politische Symbolwirkung aus.
SWR-Delegationsleiterin Tina Sikorski gibt beim ESC 2025 in Wien ein Interview über die neue deutsche ESC-Strategie unter SWR-Führung. Sie betont, dass Kandidatin Sarah Engels künstlerisch eigenverantwortlich agiert und den Ton bei allen kreativen Entscheidungen angibt. Sikorski will das Klischee schlechter deutscher ESC-Ergebnisse widerlegen und die Verbindung zwischen ESC und Musikbranche stärken. Zur Sicherheitslage in Wien erklärt sie, die Delegation beobachte angekündigte Pro-Palästina-Proteste aufmerksam, habe bislang aber keine Zwischenfälle erlebt.
Keith Richards hat bestätigt, dass die Rolling Stones 2026 keine Tournee zum neuen Album „Foreign Tongues" planen. Eine Tour sei frühestens 2027 denkbar. Berichte, wonach Richards Vorbehalte gegenüber den körperlichen Belastungen einer Welttournee habe, werden damit indirekt bestätigt.
FKA Twigs übernimmt die Hauptrolle in einem Biopic über Josephine Baker, die legendäre Jazz-Age-Entertainerin und Bürgerrechtsaktivistin. Regie führt die französische Filmemacherin Maïmouna Doucouré, bekannt durch „Cuties". Die Dreharbeiten sollen im Herbst beginnen. Das Projekt entsteht mit dem Segen von Bakers Söhnen und wurde kurz vor den Filmfestspielen in Cannes angekündigt.
Quentin Tarantino hat in einem Interview erklärt, dass der Gimp aus „Pulp Fiction" nach einem K.o.-Schlag durch Butch in der Ohnmacht ums Leben kam. Zum 30-jährigen Jubiläum des Films fand in Los Angeles eine Reunion mit Uma Thurman, John Travolta, Samuel L. Jackson und Harvey Keitel statt. Bruce Willis fehlte bei der Veranstaltung, da er seit seiner Diagnose mit frontotemporaler Demenz im Jahr 2022 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen lebt. Er wurde durch seine Ehefrau Hemin Willis und Tochter Tallulah vertreten, die zu seinen Ehren eine Kappe mit seinem Namen trug.
No Doubt haben ihre Sphere-Residency in Las Vegas mit einem nostalgiereichen Set eröffnet, das seltene Songs wie den Titeltrack von „Tragic Kingdom" (zuletzt 2009 gespielt) und „The Climb" (seit 1997 nicht mehr) enthielt. Die Show markierte zugleich den Bühnenrückkehr von Gitarrist Tom Dumont, der kürzlich seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht hatte. Insgesamt umfasst die Residency nun 18 Shows bis zum 13. Juni.
Beim Eagles-Konzert am 31. Juli 1980 in Long Beach eskalierte ein Streit zwischen Sänger Glenn Frey und Gitarrist Don Felder während der laufenden Show bis hin zu einer handfesten Auseinandersetzung hinter der Bühne. Felder schwingt dabei eine Gitarre über Freys Kopf, bevor er wütend im Taxi davonfährt. Der Vorfall markierte das vorläufige Ende der Band; für das nächste Album arbeiteten Frey und Felder an getrennten Küsten. Nach einer Reunion 1994 verließ Felder die Eagles 2001 endgültig nach einem erneuten Streit um Tantiemen.
George Michaels Jugendfreund Andros Georgiou behauptet, der Sänger würde noch leben, wäre seine erste große Liebe Anselmo Feleppa 1993 nicht an Aids gestorben. Feleppa, ein Modedesigner, hatte Michael Anfang der 90er Jahre kennengelernt. Laut Georgiou fand Michael nach Feleppas Tod nie wieder eine vergleichbare Liebesbeziehung und war seither „ziemlich verloren". George Michael starb am 25. Dezember 2016 im Alter von 53 Jahren.
Die Filme „Aliens" (1986), „The Abyss" (1989) und „True Lies" (1994) von James Cameron erscheinen nun in 4K-Remaster. Der Artikel bespricht alle drei Werke und ordnet sie in Camerons Gesamtwerk ein: „Aliens" gilt als bester Film der Reihe, „The Abyss" als Unterwasser-Übung für Camerons späteren Marianengraben-Tauchgang, „True Lies" als sein unterhaltsamster Film. Besonders „Aliens" wird als zeitlos einflussreich hervorgehoben – sein Pulse Rifle sorgte 2024 beim neuen Teil „Romulus" für kollektive Begeisterung.
Vinnie Vincent, ehemaliger Kiss-Gitarrist, lässt offen, ob er sich als Frau oder Mann identifiziert, und erklärt, das Geheimnis solle bleiben.
Pearl Jam haben zum National Gun Violence Awareness Day die unzensierte Version ihres Musikvideos „Jeremy" von 1992 veröffentlicht. Das Video basiert auf der wahren Geschichte von Jeremy Wade Delle, der sich 1991 vor seinen Klassenkameraden im Unterricht erschoss. In der neuen Fassung ist nun zu sehen, was zuvor aus TV-Zensurgründen verborgen blieb. Die Band setzt damit ein Zeichen gegen Waffengewalt und spendet Einnahmen aus dem Verkauf eines „Choices"-T-Shirts an entsprechende Organisationen.
David Bowies 1995 erschienenes Album „Outside", produziert mit Brian Eno, vereint 19 Art-Rock-Stücke um ein postapokalyptisches Detektivkonzept, das Fans damals überforderte, obwohl Songs wie „The Hearts Filthy Lesson" in Filmklassikern von Fincher und Lynch Verwendung fanden.
Pavements letztes Studioalbum „Terror Twilight" (1999) gilt als das am meisten unterschätzte Werk der Band. Produziert von Nigel Godrich, bewegte sich die Band erstmals in Richtung Pop, ohne dabei kommerziellen Erfolg zu erzielen. In Kritiker-Rankings des Pavement-Werks landet die Platte regelmäßig auf den hinteren Plätzen, obwohl sie einen deutlichen künstlerischen Reifeprozess zeigt. Seit der Live-Reunion 2010 spielen die Bandmitglieder die Songs daraus kaum noch live.
Im Berliner Fotografiska zeigt eine umfangreiche Ausstellung rund 150 Arbeiten des niederländischen Fotografen Anton Corbijn, die fünf Jahrzehnte Musik-, Film- und Bildgeschichte umspannen. Zu sehen sind ikonische Porträts von Künstlern wie Depeche Mode, U2, Joy Division und Herbert Grönemeyer, deren visuelle Identität Corbijn maßgeblich geprägt hat. Neben Fotografien umfasst die Schau auch Einblicke in sein Werk als Regisseur von Musikvideos und Filmen, darunter „Control" über Ian Curtis. Die Ausstellung läuft noch bis zum 20. September 2026.
In der Kaltstart-Szene von „Saturday Night Live" spielt Gastgeber Matt Damon erneut Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh, der gemeinsam mit Pete Hegseth (Colin Jost) und Kash Patel (Aziz Ansari) in einer Bar feiert. Die drei Figuren prahlen über ihre politischen Eskapaden und tauschen Witze über männliche Einsamkeit, Lügendetektortests und offene Beziehungen aus. Den Höhepunkt bildet Kavanaughs „streng geheime" Enthüllung, dass der Supreme Court Trump eine verfassungswidrige dritte Amtszeit genehmigen werde – angeblich weil Trump die Originalverfassung mit dem Vermerk „Sike!" versehen habe.
Im SNL-Weekend-Update parodiert Jeremy Culhane Tucker Carlson, der über die Met Gala schimpft und Verschwörungstheorien erfindet. Er mokiert sich über teure Kostüme, deutet Heidi Klums verschleierte Statue als linke Agenda und erfindet spontan eine Verschwörungstheorie über den stummen Buchstaben „E" in „Maine".
Andrew Sandoval und Doug Hinman haben ein umfassendes Tagesbuch-Format-Buch über die Kinks veröffentlicht, das die Bandgeschichte von 1940 bis 1971 minutiös dokumentiert. Sandoval, der einst als Gitarrist und Musical Director für Dave Davies auf Tournee war, stützte sich dabei auf Primärquellen, Archivzeitungen und neue De-Mixing-Technologie. Ray Davies ist über das Buch verärgert, weil er befürchtet, es könnte den Markt für seinen eigenen geplanten Kinks-Bildband beschädigen – den er laut Sandoval noch nicht einmal begonnen hat zu schreiben. Sandoval akzeptiert das Zerwürfnis mit seinem Lieblingssongwriter als Kompromiss seiner Arbeit als Musikhistoriker.
Beim Netflix Is a Joke Fest 2026 traten die Late-Night-Hosts Jimmy Kimmel, Conan O'Brien und Jon Stewart gemeinsam als Coverband Very White Stripes auf und spielten „Seven Nation Army" von The White Stripes im Hollywood Bowl. Kimmel übernahm dabei die Bassklarinette – ein Instrument, zu dem er als Kind durch einen Irrtum gelangte, weil er es mit einer Posaune verwechselt hatte. Begleitet wurden die drei von Abbey Romeo, bekannt aus der Netflix-Serie „Love on the Spectrum". Das Festival läuft vom 4. bis 10. Mai und umfasst mehr als 475 Shows an über 45 Spielorten.
Die Red Hot Chili Peppers haben ihren Aufnahmekatalog – 13 Studioalben – für mehr als 300 Millionen Dollar an Warner Music Group verkauft. Der Deal erfolgte im Rahmen eines Joint Ventures zwischen WMG und Bain Capital, das insgesamt Musik- und Verlagsrechte im Wert von 650 Millionen Dollar erworben hat. WMG ist seit „Blood Sugar Sex Magik" (1991) das Label der Band und war damit ein naheliegender Käufer. Die Verlagsrechte der Band hatte Hipgnosis bereits 2015 für rund 150 Millionen Dollar erworben und könnte diese nun im Zuge einer Sony-Übernahme erneut veräußern. Weder die Band noch WMG haben sich bislang öffentlich zum Verkauf geäußert.
Ariana Grande veröffentlicht am 31. Juli ihr achtes Studioalbum „Petal", das sie selbst als „ein bisschen wild" beschreibt. Die erste Single „Hate That I Made You Love Me" erscheint am 29. Mai und entstand gemeinsam mit den Produzenten Max Martin und Ilya. Das Album ist laut Grande ein Schreibexperiment, bei dem sie sich von negativen Anhaftungen und inneren Dämonen löst.
Apple Corps Ltd. eröffnet 2027 in London die erste offizielle Beatles-Fan-Experience „The Beatles at 3 Savile Row" im historischen Gebäude in Mayfair. Auf sieben Etagen werden unveröffentlichte Archivmaterialien, Wechselausstellungen, ein Fan-Store sowie eine Rekonstruktion des „Let It Be"-Originalstudios zu sehen sein. Besucher sollen außerdem das legendäre Dachkonzert vom 30. Januar 1969 virtuell nacherleben können. Paul McCartney und Ringo Starr begrüßten das Projekt in persönlichen Statements.
Ein breites Bündnis aus Musikern, Veranstaltern und Verbänden – darunter Die Ärzte, Die Toten Hosen und AnnenMayKantereit – fordert mit einem offenen Brief eine gesetzliche Regulierung des Ticketzweitmarkts in Deutschland. Konkret verlangt der vom Verband „Pro Musik" initiierte Vorstoß eine Preisobergrenze von 25 Prozent über dem Originalpreis, ein Verbot von Ticket-Bots und Leerverkäufen sowie Transparenzpflichten für Plattformen. Kritisiert wird, dass Tickets mithilfe automatisierter Software massenweise aufgekauft und zu Preisen von teils mehr als 250 Prozent Aufschlag weiterverkauft werden. Während Länder wie Frankreich und Großbritannien den Zweitmarkt bereits regulieren, gilt Deutschland laut den Unterzeichnenden als nahezu regulierungsfreier Raum für Ticketspekulanten. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat laut Verband erste Aktivitäten ihres Hauses angekündigt.
Britney Spears hat sich erstmals seit ihrer DUI-Verhaftung und einem kurzen Reha-Aufenthalt öffentlich geäußert und sich auf Instagram bei Freunden für ihre Begleitung auf ihrer „Spiritual Journey" bedankt. Sie bekannte sich schuldig wegen rücksichtslosen Fahrens, der ursprüngliche DUI-Vorwurf wurde fallen gelassen. Im Rahmen des Deals steht sie für zwölf Monate unter Bewährungsaufsicht und muss psychische sowie suchtbezogene Behandlungen fortsetzen.