Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Akteur: Bamberger Symphoniker
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Die Bamberger Symphoniker stellen ihr Programm für die Saison 2026/27 vor, die im Zeichen des 200. Todestages von Ludwig van Beethoven im Jahr 2027 steht. Zentrales Projekt sind vier vollständige Zyklen aller neun Beethoven-Symphonien, die neben Bamberg auch an Wirkungsstätten des Komponisten im Rheinland, in Prag und Wien aufgeführt werden. Chefdirigent Jakub Hrůša betonte, Beethoven sei „kein Monument, sondern lebendige Gegenwart". Intendant Marcus R. Axt stellte das Leitmotiv „bewegt" in den Mittelpunkt der Saison. Als traditionsreiches Reiseorchester – das zudem auf seine Gründung vor 80 Jahren zurückblickt – plant das Ensemble Tourneen unter anderem nach Belgien, Italien, in die Niederlande, nach Österreich und Tschechien.
Das ETA Hoffmann Theater Bamberg hat Robert Seethalers erstes abendfüllendes Theaterstück „Vernissage" uraufgeführt – ein Werk, das der österreichische Romanautor nach Jahren als Schauspieler und langer Bühnendistanz erstmals für das Theater verfasste. Das Stück schildert über drei Tage die zwischenmenschlichen Konflikte rund um eine erfolglose Vernissage in einer heruntergekommenen Kunstgalerie, wobei acht gleichberechtigte Figuren das Ensemble-Stück tragen. Regisseurin Jana Vetten inszenierte das Stück, das mit seiner melancholischen Atmosphäre und dem morbiden Kunstmilieu an Tschechow erinnert; die Bühne von Genia Leis wird dabei besonders hervorgehoben. Seethaler selbst war bei der Premiere nicht anwesend – teils aus seiner bekannten Scheu vor Zuschauerräumen, teils wegen der gleichzeitigen Veröffentlichung seines neuen Romans „Die Straße". Die Aufführung habe laut Kritik Anlaufzeit gebraucht, hinterlasse aber bleibende Bilder und Momente.