Kulturatlas

Pressespiegel

Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.

Artikel: Correctiv

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Die Jugendredaktion Salon5 feiert ihr sechsjähriges Bestehen und blickt auf eine Entwicklung von einem kleinen Podcast-Projekt zu einer bundesweit aktiven Redaktion mit fünf Standorten zurück. Das Projekt verfolgt das Ziel, jungen Menschen eine eigene Stimme in der Medienlandschaft zu geben und Themen aus ihrer Lebenswelt journalistisch aufzubereiten. Der Name verweist bewusst auf Artikel 5 des Grundgesetzes; Pressefreiheit und demokratische Grundwerte bilden thematische Schwerpunkte der Redaktionsarbeit. Neben der Inhaltsproduktion vermittelt Salon5 Medienbildung und kritisches Denken, was laut Eigendarstellung angesichts zunehmender Desinformation in sozialen Netzwerken an Bedeutung gewinnt. Zum Jubiläum, das am 7. Mai gefeiert wurde, kündigte die Redaktion weiteres Wachstum und neue Formate an.

CORRECTIV
Film – Formate & Formen
Bundesweit

Der CORRECTIV-Dokumentarfilm „Akten des Missbrauchs: Die Geschichte eines organisierten Verbrechens im Vatikan" ist ab sofort bundesweit über den Filmverleih Rise and Shine Cinema für Kinos buchbar. Der Film begleitet die investigative Recherche von CORRECTIV zur systematischen Vertuschung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche und gibt Betroffenen, Journalisten und Aktivistinnen eine Stimme. Nach seiner Premiere am 31. März 2025 in Essen wurde der Dokumentarfilm bereits in ausgewählten Programmkinos gezeigt, begleitet von Publikumsgesprächen mit den Reportern Anna Kassin und Marcus Bensmann. Als nächste geplante Vorführung zeigt das Filmhaus Köln den Film am 19. Mai.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Lukas Rehm veröffentlichte am 2. Mai 2026 auf mehreren Social-Media-Plattformen Bilder eines Festes auf dem Gelände der Stephanuskirche in Leipzig-Mockau und bezeichnete es fälschlicherweise als islamische Veranstaltung. Tatsächlich handelte es sich laut Pfarrer Konrad Taut um ein christliches Tauffest einer eritreischen Gemeinde, die die Räume der Kirchengemeinde regelmäßig nutzt. Rehms Zusatzbehauptung, die Hüpfburg habe „zwischen christlichen Gräbern" gestanden, ist ebenfalls falsch: Die sichtbaren Grabsteine sind aus ästhetischen Gründen errichtet worden und markieren keine tatsächlichen Begräbnisstätten. Das Faktencheck-Portal CORRECTIV weist darauf hin, dass eritreische Christen bei Tauffeiern Kopftücher und weiße Gewänder tragen und deshalb wiederholt für Muslime gehalten wurden – ein ähnlicher Fall war bereits 2017 aus Leipzig bekannt geworden. Rehms Beiträge wurden mehr als 1.000 Mal geteilt; auf eine Anfrage von CORRECTIV antwortete er nicht.