Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Akteur: Münchener Biennale
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Der Deutsche Multimediapreis mb21 sucht digitale, netzbasierte oder interaktive Projekte von Jugendlichen bis 25 Jahre zum Thema „Glow"; Einsendeschluss ist der 20. Juli 2026, Preisgelder umfassen 11.000 Euro.
Die Münchener Biennale für neues Musiktheater eröffnet mit einem Doppelabend, der Hans Werner Henzes Liedzyklus „Voices" (1973) als Ausgangspunkt nutzt und dessen gesellschaftskritische Themen als erschreckend aktuell präsentiert. Während der erste Teil mit Sänger:innen der Theaterakademie und dem Münchner Kammerorchester überzeugt, bleibt der zweite Teil um einen humanoiden Roboter konzeptuell plakativ. Zari Alis „Codeborn" über eine KI-Versuchsanordnung enttäuscht mit unklarer Dramaturgie und klanglichem Tumult. Den stärksten Eindruck hinterlässt „Endlich" von Asia Ahmetjanova und Franziska Angerer, das mit sieben älteren Laiendarsteller:innen, drei Nornen und einer klar strukturierten Musik das Älterwerden und Sterben würdevoll in Szene setzt.
Die Münchener Biennale feiert 2026 ihre 20. Ausgabe mit zehn Uraufführungen an verschiedenen Münchner Spielorten (8.–20. Mai). Das weltweit einzige Festival ausschließlich für neues Musiktheater wird erstmals von Katrin Beck und Manuela Kerer geleitet. Drei empfohlene Produktionen sind „Isithunzi" von Monthati Masebe über Identität und afrikanische Klangtradition, „Xochiyaoyotl" über aztekische Rituale sowie „crypt_" von Yuri Umemoto, das japanische Geistergeschichte mit KI-Ästhetik verbindet. Ergänzt wird das Programm durch Installationen, Stadtinterventionen, Workshops und erstmals Angebote für Kinder.