Die Deutsche Bühne
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Theater zwischen Trauer und Trauma
– · gecrawlt 13.05.2026, 07:23
Das Theater Magdeburg plant für Mai 2026 die Uraufführung des Stücks „Drei Minuten", in dem Regisseur Sebastian Nübling und Autor Kevin Rittberger den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt vom Dezember 2024 künstlerisch aufarbeiten wollen. Seit November 2025 formiert sich Widerstand: Am 9. November hielten rund 100 Demonstranten eine sechsstündige „Mahnwache" vor dem Theater ab, angemeldet von Denny Zenker, der dem rechten Protestbündnis „Gemeinsam für Deutschland" nahestehen soll. Zwei Petitionen – eine mit rechter Ausrichtung, eine von der Mutter eines Anschlagsopfers – fordern die Absage der Inszenierung und werfen dem Theater vor, auf Kosten der Opfer Profit zu machen. Schauspieldirektor Bastian Lomsché und Autor Rittberger betonen, das Stück solle kein Reenactment des Anschlags sein, sondern traumasensibel die Folgen für die Stadt bearbeiten. Das Theater hat ein Statement veröffentlicht, das Kritik akzeptiert, die dahinterstehende rechte Ideologie jedoch explizit benennt.
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