← Zur Übersicht
Die Deutsche Bühne
Volltext

Gesellschaftliche Spielräume

· gecrawlt 13.05.2026, 07:23

Sven Schlötcke, Co-Leiter des Mülheimer Theaters an der Ruhr, schildert seinen persönlichen Weg zum Theater – vom abgebrochenen Medizinstudium in der DDR über erste Erfahrungen als Requisiteur in Stralsund bis zum Regiestudium an der Hochschule „Ernst Busch" in Berlin. Als prägendes Erlebnis beschreibt er Alexander Langs Inszenierung von „Dantons Tod" am Deutschen Theater Ostberlin, die ihm Theater als Ort der dialektischen Auflösung von Identitäten und kollektiver Verbundenheit erschloss. Ausgehend davon formuliert er eine Theaterkonzeption, die den öffentlichen Raum der Verständigung gegen identitäre Abgrenzungstendenzen setzt. Schlötcke fordert, dass Theater diese Haltung auch in seinen inneren Strukturen verwirklichen müsse – weg vom Betrieb, hin zum gesellschaftlichen Labor. Als praktische Umsetzungen nennt er die Gründung des Theaterhauses Jena in den frühen 1990er-Jahren sowie strukturelle Reformen am Theater an der Ruhr, darunter einheitliche Verträge und die Abschaffung des Repertoirebetriebs.
Bei der Originalquelle lesen ↗licenseSource: eigenscraping-snippet

Diese Quelle erlaubt die vollstaendige Wiedergabe.