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Abendzeitung München
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Cannes 2026 ohne Hollywood: Warum deutsche Filme plötzlich im Mittelpunkt stehen

11.05.2026, 18:03 · gecrawlt 13.05.2026, 07:23

Das 79. Filmfestival von Cannes (2026) findet ohne die großen Hollywood-Produktionen statt, da US-Blockbuster wie „Michael" und „Der Teufel trägt Prada 2" das Festival übergangen haben und auch Netflix aufgrund der Cannes-Regeln zu Streaming-Auswertungsfristen nicht vertreten ist. In diesem Vakuum rückt der deutsche Film in den Mittelpunkt: Volker Schlöndorff präsentiert mit „Heimsuchung" eine Verfilmung des Romans von Jenny Erpenbeck, Sandra Hüller spielt in Pawel Pawlikowskis „Vaterland" Erika Mann, und Valeska Griesebach konkurriert mit „Das geträumte Abenteuer" um die Goldene Palme. Lars Eidinger ist gleich in zwei Filmen vertreten, darunter dem Wettbewerbsfilm „Moulin", in dem er Gestapo-Chef Klaus Barbie verkörpert. Abseits des deutschen Films sind im Wettbewerb unter anderem die österreichische Regisseurin Marie Kreutzer mit „Gentle Monster" sowie US-Independent-Produktionen mit Rami Malek, Adam Driver und Scarlett Johansson vertreten. Festivaldirektor Thierry Frémaux führt das Fernbleiben Hollywoods auf strukturelle Faktoren wie Pandemie, Streiks und Studioübernahmen zurück; Branchenbeobachter werten das Festival als mögliche Atempause vor dem 80. Jubiläum 2027.
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