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Abendzeitung München
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Carl Orff und ein Henze-Update: Auftakt zur Musiktheater-Biennale

10.05.2026, 12:01 · gecrawlt 13.05.2026, 07:23

Die Münchener Musiktheater-Biennale, die erstmals von Karin Beck und Manuela Kerer geleitet wird, eröffnete mit zwei Uraufführungen. Zara Alis „Codeborn" im Muffatwerk, inszeniert von Florentine Klepper und Deva Schubert mit dem Ensemble Phace, behandelt ein quantenphysikalisches Experiment als Ausgangspunkt, bleibt laut Kritiker jedoch in konventionellen Theaterbildern stecken und musikalisch zwischen Neuer Musik und Pop. Gelungener wirkte der zweite Abend, „V01CES//B0D1EZ" im Akademietheater des Prinzregententheaters: Komponist Piyawat Louilarpprasert und Regisseurin Amy Stebbins aktualisierten Hans Werner Henzes Liederzyklus „Voices" mit Themen wie Überwachung, Robotisierung und Wegwerfkonsum, gespielt vom Münchener Kammerorchester mit internationalen Gesangsstudierenden. Im Unterschied zur ersten Produktion punktet das Henze-Update durch spielerischen Humor und gesellschaftliche Kritik ohne Prätention. Die Biennale läuft bis zum 20. Mai.
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