Die Deutsche Bühne
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„Was kann eine gute stehende Schaubühne heute eigentlich wirken?“
– · gecrawlt 13.05.2026, 07:23
Der Kulturwissenschaftler Marc-Oliver Krampe argumentiert in einem Essay für das Themenheft „Spielraum NRW", dass Theater angesichts gesellschaftlicher Vereinzelung, Einsamkeit und des Verlusts von Gemeinschaftsorten eine neue Rolle übernehmen müsse. Statt reiner Repräsentationskunst in konventioneller Schauordnung solle das Theater zum „Dritten Ort" werden – einem Labor für Begegnung, Resonanz und demokratisches Probehandeln, in dem Publikum und Spielende gemeinsam aktiv werden. Dafür fordert Krampe einen erweiterten Kunstbegriff, der Partizipation als genuin künstlerische Technik begreift und nicht länger gegen künstlerische Exzellenz ausspielt. Auf institutioneller Ebene plädiert er für eine Reduktion konventioneller Spielplanpositionen zugunsten von Ressourcen für partizipative Formate sowie für Theaterleitungen, die sich primär als künstlerische Vermittler und Vernetzer verstehen.
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