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Kurzfilmtage Oberhausen: Der Deutsche Wettbewerb

07.05.2026, 22:00 · gecrawlt 12.05.2026, 06:46

Bei den 72. Kurzfilmtagen in Oberhausen (28. April bis 3. Mai 2026) stand im Deutschen Wettbewerb die Auseinandersetzung mit der Echtheit von Bildern und Erinnerung im Mittelpunkt. Mehrere Beiträge nutzten Archivmaterial oder Familiengeschichten, um Bezüge zur Gegenwart herzustellen: Cana Bilir-Meiers „Ein neues Wort" beleuchtete anhand eines WDR-Preisausschreibens aus der Gastarbeiterära Ressentiments im Migrationsdiskurs, während Gregor Bartschs „Ein Meter Neunzig" den Streit um den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonskirche thematisierte. Shehab Fatoum erhielt für seinen Film „Catacombs", in dem er Flucht- und Rückkehrerfahrungen mit dem Mythos der Odyssee verknüpft, den 3sat-Nachwuchspreis. Ergänzt wurde das Programm durch Retrospektiven auf Werner Herzogs dokumentarische Kurzfilme sowie auf restaurierte Werke der Frankfurter Filmemacherin Ella Bergmann-Michel aus den frühen 1930er-Jahren.
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