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The First Homosexuals. Die Entstehung neuer Identitäten: Jünglinge, Bodybuilder und enge Freundinnen
11.05.2026, 09:25 · gecrawlt 13.05.2026, 07:23
Die Ausstellung „The First Homosexuals" untersucht, wie schwule und lesbische Identitäten ab dem späten 19. Jahrhundert in der Kunstgeschichte sichtbar wurden. Ausgangspunkt ist das Jahr 1869, in dem der Schriftsteller Karl Maria Kertbeny den Begriff „homosexuell" prägte – für den amerikanischen Kurator Jonathan Katz der Gründungsmoment einer schwulen Gemeinschaft. Gezeigt werden größtenteils wenig bekannte Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Romaine Brooks, Louise Abbéma oder David Paynter, die gleichgeschlechtliches Begehren mehr oder weniger explizit darstellen. Katz vertritt zudem die These, dass der europäische Kolonialismus homoerotische Kulturen in anderen Weltregionen, besonders in Südamerika, durch veränderte Strafgesetze unterdrückt habe. Die Ausstellung endet mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten und gilt als eine der ersten staatlichen Museumsschauen, die Gender- und Homosexualitätsthemen in der Kunstgeschichte systematisch behandelt.
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