Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Thema: Journalismus
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Das ökumenische TV-Magazin „Kirche in Bayern" feiert sein 25-jähriges Bestehen und erreicht laut Funkanalyse Bayern wöchentlich rund 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Sendung wird sonntags auf 15 lokalen Fernsehsendern sowie auf BibelTV ausgestrahlt und von elf Gesellschaftern aus katholischen Diözesen und dem Evangelischen Presseverband getragen. Produziert wird sie seit Beginn bei der Diözese Würzburg; Regensburg und Passau sind derzeit nicht beteiligt. Finanziert wird das Magazin zur Hälfte von den Gesellschaftern, zur anderen Hälfte durch einen Produktionskostenzuschuss der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. In einem Festgottesdienst in Würzburg würdigte Regionalbischöfin Gisela Bornowski die Sendung als „Vierteljahrhundert gelebte Ökumene".
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Lukas Rehm veröffentlichte am 2. Mai 2026 auf mehreren Social-Media-Plattformen Bilder eines Festes auf dem Gelände der Stephanuskirche in Leipzig-Mockau und bezeichnete es fälschlicherweise als islamische Veranstaltung. Tatsächlich handelte es sich laut Pfarrer Konrad Taut um ein christliches Tauffest einer eritreischen Gemeinde, die die Räume der Kirchengemeinde regelmäßig nutzt. Rehms Zusatzbehauptung, die Hüpfburg habe „zwischen christlichen Gräbern" gestanden, ist ebenfalls falsch: Die sichtbaren Grabsteine sind aus ästhetischen Gründen errichtet worden und markieren keine tatsächlichen Begräbnisstätten. Das Faktencheck-Portal CORRECTIV weist darauf hin, dass eritreische Christen bei Tauffeiern Kopftücher und weiße Gewänder tragen und deshalb wiederholt für Muslime gehalten wurden – ein ähnlicher Fall war bereits 2017 aus Leipzig bekannt geworden. Rehms Beiträge wurden mehr als 1.000 Mal geteilt; auf eine Anfrage von CORRECTIV antwortete er nicht.
Der dänische Film „Nachbeben" (Originaltitel „Second Victims") von Regisseurin Zinnini Elkington thematisiert medizinische Fehler und deren psychische Folgen für alle Beteiligten – er begleitet eine Ärztin auf einer Notfallstation nach einem fatalen Fehler sowie die betroffene Mutter. Die dänische Schauspielerin Trine Dyrholm spielt darin Camilla, deren Sohn Oliver infolge eines ärztlichen Versagens ins Koma fällt und stirbt. Im Interview erläutert Dyrholm ihre Schauspielmethode: Sie verzichtet bewusst darauf, private Gefühle einzubringen, sondern versucht, sich offen auf den jeweiligen Moment einzulassen und Emotionen authentisch fließen zu lassen, ohne sie vorwegzunehmen. Gedreht wurde in einem echten Krankenhaus, was laut Dyrholm entscheidend zur Atmosphäre beitrug. Zudem spricht sie über ihre bisherigen Regieerfahrungen bei der Serie „Die Erbschaft" und ihre Bereitschaft, weiterhin als Schauspielerin aufstrebende Debütregisseure zu unterstützen.