Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Region: Oberfranken
27 Artikel gefunden · Seite 2 von 2
Mit einem feierlichen Eröffnungsgottesdienst hat Domkapitular Prof. Dr. Elmar Koziel in der Basilika Vierzehnheiligen die Wallfahrtssaison 2026 offiziell eingeläutet. Das symbolische Ritual umfasste das dreimalige Anklopfen am Hauptportal mit den lateinischen Worten „Aperite portas Salvatori" sowie das Besprengen der Türschwelle mit Weihwasser. Das diesjährige Wallfahrtsmotto „Hab Mut, steh auf!" aus dem Markusevangelium stand im Mittelpunkt der Predigt, in der Koziel zwischen Mut und Tapferkeit unterschied. Musikalisch gestalteten Georg Hagel an der Rieger-Orgel und der Männerchor des Chorseminars Bamberg die Feier. Rund 180 Wallfahrten werden den fränkischen Wallfahrtsort in der laufenden Saison erreichen.
Die Kirche St. Andreas in Kalchreuth wird nach über einem Jahrzehnt Planung für 1,37 Millionen Euro saniert. Was als einfache Verschönerung begann, entpuppte sich als umfangreiche Restaurierung von Mauerwerk, Turm, Innenraum und Orgel. Die Einstufung als national bedeutendes Denkmal sicherte die Finanzierung durch staatliche Fördermittel und Landeskirche; die Gemeinde selbst sammelte rund 250.000 Euro über Spenden und Benefizveranstaltungen. Die Wiedereinweihung ist für Mai 2025 geplant.
Das ETA Hoffmann Theater Bamberg hat Robert Seethalers erstes abendfüllendes Theaterstück „Vernissage" uraufgeführt – ein Werk, das der österreichische Romanautor nach Jahren als Schauspieler und langer Bühnendistanz erstmals für das Theater verfasste. Das Stück schildert über drei Tage die zwischenmenschlichen Konflikte rund um eine erfolglose Vernissage in einer heruntergekommenen Kunstgalerie, wobei acht gleichberechtigte Figuren das Ensemble-Stück tragen. Regisseurin Jana Vetten inszenierte das Stück, das mit seiner melancholischen Atmosphäre und dem morbiden Kunstmilieu an Tschechow erinnert; die Bühne von Genia Leis wird dabei besonders hervorgehoben. Seethaler selbst war bei der Premiere nicht anwesend – teils aus seiner bekannten Scheu vor Zuschauerräumen, teils wegen der gleichzeitigen Veröffentlichung seines neuen Romans „Die Straße". Die Aufführung habe laut Kritik Anlaufzeit gebraucht, hinterlasse aber bleibende Bilder und Momente.