Kulturatlas

Pressespiegel

Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.

Thema: Veranstaltungen

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Das Theater Koblenz zeigt John Adams' jüngste Oper „Antony and Cleopatra" als erstes Haus in Deutschland, inszeniert von Intendant Markus Dietze. Die Produktion überzeugt mit einem dramatisch dichten Soundtrack des Staatsorchesters unter Enrico Delamboye sowie einem exzellenten Solistenensemble, angeführt von Danielle Rohr als Cleopatra und Andrew Finden als Antony. Dietze verdichtet das politische Liebesdrama um Macht und Emotion zu einem packenden Bühnenabend mit reduziertem, wirkungsvollem Bühnenbild.

Der 104. Deutsche Katholikentag findet vom 13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg statt und umfasst über 900 Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur, Spiritualität und Politik. Den Auftakt bildet am 13. Mai ab 19 Uhr der „Abend der Begegnung", ein stadtweites Straßenfest in der Würzburger Innenstadt. Das Programm richtet sich an alle Altersgruppen und ist konfessionsunabhängig offen; viele Angebote im Freien sowie die großen Gottesdienste am Residenzplatz sind kostenlos. Tickets, darunter ein Mutmachticket für unter 25-Jährige zum Preis von 25 Euro, sind unter katholikentag.de erhältlich.

wuerzburgerleben.de
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Musik – Formate & Ensembles
Veranstaltungen
Muenchen

Jelle Dentruck, Leadsänger der belgischen Indie-Band DIRK, tritt am 27. Mai unter seinem Solo-Projektnamen Dressed Like Boys in der Münchner Milla auf. Sein selbstbetiteltes Debütalbum thematisiert persönliche Erfahrungen als homosexueller Mann sowie Verlust und Depression, geprägt von Klavier und melancholischen Melodien. Der Projektname entstammt dem Song „Stonewall Riots Forever", der queere Geschichte und die Lebensrealität früherer LGBTQ+-Generationen beleuchtet.

Film – Formate & Formen
Veranstaltungen
International

Werner Herzog (83) wird seinen neuen Film „Bucking Fastard" nicht beim Filmfestival von Cannes (12.–23. Mai 2026) präsentieren. Laut dem US-Branchenmagazin „Variety" wurde dem Film zwar eine offizielle Einladung ausgesprochen, jedoch kein Platz im Wettbewerb gewährt – woraufhin die Filmemacher die Einladung ablehnten. Einem Insider zufolge hatte Herzog gehofft, die Hauptdarstellerinnen Rooney und Kate Mara für Auszeichnungen zu positionieren. Der Film handelt von Zwillingsschwestern, die einen Tunnel durch ein Gebirge graben, und ist Herzogs erster Spielfilm seit „Family Romance, LLC" (2019); weitere Darsteller sind Orlando Bloom und Domhnall Gleeson. Die Dreharbeiten fanden überwiegend in Irland statt.

Abendzeitung München
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Oper & Musiktheater – Formen
Veranstaltungen
Muenchen

Die Münchener Musiktheater-Biennale, die erstmals von Karin Beck und Manuela Kerer geleitet wird, eröffnete mit zwei Uraufführungen. Zara Alis „Codeborn" im Muffatwerk, inszeniert von Florentine Klepper und Deva Schubert mit dem Ensemble Phace, behandelt ein quantenphysikalisches Experiment als Ausgangspunkt, bleibt laut Kritiker jedoch in konventionellen Theaterbildern stecken und musikalisch zwischen Neuer Musik und Pop. Gelungener wirkte der zweite Abend, „V01CES//B0D1EZ" im Akademietheater des Prinzregententheaters: Komponist Piyawat Louilarpprasert und Regisseurin Amy Stebbins aktualisierten Hans Werner Henzes Liederzyklus „Voices" mit Themen wie Überwachung, Robotisierung und Wegwerfkonsum, gespielt vom Münchener Kammerorchester mit internationalen Gesangsstudierenden. Im Unterschied zur ersten Produktion punktet das Henze-Update durch spielerischen Humor und gesellschaftliche Kritik ohne Prätention. Die Biennale läuft bis zum 20. Mai.

Abendzeitung München
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Theater – Formen & Rollen
Veranstaltungen
Muenchen

Im Münchner Lustspielhaus präsentiert ein Kabarett-Kollektiv rund um Jochen Malmsheimer, Sven Kemmler, Nessi Tausendschön, Moses Wolff und weitere Künstler vom 12. bis 15. Mai 2026 das Stück „Die Odyssee – Durst ist schlimmer als Heimweh". Das Ensemble, das zuvor bereits Stoffe wie König Artus, die Musketiere und den Wilden Westen bearbeitet hat, wendet sich diesmal dem antiken Epos Homers zu. Die Produktion entsteht nach einem kollektiven Prinzip: Jeder Beteiligte bringt eigene Nummern mit, Sven Kemmler führt Regie, und das endgültige Programm wird erst am Vorabend der Premiere zusammengestellt. Im Interview mit der AZ spricht Malmsheimer über seine Rolle als blinder Seher Teiresias, die offene Besetzung der übrigen Figuren sowie die zufällige zeitliche Koinzidenz mit Christopher Nolans kommendem Hollywood-Blockbuster über denselben Stoff mit Matt Damon in der Hauptrolle.

Abendzeitung München
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Europäisches Museum für Modernes Glas Rödental
Bildende Kunst – Formen & Orte
Veranstaltungen
Oberfranken

Das Sammlerehepaar Ursula und Rainer Losch hat dem Europäischen Museum für Modernes Glas in Rödental rund 350 Werke des italienischen Glasgestalters Fulvio Bianconi (1915–1996) gestiftet. Die Kunstsammlungen der Veste Coburg richteten eigens dafür eine neue Dauerausstellungsabteilung im Untergeschoss ein. Bianconi arbeitete über 40 Jahre für bedeutende Glashütten auf Murano sowie in der Schweiz und ist vor allem für seine figürlichen Glaswerke bekannt. Derzeit sind 163 Objekte zu sehen; die Exponate sollen regelmäßig ausgetauscht werden.

Heinrichsblatt
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Film – Formate & Formen
Veranstaltungen
Muenchen

Adele Kohout leitet erstmals als Festivaldirektorin das 41. DOK.fest München (6.–16. Mai), das mit 106 Filmen aus 49 Ländern einen Einreichungsrekord von 1440 Filmen verzeichnet. Das Programm ist in 15 thematische Reihen gegliedert, darunter „HerStory", „EcoCinema" und „Politics". Neu eingeführte FokusTalks bringen nach Signature-Film-Vorführungen Filmschaffende und Fachexpertinnen aus Wissenschaft und Wirtschaft ins Gespräch. Den Eröffnungsabend gestaltet die Weltpremiere von „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal Ich war" mit Sandra Hüller im Deutschen Theater.

Münchner Feuilleton
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Bayerische Staatsoper: Der Komponist über die Uraufführung seiner Oper über Maria Stuart und Elisabeth I., deren Text seine Frau geschrieben hat und bei der seine Tochter mitsingt.

Abendzeitung München
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IN München stellt Veranstaltungstipps zum Vatertag am 14. Mai 2026 in München und Umgebung vor. Dazu zählen ein Spanferkelessen im Ayinger in der Au, ein Weißwurstfrühstück im Bamberger Haus, das Pfälzer Weinfest in der Blutenburg sowie der Vespa Corso durch Schwabing. Im Umland bieten das Airbräu am Flughafen München einen Frühschoppen mit Livemusik und Hadorf bei Starnberg ein Oldtimertreffen an.

Schauspiel Stuttgart
Tanz – Stile & Formen
Veranstaltungen
Bundesweit

Das Stuttgarter Ballett verneigt sich zu dessen 100. Geburtstag vor Glen Tetley. Als Tänzer und Choreograf verband Glen Tetley das Klassische Ballett mit dem Modern Dance.

Helge Schneider gastierte mit seinem neuen Programm „Ellebogen vom Tich!" im Münchner Circus Krone. Der Entertainer und Multiinstrumentalist präsentierte dabei eine Mischung aus Jazz, Dada-Elementen, absurdem Humor und tatsächlichen Zaubertricks, unter anderem mit einer DDR-Handpuppe. Begleitet wurde er von den Musikern Peter Thoms (Schlagzeug), Leo Richartz (Kontrabass) und Sandro Giampietro (Gitarre). Zu den Höhepunkten des Abends zählte eine wortlose Imitation von Udo Lindenberg in verschiedenen Alltagssituationen. Der Abend wurde von Autorin Anne Fritsch für die Süddeutsche Zeitung rezensiert und am 8. Mai 2026 veröffentlicht.

Abendzeitung München
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Theater Konstanz
Theater – Formen & Rollen
Veranstaltungen
Bundesweit

Am Theater Konstanz inszeniert Regisseur Milan Gather das Stück „Haus blaues Wunder" der Autorin Ingeborg von Zadow, das 2015 im Jungen Nationaltheater Mannheim uraufgeführt wurde. Die absurde Komödie handelt von zwei Männern – Herrn Pfefferkorn und Herrn Goldbeutel –, die unwissentlich dasselbe Haus am Meer kaufen und nun den Raum miteinander teilen müssen. Die beiden Rollen werden von Sylvana Schneider und Jana Alexia Rödiger gespielt, die zwischen Slapstick und hochdramatischen Szenen agieren. Bühnenbild und Kostüme von Phin Mindner setzen die gegensätzlichen Figuren farblich in Blau- und Orangetönen in Szene, begleitet von der Musik Jonas Bolles.

Die Deutsche Bühne
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Theater – Formen & Rollen
Veranstaltungen
Bundesweit

Das ungarische Regieduo Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka hat am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken Wagners „Götterdämmerung" als Abschluss eines naturwissenschaftlich-technologisch gedeuteten „Ring"-Zyklus inszeniert, in dem KI und Gentechnik als dramaturgische Leitkonzepte fungieren. Dirigent Sébastien Rouland führt das Orchester durch einen Wagner, der zwischen feiner Kammermusik und überwältigenden Klangmassen wechselt, wobei die Blechbläser gelegentlich das Gleichgewicht stören. Sängerisch überzeugen vor allem Aile Asszonyi als Brünnhilde, Tilmann Unger als Siegfried und Markus Jaursch als Hagen. Die Inszenierung wird jedoch keine Fortsetzung als Gesamtzyklus erleben, da weder der scheidende Intendant Bodo Busse noch sein Nachfolger Michael Schulz die Produktion weiterführen wollen.

Die Deutsche Bühne
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Tanz – Stile & Formen
Veranstaltungen
Bundesweit

Das Stuttgarter Ballett hat mit dem dreiteiligen Abend „Tribute to Tetley" den Choreografen Glen Tetley zu dessen 100. Geburtstag geehrt. Tetley hatte die Compagnie nach dem plötzlichen Tod von Ballettchef John Cranko von 1974 bis 1976 geleitet und prägte sie mit einer Verbindung aus klassischem Ballett und Modern Dance. Gezeigt wurden drei seiner Werke: „Voluntaries" (1973), ein Abschiedsgruß an Cranko mit Elisa Badenes und Martí Paixà in den Hauptrollen; der Pas de deux „Ricercare" (1966) mit Anna Osadcenko und Friedemann Vogel; sowie „Le Sacre du Printemps" (1974/1976) mit Henrik Erikson als auserwähltem Jüngling. Das Publikum im Stuttgarter Opernhaus quittierte den Abend mit viel Applaus und Bravi-Rufen.

Die Deutsche Bühne
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Theater – Formen & Rollen
Veranstaltungen
Bundesweit

Das Theater Freiburg zeigt eine Theaterfassung von Lars von Triers Film „Europa" (1991) in der Inszenierung des niederländischen Regisseurs Mart van Berckel. Die spartenübergreifende Produktion erzählt von dem deutschstämmigen Amerikaner Leopold Kessler, der 1945 nach Deutschland kommt und schrittweise von nationalsozialistischen Widerstandsgruppen instrumentalisiert wird. Das Ensemble aus Schauspiel und Musiktheater – darunter Jakob Kunath, Anja Jung und Roberto Gionfriddo – trägt die lose strukturierte, rund zweistündige „musikdramatische Selbstbetrachtung" mit Musik von Wagner bis Ligeti, gespielt vom Philharmonischen Orchester Freiburg. Auf konkrete aktuelle Bezüge verzichtet van Berckel, lässt aber durch die Darstellung von Schuldverdrängung und Empathielosigkeit Gegenwartsbezüge implizit durchscheinen.

Die Deutsche Bühne
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Theater in der Josefstadt
Theater – Formen & Rollen
Veranstaltungen
International

Peter Turrinis neues Stück „Was für ein schönes Ende" hatte am Wiener Theater in der Josefstadt unter der Regie von Janusz Kica Uraufführung. Das Werk bildet den Abschluss der 20-jährigen Intendanz von Herbert Föttinger, der selbst die Hauptrolle des vergessenen Mozart-Librettisten Lorenzo da Ponte spielt. Das Stück ist eine überarbeitete Fassung von Turrinis früherer Tragikomödie „Da Ponte in Santa Fe" (2002) und thematisiert das Schattendasein von Librettisten sowie die Kommerzialisierung der Kunst. Laut Kritikerin Christina Kaindl-Hönig bleibt die Inszenierung jedoch zu brav, entfaltet weder ausreichend Tempo noch überzeugende Metaphern für Turrinis Gesellschaftskritik, und Föttingers Darstellung des Da Ponte erschöpft sich in dargestellter Altersschwäche statt existentiellem Ringen.

Die Deutsche Bühne
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Theater – Formen & Rollen
Veranstaltungen

„Gelbes Gold" von Fabienne Dür ist eine Uraufführung am Schauspiel Stuttgart im Foyer des Kammertheaters, inszeniert von Johanna Rödder-Mikow in ihrem Regiedebüt. Das Stück zeigt eine Plattenbausiedlung im Abriss, in die die Studentin Ana zurückkehrt und dabei die verborgenen Konflikte ihres Umfelds – Vater, Nachbarin Mimi und Freundin Juli – aufdeckt. Autorin Fabienne Dür verwendet das naturalistische Mittel der Rückkehrerfigur, um soziale Hoffnungslosigkeit und das Scheitern in einem strukturschwachen Milieu darzustellen. Rödder-Mikow erarbeitet mit dem Ensemble präzise Charakterzeichnungen, wobei die zentrale Figur Ana dramaturgisch wenig Handlungsspielraum erhält, was den Abend stellenweise gedehnt wirken lässt.

Die Deutsche Bühne
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Bamberger Symphoniker
ETA Hoffmann Theater Bamberg
Theater – Formen & Rollen
Veranstaltungen
Oberfranken

Das ETA Hoffmann Theater Bamberg hat Robert Seethalers erstes abendfüllendes Theaterstück „Vernissage" uraufgeführt – ein Werk, das der österreichische Romanautor nach Jahren als Schauspieler und langer Bühnendistanz erstmals für das Theater verfasste. Das Stück schildert über drei Tage die zwischenmenschlichen Konflikte rund um eine erfolglose Vernissage in einer heruntergekommenen Kunstgalerie, wobei acht gleichberechtigte Figuren das Ensemble-Stück tragen. Regisseurin Jana Vetten inszenierte das Stück, das mit seiner melancholischen Atmosphäre und dem morbiden Kunstmilieu an Tschechow erinnert; die Bühne von Genia Leis wird dabei besonders hervorgehoben. Seethaler selbst war bei der Premiere nicht anwesend – teils aus seiner bekannten Scheu vor Zuschauerräumen, teils wegen der gleichzeitigen Veröffentlichung seines neuen Romans „Die Straße". Die Aufführung habe laut Kritik Anlaufzeit gebraucht, hinterlasse aber bleibende Bilder und Momente.

Die Deutsche Bühne
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Oper & Musiktheater – Formen
Veranstaltungen
Bundesweit

Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann bringt das Theater Aachen in Koproduktion mit den Schwetzinger SWR Festspielen eine neue Oper nach Bachmanns einzigem vollendeten Roman „Malina" auf die Bühne. Die Musik stammt von Karola Obermüller und Peter Gilbert, die Regie führt Franziska Angerer; das Libretto besorgte Tina Hartmann nach Bachmanns Roman von 1971. Im Mittelpunkt steht die namenlose Protagonistin „Ich", gespielt von Sopranistin Larisa Akbari, die zwischen ihrem Geliebten Ivan (Micah Schroeder) und dem Alter Ego Malina (Countertenor Valer Sabadus) ihre Identität als Frau und Künstlerin sucht und scheitert. Ausstatterin Pia Dederichs entwarf eine „Gedankenbühne" aus Spiegeln und Projektionsflächen, die das innere Erleben der Figur räumlich umsetzt. Der Kritiker bezeichnet die Produktion als beeindruckende Aufführung mit sorgfältiger Komposition und lobt das gesamte Ensemble.

Die Deutsche Bühne
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Tanz – Stile & Formen
Veranstaltungen
Mittelfranken

Das Staatstheater Nürnberg präsentiert mit „Les Ballets Actuels" einen Tanzabend in drei Teilen, der die erste Spielzeit der neu aufgestellten Sparte Tanz unter Leiter Richard Siegal abschließt. Siegal, der seit dieser Saison das Staatstheater Nürnberg Ballet of Difference führt, hat erstmals zwei externe Choreografen eingeladen: Justin Peck, Hauschoreograf des New York City Ballet, und die kanadische Choreografin Kirsten Wicklund. Pecks energiegeladenes Sneaker-Ballett „Hurry Up, We're Dreaming" eröffnet den Abend, gefolgt von Wicklunds introvertierten, licht- und schattenbasierten „Overcast", das für Nürnberg um zwei zusätzliche Paare erweitert wurde. Den Abschluss bildet Siegals eigenes Stück „My Generation", ursprünglich 2015 für das Cedar Lake Contemporary Ballet entstanden, das in neuer Ausstattung von Flora Miranda als rebellisch-explosiver Schlusspunkt dient.

Die Deutsche Bühne
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Tanz – Stile & Formen
Veranstaltungen
Bundesweit

Mit „Huang Yi & Kuka" eröffnen die Ruhrfestspiele 2026 in Recklinghausen ihr Jubiläumsjahr: Der taiwanesische Choreograf und Tänzer Huang Yi teilt sich dabei die Bühne mit einem Industrieroboterarm des Typs Kuka. Das Stück entstand aus Huang Yis persönlicher Erfahrung, als Kind nach dem finanziellen Zusammenbruch seiner Familie emotional zu funktionieren wie eine Maschine – woraus der Wunsch erwuchs, mit einem Roboter zu tanzen. Die Produktion verbindet Tanz, Musik von Bach und Pärt sowie Licht- und Videoprojektionen; für eine Minute Bewegung des Roboterarms sind rund zehn Stunden Programmierung nötig. Kritisch angemerkt wird, dass die Vielzahl dramaturgischer Ebenen – Laser, weitere Tänzer, Projektionen – dem Kernverhältnis zwischen Mensch und Maschine Konzentration nimmt. Der Abend wurde von Autor Miguel Schneider für das Kulturportal rezensiert.

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Schauspiel Stuttgart
Theater – Formen & Rollen
Veranstaltungen
Bundesweit

Am Schauspiel Stuttgart hat Regisseur Viktor Bodó Bertolt Brechts „Dreigroschenoper" mit der Musik von Kurt Weill inszeniert, inspiriert vom „Dreigroschenroman" und ausgestattet mit einem multifunktionalen Bühnenbild von Zita Schnábel. Im Zentrum der Inszenierung stehen Korruption und kapitalistische Strukturen, die Bodó auf allen gesellschaftlichen Ebenen verortet und durch einen Gerichtsrahmen sowie Szenen im Publikumsraum unterstreicht. Marcel Heuperman gastiert als Mackie Messer, flankiert von einem starken Ensemble mit Josephine Köhler, Klaus Rodewald, Marietta Meguid und anderen. Musikalischer Leiter Klaus von Heydenaber dirigiert eine siebenköpfige Kombo und sorgt dafür, dass Weills Songs schwungvoll zur Geltung kommen. Laut Kritiker Manfred Jahnke überlagert die mitreißende Musik und die spürbare Spielfreude des Ensembles die gesellschaftskritische Intention der Inszenierung – ein Widerspruch, der bereits der Uraufführung von 1928 eigen war.

Die Deutsche Bühne
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Der Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten Allround-Musikfestivals des deutschen Sommers 2026. Zu den vorgestellten Veranstaltungen zählen Hurricane und Southside (19.–21. Juni in Scheeßel und Neuhausen ob Eck), das Deichbrand Festival (16.–19. Juli bei Cuxhaven), das Lollapalooza Berlin (18.–19. Juli), das Taubertal Festival (6.–9. August bei Rothenburg ob der Tauber) sowie das Highfield Festival (13.–16. August bei Leipzig). Den Abschluss bildet das Superbloom im Münchner Olympiapark (29. August bis 4. September), das 2026 erstmals als siebentägige Veranstaltungsreihe stattfindet. Zu den häufig gebuchten Acts zählen unter anderem Lorde, Lewis Capaldi, Zara Larsson, Giant Rooks, Kraftklub und Marteria.

Abendzeitung München
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