Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
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Die Grammy-nominierte Jazzsängerin Gretchen Parlato tritt am 22. Juli 2026 im Rahmen des Internationalen Augsburger Jazzsommers im Botanischen Garten Augsburg auf. Sie präsentiert dabei erstmals live in Europa neue Stücke, die in Zusammenarbeit mit Alan Hampton entstanden sind und auf dem im Juni 2026 erscheinenden Album „The Wise" veröffentlicht werden. Begleitet wird sie von Alan Hampton (Bass, Gitarre), Jacob Mann (Piano) und Schlagzeuger Mark Guiliana.
Die britische Sängerin FKA Twigs (38) wird die legendäre Tänzerin, Aktivistin und französische Nationalheldin Josephine Baker (1906–1975) in einem offiziellen Biopic verkörpern. Regie führt die französische Filmemacherin Maïmouna Doucouré (41); das Projekt ist das erste Biopic über Baker, das von ihren Nachkommen autorisiert wurde – zwei Mitglieder ihrer Adoptivfamilie sind daran beteiligt. Josephine Baker wurde in den 1920er-Jahren als erste schwarze Frau zum Weltstar, kämpfte in der Résistance gegen die deutsche Besatzung Frankreichs und setzte sich in den USA gegen die Rassentrennung ein; 2021 wurde sie als erste schwarze Frau ins Pantheon in Paris aufgenommen. FKA Twigs erklärte in einem Statement, sie freue sich darauf, Bakers Kampf, Talent und Heldenmut auf die Leinwand zu bringen.
Die Dresdner Musikfestspiele starten ihre 49. Ausgabe unter dem Motto „Leichtigkeit des Seins" mit starker Nachfrage: Mehr als ein Drittel der 64 Veranstaltungen ist bereits ausverkauft. Den Auftakt bildet eine konzertante Aufführung von Wagners „Götterdämmerung" auf historischen Instrumenten, finanziert durch eine Spende von rund 1,7 Millionen Euro des Packard Humanities Institute. Das vielfältige Programm reicht von Klassik über Jazz und Weltmusik bis zu Schauspiel und umfasst Debüts von Tobias Moretti, dem Wiener Burgtheater und Youtube-Star Hayato Sumino. Zum Abschluss am 14. Juni tritt Hollywood-Legende Bill Murray gemeinsam mit Intendant Jan Vogler im Programm „New Worlds" auf.
Quentin Tarantino hat in einem Interview erklärt, dass der Gimp aus „Pulp Fiction" nach einem K.o.-Schlag durch Butch in der Ohnmacht ums Leben kam. Zum 30-jährigen Jubiläum des Films fand in Los Angeles eine Reunion mit Uma Thurman, John Travolta, Samuel L. Jackson und Harvey Keitel statt. Bruce Willis fehlte bei der Veranstaltung, da er seit seiner Diagnose mit frontotemporaler Demenz im Jahr 2022 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen lebt. Er wurde durch seine Ehefrau Hemin Willis und Tochter Tallulah vertreten, die zu seinen Ehren eine Kappe mit seinem Namen trug.
No Doubt haben ihre Sphere-Residency in Las Vegas mit einem nostalgiereichen Set eröffnet, das seltene Songs wie den Titeltrack von „Tragic Kingdom" (zuletzt 2009 gespielt) und „The Climb" (seit 1997 nicht mehr) enthielt. Die Show markierte zugleich den Bühnenrückkehr von Gitarrist Tom Dumont, der kürzlich seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht hatte. Insgesamt umfasst die Residency nun 18 Shows bis zum 13. Juni.
Beim Eagles-Konzert am 31. Juli 1980 in Long Beach eskalierte ein Streit zwischen Sänger Glenn Frey und Gitarrist Don Felder während der laufenden Show bis hin zu einer handfesten Auseinandersetzung hinter der Bühne. Felder schwingt dabei eine Gitarre über Freys Kopf, bevor er wütend im Taxi davonfährt. Der Vorfall markierte das vorläufige Ende der Band; für das nächste Album arbeiteten Frey und Felder an getrennten Küsten. Nach einer Reunion 1994 verließ Felder die Eagles 2001 endgültig nach einem erneuten Streit um Tantiemen.
George Michaels Jugendfreund Andros Georgiou behauptet, der Sänger würde noch leben, wäre seine erste große Liebe Anselmo Feleppa 1993 nicht an Aids gestorben. Feleppa, ein Modedesigner, hatte Michael Anfang der 90er Jahre kennengelernt. Laut Georgiou fand Michael nach Feleppas Tod nie wieder eine vergleichbare Liebesbeziehung und war seither „ziemlich verloren". George Michael starb am 25. Dezember 2016 im Alter von 53 Jahren.
Die Filme „Aliens" (1986), „The Abyss" (1989) und „True Lies" (1994) von James Cameron erscheinen nun in 4K-Remaster. Der Artikel bespricht alle drei Werke und ordnet sie in Camerons Gesamtwerk ein: „Aliens" gilt als bester Film der Reihe, „The Abyss" als Unterwasser-Übung für Camerons späteren Marianengraben-Tauchgang, „True Lies" als sein unterhaltsamster Film. Besonders „Aliens" wird als zeitlos einflussreich hervorgehoben – sein Pulse Rifle sorgte 2024 beim neuen Teil „Romulus" für kollektive Begeisterung.
Vinnie Vincent, ehemaliger Kiss-Gitarrist, lässt offen, ob er sich als Frau oder Mann identifiziert, und erklärt, das Geheimnis solle bleiben.
Die 61. Kunstbiennale in Venedig hat ohne Eröffnungsfeier begonnen und verzeichnete mit rund 10.000 Besuchern am ersten Tag einen Zulauf von zehn Prozent mehr als bei der Vorausgabe. Die Teilnahme Russlands und Israels löste Proteste aus: Aktivisten demonstrierten gegen beide Länder, 20 nationale Pavillons blieben wegen eines Streiks geschlossen, und die Jury trat im Streit zurück. Italiens Kulturminister Alessandro Giuli kritisierte die russische Beteiligung scharf, während Biennale-Leiter Pietrangelo Buttafuoco und Vize-Regierungschef Matteo Salvini vor Zensur warnten. Zusätzlich überschatten zwei Todesfälle die Veranstaltung: Kuratorin Koyo Kouoh und die deutsche Repräsentantin Henrike Naumann starben vor der Eröffnung an Krebs.
Pearl Jam haben zum National Gun Violence Awareness Day die unzensierte Version ihres Musikvideos „Jeremy" von 1992 veröffentlicht. Das Video basiert auf der wahren Geschichte von Jeremy Wade Delle, der sich 1991 vor seinen Klassenkameraden im Unterricht erschoss. In der neuen Fassung ist nun zu sehen, was zuvor aus TV-Zensurgründen verborgen blieb. Die Band setzt damit ein Zeichen gegen Waffengewalt und spendet Einnahmen aus dem Verkauf eines „Choices"-T-Shirts an entsprechende Organisationen.
Beim Katholikentag in Würzburg planen 30 katholische Reformgruppen für Freitag eine Menschenkette zwischen Dom und Augustinerkirche. Sie fordern eine inklusivere Kirche mit Gleichberechtigung, Aufarbeitung von Missbrauch und Überwindung des Klerikalismus.
Mock-Synthese: Titel: Musikfeature "Schostakowitsch Moves": Medienpreis für Bettina Mittelstraß Teaser: Die BR Klassik Reportage von Bettina Mittelstraß berichtet über ein Projekt an Duisburger Brennpunktschulen: Kinder tanzen zur Musik von Schostakowitsch.
David Bowies 1995 erschienenes Album „Outside", produziert mit Brian Eno, vereint 19 Art-Rock-Stücke um ein postapokalyptisches Detektivkonzept, das Fans damals überforderte, obwohl Songs wie „The Hearts Filthy Lesson" in Filmklassikern von Fincher und Lynch Verwendung fanden.
Die Preise für Benzin und Diesel sind unter die kritische Marke von 2 Euro pro Liter gerutscht. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche spricht sich dennoch für ein neues Instrument aus, um den Energieschock zu mildern.
Pavements letztes Studioalbum „Terror Twilight" (1999) gilt als das am meisten unterschätzte Werk der Band. Produziert von Nigel Godrich, bewegte sich die Band erstmals in Richtung Pop, ohne dabei kommerziellen Erfolg zu erzielen. In Kritiker-Rankings des Pavement-Werks landet die Platte regelmäßig auf den hinteren Plätzen, obwohl sie einen deutlichen künstlerischen Reifeprozess zeigt. Seit der Live-Reunion 2010 spielen die Bandmitglieder die Songs daraus kaum noch live.
Muttertag und Vatertag reproduzieren laut dem Artikel veraltete Rollenbilder: Während Mütter einmal jährlich symbolisch für unbezahlte Sorgearbeit gewürdigt werden, feiern Männer am Vatertag selbstorganisiert ihre Freiheit – unabhängig von tatsächlicher Vaterschaft. Der deutsche Vatertag geht auf eine Berliner Brauerei-Tradition des 19. Jahrhunderts zurück, die religiöse Himmelfahrtsprozessionen in Männertrinkrituale verwandelte. Der Muttertag wurde in der NS-Zeit ideologisch vereinnahmt und mit Rassenideologie verknüpft. Zusammen stabilisieren beide Feiertage ein gesellschaftliches Ungleichgewicht, das Fürsorge belohnt und männliche Freiheit entschuldigt. Der Artikel plädiert für ein neues Verständnis dieser Tage jenseits festgeschriebener Geschlechterrollen.
Mock-Synthese: Titel: Posaunenchöre planen Weltrekord: 72 Stunden Musik ohne Pause Teaser: Die bayerischen Posaunenchöre wollen im Sommer in Nürnberg einen Weltrekord aufstellen.
Mock-Synthese: Titel: Kritik "Of One Blood" in München: Packendes Königinnen-Drama Teaser: Labor statt Thronsaal: Brett Deans Oper "Of One Blood" seziert die Geschichte um Maria Stuart und Elizabeth I.
Die steigenden Kerosinpreise sorgen für Unsicherheit bei Touristen. Drohen nach der Urlaubsbuchung plötzlich höhere Kosten? Ein EU-Beschluss sorgt für Klarheit.
Die Bayerische Staatsoper hat Brett Deans Oper „Of one Blood" über die Rivalität zwischen Elisabeth I. und Mary Stuart uraufgeführt. Die Komposition mit großem Orchesteraufwand und elektronischen Elementen überzeugt musikdramatisch nur bedingt, da sie kaum hörbare Unterschiede zwischen den beiden Sopranistinnen Johanni van Oostrum und Vera-Lotte Boecker schafft. GMD Vladimir Jurowski leitet souverän durch die anspruchsvollen Partien. Gerettet wird der Abend durch Claus Guths Inszenierung, die die Handlung in einem futuristischen Museum ansiedelt und die Personenregie bis ins Detail ausarbeitet. Ob sich das Werk ohne diese glänzende Inszenierung im Repertoire behaupten kann, bleibt offen.
Die Rainbirds feiern ihr 40-jähriges Bandjubiläum mit der Tour „Through The Web Of Time" und spielen am 15. Mai in den Münchner Kammerspielen. Die Berliner Jangle-Pop-Band tritt in erweiterter Originalbesetzung auf, darunter Gründungsmitglieder Katharina Franck und Michael Beckmann sowie Gastmusiker Rodrigo González von Die Ärzte.
Sängerin Katharina Franck spricht im Interview über die Reunion der Rainbirds nach 36 Jahren, die sie nicht als klassisches Comeback versteht, sondern als würdiges Feiern einer gemeinsamen Geschichte. Die Band spielt am 15. Mai in den Münchner Kammerspielen. Triebkraft der Reunion ist laut Franck Schlagzeuger Beckmann; alle ursprünglichen Mitglieder – darunter Rodrigo Gonzales und Wolfgang Glum – seien wieder mit dabei. Die Songs des zweiten Albums behandeln Themen wie Queerness und Selbstermächtigung und seien musikalisch bis heute relevant. Konkrete Pläne über das Jubiläum hinaus gibt es nicht.